Holztore reparieren und mit neuen Schlössern absichern

05.11.2018 Marco



Hallo in die Runde;

seit einer geraumen Zeit, bin ich Besitzer einer alten Schmiede. Langsam komme ich mit den Arbeiten voran und nun soll es an die alten Holztore gehen.

Wie auf den Fotos zu sehen ist, ist die Außenseite stark in die Jahre gekommen und das innere Holz sieht noch recht gut aus.

Nun möchte ich die äußere Schicht gern mit neuen Holz versehen.
Da habe ich durch das Forum gelernt, dass hier Lärchenholz am besten geeignet ist und wenn dann nur mit Öl behandelt werden sollte. Richtig?
Sollte ich die Bretter wieder Nageln, oder kann ich sie auch Schrauben?

Außerdem würde ich gern die Tore besser absichern. Derzeit existiert nur ein ca 20cm langer Bartschlüssel.
Dieser endet in einem Kastenschloss, der Riegel wird einfach hinter das Holz des anderen Tores geschoben
Perspektivisch sollen auch mal Werkzeuge und ähnliches gelagert werden, somit wäre ein vernünftiger Schließzylinder schon erstrebenswert. Auf den Erhalt des Kastenschlosses lege ich keinen Wert.

Die Maße der Tore sind 2,5m x 2,5m und ca 7,5cm dick

Denkmalschutz besteht zum Glück nicht.

Hier noch ein Bild von Innen

Ich freue mich auf wertvolle Tipps und Hinweise



Tor von außen



Hier noch ein Bild von außen, leider in sehr schlechter Qualität. Bei Bedarf kann ich gern noch ein neues machen, wenn ich das nächste Mal auf der Baustelle bin.



Tore überarbeiten



Lärchenholz geölt ist eine gute Wahl, es kann auch geschraubt werden. (Besteht Denkmalschutz?) Bezüglich des Kastenschlosses: Ich vermute, die modernen Einbrecher haben mit einem Schließzylinder weniger Probleme als mit einem 20 cm langen Bartschlüssel. Wichtig ist das Verwenden von Schloßschrauben und das Tor muß gut in die Laibung einlaufen, damit es nicht ausgehebelt werden kann.



Holztor



Hi Marco
ich habe vor kurzer Zeit mal einen Tip zum Thema Holztor hier im Forum bekommen, den gebe ich einfach weiter :

http://delibra.bg.polsl.pl/Content/35494/BCPS_39554_1942_Holzturen-und-Holzto.pdf
(Ich würde gerne zitieren von wem - ist aber im Originalthread https://www.fachwerk.de/fachwerkhaus/wissen/torverrriegelung-278272.html nicht sichtbar



Wenns jetzt genagelt ist kann man recht einfach die Sichtseiten austauschen (Mittellage intakt?)
IMHO ist aber der Mehraufwand das ganze Ding komplett neu zu bauen nur gering und Du hast Ruhe auf unbestimmte Zeit...
Lärche ist absolut geeignet für ein solches Tor, verschrauben würde ich den Vorrang zum nageln geben, Endbeschichtung/Öl nach gusto bzw etwaigen Vorgaben, Bänder und Beschläge sind kniffelig auszurichten wenn Tor neu aber alte Kloben/Bänder weiterbestehen sollen (verstellbare Kloben sind echt toll ;) ) aber wer ne Schmiede hat benutzt sie in der Regel auch!

Ich würde an Deiner Stelle eine neu Tür konzipieren und dabei das Augenmerk auf den Wunsch zur Abschliesbarkeit - dann gibts definierte Maße nach denen man Schließzylinder/Bolzenlängen auswählt
(auch hier kam ein Tip : Jimmy Direstas neue Scheune/Tor : https://www.youtube.com/watch?v=W7NsrWBV6yU )

Rahmenbedingungen beachten (Denkmalschutz, Mauerwerk/Tragfähigkeit intakt?, Versicherung bei gewerblichem Zugang?, Bewitterung/Wasserführung/Spritzwasser, Gesamtansicht im Bestand etc.pp.)


Glückauf
ole



Zum Glück kein Denkmalschutz



Besten Dank für die Resonanzen.

Zum Glück existiert kein Denkmalschutz auf dem Gebäude.
Von der Schmiede ist im Innenleben nur noch eine übergroße Drehmaschine übrig gebliebenen und ich bin auch maximal Hobbyschlosser, aber wir schweifen ab..
Ich kann leider noch nicht sagen, wie es um die Mittellage steht. Mein Plan war es als nächstes mal die Tür auszuhängen und die äußere Holzschicht zu entfernen und zu ersetzen. Das ganze soll in Eigenregie erfolgen. Ein komplettes neues Tor hingegen, traue ich mir dann doch nicht zu und somit würden die Kosten wohl explodieren..

Ich werde mir gleich mal die Links von dir ansehen ole.



Welches Holz ist jetzt vorhanden?



Ich denke du machst dir keinen Gefallen, wenn du einen Teil mit irgendeinem Holz instandsetzest.
Daher würde ich schauen was jetzt und wie lange schon vorhanden ist.
Auch sind die heutigen Hilfmittel so gut, auch ein Weichholz über Einjahrhundert zu bringen, es kommt auf die Pflege an.
Man kann nicht pauschal schreiben, dies oder jenes ist die ideale Lösung.

Klaus



Klasse Ole



Diese PDF ist Wahnsinn, nach so etwas habe ich auch gesucht. Danke! Bezüglich des Themas würde ich folgendes vorschlagen, da ich vor dem gleichen Projekt stehe - Ich möchte bzw. komme nicht drum rum die Tore neu nachzubauen weil das Holz einfach komplett anfängt zu zerfallen:
Stahlkonstruktion bauen und Kömapan-Platten schön aufschrauben. Für immer Ruhe. Kein Streichen, lediglich mal alle 3 Jahre oder bei Bedarf absprühen... Hat den Vorteil dass es leichter und Witterungsbeständig ohne Streichen ist...



Wie bekomme ich das raus?



Hallo Klaus,

leider kann ich dir nicht sagen, was für Holz verwendet wurde.
Oder meinst du mit welchem Holz ich die Tür probieren will? Dafür hätte ich jetzt auch schon Lärchenholz eingekauft.

Beste Grüße,
Marco



Holzart



diese zu erkennen ist eigentlich einfach.
An der Masserung und der Struktur kann man das erkennen.
Wenn du schon neues Holz gekauft hast, dann ist das auch gut, doch wenn Innen- und Aussenteil verschiedene Hölzer sind, dann ist auch die Temperatur und Feuchtigkeit ein Kriterium.
Ich wünsche dir, dass es klappt.

Klaus



Ist es Esche?



Länger war es hier ruhig, doch gestern konnte ich mich mal wieder ein paar Minuten mit den Toren beschäftigen.
Vielleicht hatte ich mich unglücklich ausgedrückt, ich habe noch kein Holz gekauft.

Innen habe ich mal an einer Stelle ein wenig geschliffen, leider war ich da etwas halbherzig, war auch schon wieder nach 20 Uhr, bevor ich überhaupt draußen war...
Ich würde meinen, dass es am meisten nach Esche aussieht, oder was meint ihr?
Auf die Farbe würde ich nicht zuviel geben, da es bei Kunstlicht (Leuchtstoffröhren Warmweiß) fotografiert wurde und ich meinem Handy beim Weißabgleich dann doch nicht soviel zutraue.
Beste Grüße,
Marco