Holzweichfaserkonstruktion auf Betondecke

06.03.2018 Johannes



Hallo,
der Fußbodenaufbau im EG soll im Zuge der Renovierungsarbeiten neu gemacht werden. Aktuell sieht es so aus:
- Asphaltestrich + Pappe
- Dünne Holzweichfaserplatte
- Perlitschüttung
Da der Estrich knapp 50 Jahre alt ist, nicht mehr zu 100% Plan liegt und es ziemliche Niveauunterschiede verbunden mit Lücken durch herausgenommene Wände gibt, haben wir uns dazu entschieden ihn größtenteils herausnehmen zu lassen.
Der Fußboden soll nun neu aufgebaut werden und da wir sowieso Dielen wollten, dachte ich an Holzweichfaserplatten von Gutex anstatt einem neuen Nassesteich. Zuerst die Thermosafe WD und dann die NF Variante, um direkt darauf die Dielen zu verschrauben. Problem ist nun, dass die Betonrohdecke natürlich nicht wirklich plan ist. Ich dachte nun daran mit einer neuen Perlitausgleichsschüttung zu arbeiten, oder gibt es Alternativen, die weniger aufwendig bzw. staubanfällig sind? Die Aufbauhöhe ist mit 8 cm begrenzt (2 cm Perlit, 2 cm Thermosafe WD und 4 cm Thermosafe NF).
Vielen Dank im Voraus für die Tipps.



Bodenunebenheiten ausgleichen und Dielen auf Hiolzfaserplatte verlegen



Evt können die vorhandenen dünnen Holzfaserplatten zum Ausgleich größerer Niveauunterschiede verwendet werden.

Gebundene Schüttungen stauben nicht wie Perlite.
Bei geringen Unebenheiten Fließestrich oder Spachtelmassen verwenden, die bei entsprechender Höhe auch mit scharfem Sand gestreckt werden können.

Es geht mehr darum, eine ebene Fläche herzustellen als darum die komplette Bodenfläche auf ein Niveau zu bringen,
was uU viel mehr Höhenausgleich erfordert.
Dazu am besten eine 3 oder 4 m lange Richtlatte verwenden.

Ihr könnt auch normale Holzfaserplatten verwenden und dann 40/60 mm KVH-Latten mit ca 40- 50 cm Abstand verlegen, abhängig von der Dielenstärke.
Dazwischen 40 mm dicke Holzfaserplatten ohne Nut und Feder.
Dann ist die Aufteilung flexibler und die Materialkosten sind geringer.

Die Trittschalldämmung ist ja schon durch die darunter liegende Platte gegeben.

Die an die Wände parallel angrenzenden Latten mit ca 5 cm Abstand zu diesen Verlegen und zur Wand dicht gestoßen einen schmalen Streifen der Holzfaserplatte einlegen.
bei evt feuchten Wänden Feuchtigkeitssperre am Randbereich unterlegen und seitlich hochziehen bis zur Oberkante vom Fußboden.

Wo der Estrich fehlt ggf Feuchtigkeitssperre verwenden, da der Gußasphaltestrich wasserdicht ist, Fehlstellen aber undicht sein können.

Andreas Teich



Bodenunebenheiten ausgleichen



So groß sind die Unebenheiten glücklicherweise nicht (< 5 mm dem ersten Anschein nach), aber da der Wohnbereich offen gestaltet werden soll und es auf 80 qm nur zwei Räume gibt, soll es halt dennoch schön "eben" werden.
Mit Fliesestrich habe ich die Sorge, dass es auch wirklich über die gesamte Fläche "gleich hoch" wird. Das stelle ich mir mit einer Schüttung (ich habe nun noch Liaporfit entdeckt, was ich interessant finde) einfacher zu realisieren vor. Über eine entsprechende Richtlatte und Meterrisse sollte das ja eigentlich möglich sein.
Ich würde eine PE-Folie auf die Beton verlegen und diese bis zum Rand hochziehen.

Johannes Walter



Fließestrich



Wenn’s richtig gemacht wird füllt Fließestrich nur Vertiefungen aus.

Bei so geringen Unterschieden würde ich Spachtelmassen verwenden und ggf mit langer Richtlatte glattziehen,
wobei es auch genügen kann, Vertiefungen zB mit 2mm Kork auszulegen.
Spachtelmassen oä müssen bei so einem Aufbau nicht bis auf Null jede Unebenheit ausfüllen.

Die Holzfaserplatten gleichen auch etwas aus und 40 mm Holzlatten biegen sich nicht in jede Vertiefung hinein, ggf können die unterlegt werden.

Bei so großen Flächen sind derart geringe Unebenheiten nicht feststellbar.

Andreas Teich