Holzverklebung auf Heißasphalt?

15.01.2018



Grüß Gott,

wir haben ein 400 Jahre altes Haus. In der Küche wurde vor 25 Jahren wurde in der großen Küche Heißasphalt verlegt und mit Fließen beklebt. Passt alles wunderbar, aber die Fließen gefallen meiner Tochter nicht. Wir haben die Fließen entfernt und tragen uns mit der Absicht Massivholz Eiche 15 mm auf dem Heißasphalt zu verkleben. Die Eiche ist vom Hersteller für die Verklebung auf Estrichen freigegeben. Aber Heißasphalt ist je nun doch etwas anderes. Kann da jemand fachlich und kompetent auskunft geben?

Besten Dank im Voraus



Parkett auf Gußasphalt verlegen



Hallo Karl
Sofern der Gußaspalt bei der Verlegung nach Vorschrift abgesandet wurde gibt es keine speziellen Probleme.
Wenn der Boden nicht (mehr) griffig genug ist müssen Grundierungen für nicht saugfähige Böden aufgetragen werden,
zB PU- Grundierungen, anschließend entsprechende, flexible Kleber verwenden.
Markenprodukte auswählen- nichts aus üblichen Baumärkten.

Dabei jeweils Grundierung und Kleber nach Herstellervorschrift verwenden und im System bleiben.
Vorher Ebenheit des Untergrundes prüfen und ggf. den Boden spachteln.

Wenn es die Aufbauhöhe zuläßt können Holzdielen auf Lattung geschraubt werden,
wobei zusätzlich die Zwischenräume gedämmt werden können.

Alternativ: für die Lattung Schlitze in den Boden Fräsen und die Lattung einlegen.

Andreas Teich



Das...



...sollten Sie besser überlesen, was der Herr T. da schieb... Fußboden ist nicht so sein's...

Die Schlitzfräsung läuft unter Vollpfusch. Sollten Sie viel Aufbauhöhe zur Verfügung haben, könnte Unterbau und Eiche auf dem Gußasphalt eingebaut werden.

In allen anderen Fällen:

Diese Arbeiten sind ein Job für einen Fachbetrieb,bei allen Respekt vor Ihrem Können.

Der wird sich möglicherweise entschließen, nach einer geeigneten Reinigung des Gußasphaltes mit einer 2K Epoxydharzgrundierung zu arbeiten, die frisch eingesandet werden muss. Darauf kann geklebt werden.

Alternativ: Eine Dreischichtdiele könnte schwimmend verlegt werden, wenn der Untergrund hinreichend eben ist oder geebnet wird.

Grüße

Thomas





Hallo Thomas,

selbst mache ich das selbstverständlich nicht. Ich bin zwar Holzhändler aber kein . Handwerker. Es war vorgesehen den Asphalt wie du es beschrieben hast zu behandeln und dann die speziell getrockneten Massivdielen mit 15 mm Stärke mit einem elastischen Kleber verlegen. Diese Dielen sind vom österreichischen Hersteller zur Verklebung auf Asphalt freigegeben und mit Dehnungsfuge darf das Massivholz ruhig auch ein wenig arbeiten.

Herzlichen Dank für Eure Mühe
Gruß
Karl



Parkett auf Gußasphalt



Ob Fußboden nicht so meins ist läßt sich unbekannterweise wohl kaum beurteilen- nach x-tausenden qm von verlegten und sanierten Holzböden aber eine möglicherweise etwas zweifelhafte Einschätzung.

Die PU-Grundierung natürlich nur auf vorher gespachtelte Flächen (zwischen Schicht 2 und 3 auf dem Bild), dann den PU-Kleber- immer im System bleiben.
Epoxi-Grundierung zuerst auf den Gußasphalt(und bei Rissen ggf Wellverbinder in Epoxi einlegen) und absanden-
dann ggf die Spachtelung.

Spachtelung ist bei größeren Unebenheiten notwendig und eher wahrscheinlich bei Dielenbelägen (gegenüber kleinteiligen Parkettstäben).

Parkettverleger sollten ohnehin wissen wie es geht-
trotzdem gibts genug Schadensfälle-
vermehrt seit der Meisterzwang gefallen ist.

Eichendielen sind zumindest viel unproblematischer als andere Holzarten.
Statt lackierten Oberflächen besser Fußbodenöle verwenden.

Schlitze fräsen für die Traglattung ist keineswegs Pfusch, sondern notwendig, wenn die Aufbauhöhe und Verwendung von Dielen keine andere Möglichkeit zuläßt.
Nicht jeder liebt die für solche Fälle vorgesehenen Kleber.

Ob sich der Aufwand lohnt ist eine andere Frage.

Andreas Teich



Geil, Andy T. ...



Da haben Sie x-Tausende m² Holz meisterhaft verlegt und / oder (vermutlich beides, nacheinander :-) saniert, und haben außerdem vermutlich jeweils x-Hunderte Gebäude energetisch beraten, geplant, bauberaten, begutachtet und sind außerdem auch noch ein Vollbluttischler, dem kein Hobelspan fremd ist. Respekt. Ganz schön in die Breite gegangen :-)

Das erinnert mich an einen exzellenten jüdischen Witz:

Kommt der Tod zu einem Anwalt. Dieser jammert: "Tod, Du kommst zu früh, ich bin doch erst 35 Jahre alt." Darauf der Tod: Nicht nach den Stunden, die Du Deinen Mandanten in Rechnung gestellt hast".

Ich muß Sie nicht persönlich kennen, ich bewerte Ihre Beiträge. Da ist weit mehr (oft Wortreich-inhaltsarmes, Unvollständiges oder auch zuweilen gar Falsches) zu lesen, als Sie aller Wahrscheinlichkeit nach ausgeführt haben oder zumindest fundiert bewerten können.

Vielleicht beschreiben Sie 'mal detailliert, wie ein Laie Ihrer Meinung nach Schlitze in Gussasphalt fräsen soll. Ohne sich gar über die Funktion des Gussasphaltes am Einbauort Gedanken zu machen.

Haben Sie auch ein Abrissunternehmen? Das würde vielleicht eine schöne Abrundung sein.

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