HOLZWURM IM DACH



HOLZWURM IM DACH

Gegebenheiten:

Holzwurm im Dachgeschoss.

Es finden sich im Kaltdach (auf 2 Etagen und über 250 qm Grundfläche) die folgenden Mehlhaufen. Nur auf dem Boden, auf den Dielen. Die Sparren und Balken scheinen nicht befallen (SCHEINEN) Sind bereits vor vielen vielen Jahren benagt worden.

Welcher Wurm? Habe Verdacht, aber gern Eure Meinungen

Wie bekämpfen? Wie genau könnte ich bei einem solchen Haus ein Heissluftverfahren durchführen? Soll ja angeblich auch für den privatanwender möglich sein. Ich hätte z.b. schonmal einen 140 kw heissluftbaustrahler (diesel)

Aber da das Dach gar nicht isoliert ist...

Bild vom Haus folgt gleich. Es geht um die Geschosse Dachgeschoss, oben die Schräge. Und das Geschoss darunter (nicht ausgebaut)



Haus


Haus

H



wurmlöcher


wurmlöcher

w



bild1


bild1

w



hol


hol

holz2



Feuchteeintrag durch Kondenswasser



Holzwürmer sind immer die ersten Boten, das das Holz feucht wird, also die kritische Grenze von 12% übersteigt. Da es sich um ein Kaltdach handelt wird das Holz in der Sommerperiode deutlich kühler sein als die Umluft und so Feuchtigkeit aufnehmen. Da sind "Einmalaktionen" nicht besonders Erfolg versprechend. Da am Besten mal einen Holzfachmann zu Rate ziehen, der es sich vor Ort mal ansieht. Wichtig ist vorbeugender Holzschutz, also die Temperaturunterschiede verringern, dann wird das Holz wieder trocken. Eine andere Möglichkeit wäre vielleicht Leinöl auftragen, denn "konterminiertes" Holz mögen i. d. R. Würmer nicht, sie sind Feinschmecker. Am Besten mal jemanden holen.
Mit freundlichem Gruß
M. Schmidt



Holzwurm!?!



Sag mal an:

- Bilder (Makroaufnahme) von den Ausfluglöchern mit Maßstab (Gliedermaßstab, Risskarte etc.). Bei ca. 1-1,5mm handelt es sich um Anobium punctatum, bei 2-3mm um Xestobium rufovillosum, bei kleiner gleich 1mm um eine Lyctusart. Es gibt auch noch weitere Exoten. Noch besser wären gesammelte Exemplare.
- Holzart? (sieht etwas nach Nadelholz aus)

Meistens handelt es sich um ein Anobium oder Xestobium. Von deinen Bildern würde ich im ersten Moment davon ausgehen einen Anobienbefall zu haben. Übrigens die Bilder von den Bohrmelhaufen stellen nicht die Arbeit des Nagekäfers, sondern die Arbeit ihrer natürlichen Fressfeinde wie z.B. dem Bunten Fellkäfer dar, was aber ein Indiz für einen aktiven Befall darstellt.
Über Bekämpfungsmaßnahmen und deren Sinn unterhalten wir uns wenn du mir die geforderten Informationen lieferst.

Gruß
Emzet



Hier die Bilder


Hier die Bilder

Hallo,

hier die angeforderten Bilder



wie


wie

kann ich eigentlich mehrere bilder in einem post verföfentlichen?



ist


ist

übrigens nadelholz, habe auch bilder der unterseite gleich da



Unteransicht


Unteransicht

Unteransicht der Bretter



Balken aus Altbestand


Balken aus Altbestand

Diese Balken sind auch ganz schön in mittleidenschaft gezogen. aber da scheint ruhe zu sein



2


2

2tes bild



Nagekäfer



Moin,

sieht stark nach Anobienbefall aus. Ehrlich gesagt würde ich mir da erstmal keine so großen sorgen machen. Das Eichenfachwerk geht der nicht an und auch nicht die Deckenbalkenlagen (wenn sie aus Eiche sind). Bei Schalungen, Dielen etc. aus Nadelholz sollte man den Befall einfach mal ein Paar Jahre beobachten oder ein Monitoring (mit Natronpapier abkleben) durchführen um die Befallsintensität zu bestimmen. Heißluftverfahren würde ich hier nicht empfehlen, da sie sehr teuer sind. Ich persönlich würde bei bedarf die befallenen Bretter gegen splintfreies Eichen- oder Lärchenholz austauschen.