Dachausbau unter Reetdach

14.08.2006



Im Dachbereich unseres mit Reet gedeckten Balkenhauses soll ein Zimmer ausgebaut werden. Die Sparren mit unterschiedlichen Stärken (150-190 mm) liegen z.T. bis zu 170 cm auseinander. Zwischen Sparren und Reet ist bei der Neueindeckung vor 2 Jahren eine Folie gespannt worden. Die Sparrenabstände sind in alten estnischen Landhäusern üblich, mich beunruhigen diese jedoch hinsichtlich einer weiteren Belastung beim Dachausbau. Wie sollte ein professioneller Fragenkatalog für mich aussehen, bevor wir an die Arbeit gehen? Welche Form des Ausbaus in diesem alten Haus wäre empfehlenswert bei geringster Belastung des Dachstuhls, jedoch höchstmöglicher Effizienz der Isolation?

Zweites Problem: Die Schallübertragung durch die alte Balkenwand ist perfekt. Kleinste Laute werden gehört. Würde eine einseitige Schallisolation und mit welchem Aufbau Abhilfe schaffen?
Leider bekommt man in Estland sehr schwierig entsprechende Beratung. In modernen Bauweisen sind die Architekten einfach top, den alten Dingen gegenüber leider etwas desinteressiert.



Holzweichfasermaterialien



Mit Holzweichfasermaterialien (die übrigens auch aus Estland kommen!) kiann man sehr gute Erfolge erreichen und diese dann auch noch vielleicht mit Lehm zu verputzen, könnte eine gute Alternative darstellen.
In den Dachbereichen wäre z.B. mit Zellulose etwas denkbar, doch sollte die Konstruktion genauestens dafür untersucht und analysiert werden.

Grüße Udo





Hallo Udo
besten Dank für die Antwort. Gern würde ich mehr mit Lehm arbeiten, aber auf der Insel Saaremaa ist es vollkommen ungebräuchlich. Es konnte mir auch niemand sagen, wie wir in Estland an Lehm-Materialien herankommen. Vielleicht hat jemand im Forum Hinweise bzw. Empfehlungen.
Der Vorbesitzer des alten Hauses hat einen Bereich mit Ytong-Steinen gemauert, die ich gern mit Lehm verputzen würde. Gibt es dazu Bedenken oder wichtige Hinweise? Die Mauer kann ich nicht mehr entfernen.




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