Holztor zimmern, Tips/Erfahrungen/Literatur gesucht

21.07.2017 zultan32



Hallo Leute,
Ich möchte mein Hoftor unbekannten Alters ersetzen.
Das Tor ist komplett aus Holz und ist einseitig an der Wand aufgehangen. Die Maße sind 2,80 x 2,10.
Ziel ist es dass das neue Tor sich von außen mit Schlüssel öffnen lässt. Ich dachte mir dass das Schloss z.B. eine Verriegelungsstange (welche das Tor im Boden fixiert) freigibt, und man diese dann noch oben ziehen kann.

Gerne würde ich die Konstruktion beibehalten, und das Tor nur an einer Seite aufhängen. Ich habe aber gelesen dass bei Toren dieseer Größe der zweiflügelige Aufbau wohl empfehlenswerter Wäre. Ich könnte mir aber auch vorstellen an der linken Seite des Tores ein Stützrad anzubringen oder aber das Tor mit einem Seil zu unterstützen.

Ich hab im Internet mal etwas rechechiert, konnte aber zum Torbau keine Literatur finden.

Gerne würde ich die alten Aufhängungen wieder benutzen, aber da stelle ich mir die Frage wie bekomme ich ihn zwischen die zwei Metallhalterungen.

Für Tips / Anregungen / Kritik bin ich dankbar.

Weitere Bilder gibt es hier
https://www.dropbox.com/sh/kd7sfae6bn6k9ss/AADUUnVEoxPtr3Iz1UIHn5JDa?dl=0



Hoftor



Wie oft wird das Tor benutzt?
Nur fußläufig oder auch per PKW o.ä.?





Das Tor wird nur ab und an für den PKW benutzt, da es noch einen zweiten Zugang gibt. In Zukunft möchte ich allerdings meine Mopedsammlung in der hinteren Scheune aufbewahren, und somit würde ich dann wahrscheinlich das Tor öfters nutzen.
Gruß Till



Selbstbau mit Klemmprinzip



Hallo,
vor ein paar Jahren ist unser originales Hoftor - nachdem Lothar es mehrere Meter durch die Luft befördert hatte - letztendlich fast auseinandergefallen und musste ersetzt werden. Das ging recht schnell und unproblematisch: Douglasienpanele 2m lang gekauft. Die schmiedeeisernen Querriegel mit Hammerschlaglack neu gestrichen (unglaublich wie das heutzutage hält) und dann neu aufgebaut. Dabei war das größte Problem für mich, wie ich den Anfang mache. Ein Freund hat mir dann den Trick verraten: mit zwei langen Schraubzwingen die Querriegel in gewünschter Stellung zusammenquetschen und dann gleich die ersten Panele von der Mitte aus aufschrauben.
In einem Buch zu Holzkonstruktionen habe ich davor noch gelesen, dass der Z-Rahmen für jedes Teil in der Diagonale mindestens 60 Grad Steigung braucht, damit er den Druck auf das untere Lager ableiten kann. Das alte Tor hatte die Z-Diagonale über die ganzen Hälfte des Tores und hing entsprechend in der Mitte nach unten.
Der Verschluss ist ganz einfach im Baumarkt zu kaufen und hält keinen großen Winddruck aus ohne Verstärkung. Geöffnet wird das Tor, indem die übereinandergeklemmten Querriegel auseinandergezogen werden. Eine Stange im Boden gibt es nicht. Die Flügel müssen vorsichtshalber an den Seiten beim Öffnen eingehakt werden, sonst haut der Wind sie gegen ein Auto.
Wenn ich das Tor neu machen würde, würde ich für die Querbalken Eichenholz nehmen. Und das Holz VOR dem Einbau bereits imprägnieren und lasieren. Beim ersten Regen wurden ca. 20 cm unten gleich dunkel gefärbt.

Ein automatisches Tor wäre praktisch gewesen, aber hätte wohl unsere Katzenbuckelpflasterung gekostet...
Zeit: Holzarbeiten grob einen Tag. Verschraubungen, Lasieren etc. 2 Tage. Oben auf den Profilen sitzt ein einfaches Douglasienkantholz das ausgefräst wurde in Panelstärke und Eindringen von Wasser verhindert. Das Klemmprinzip ist scheinbar in Südbaden verbreitet. Ich fand es am Anfang komisch und evtl. anfällig, aber bis jetzt funktioniert alles noch. Wenn man das Tor nicht jede Stunde aufmachen muss, passt es auch von der Bequemlichkeit.

Viele Grüsse,
Walter



Hoftor



Dann ein feststellbarer Flügel der nur bei Bedarf geöffnet wird und eine Tür. Das macht ein Tischler oder Zimmerer oder Schlosser.
Bei ständiger PKW- Nutzung zweiflügelig mit Öffnungsantrieb und Fernbedienung.
Billigvoriante:
Einen Gartenzaun mit passender Tür setzen, Teile gibt es fertig beim Fachhändler oder im Baumarkt.
Noch einfacher: Zaunteil setzen, den Haupteingang mit benutzen.