Holzstakendecke grundieren?

03.06.2014 KIKI



Hallo,
Ich baue zur Zeit eine Scheune zum Feierraum um.
Die Decke besteht aus sehr gut erhaltenen Balken in
ca. 1m Abständen.
Zwischen den Balken sind Holzstaken bzw. Bretter.
Die Fächer sind darüber mit einen Lehm-/Strohgemisch
aufgefüllt.
Ich möchte die Decke so lassen, da es optisch wirklich
toll aussieht. Das einzige was Probleme bereiten könnte
ist der Lehm der durch die Staken Zwischenräume rieseln
könnte.
Kann man da etwas aufbringen was den Lehm festigt
oder verklebt und die Holzoptik nicht zerstört?



Nein



... Punkt.



Guten abend,



man könnte eventuell Deckleisten / Bretter über die Brettstöße schrauben. (z.B. wie bei einer Deckelschalung)

Mit Grüßen vom Eichsfeld ins Eichsfeld
Danilo



Lösungsvorschlag



Diffusionsoffenen Rieselschutz (Folie/Papier) antackern und dann von unten gegen die alten Schwarten neu verbrettern, quer dazu, also parallel zu den Balken, können dann auch wieder Schwarten sein...
Oder auch parallel, mit versetzten Fugen...



Leinöl



Ich würde Leinöl nehmen und damit das Holz und auch die Zwischenräume Streichen. Holz- und Lehmkonservierung in einem Schritt. Einfach mal an einer Ecke testen.
Mit freundlichem Gruß
M. Schmidt





Danke für die Vorschläge!
An Leinöl hatte ich auch gedacht. Gibt es da eine
Bestimmte Art, die sich für diesen Zweck anbieten würde?
Kann man Leinöl auch durch Spritzen auftragen?
Über Kopf streichen macht bei ca. 40qm keinen Sinn. ;-)



eher nicht



Leinöl muß man auf Grund seiner Konsistenz in die Fläche ein arbeiten, nicht mit Firnis verwechseln. Ich glaube, die Deckelschalung wäre eine gute Kombination, denn da braucht man nicht noch in die Ritzen.
Mit freundlichem Gruß
M. Schmidt





Ich hatte das gleiche Problem und auch die Hoffnung, das ließe sich von unten rieselfrei gestalten.

Das wird nix!

Das Einstreichen mit Leinöl(firnis) hat lediglich die Erkenntnis gebracht, das man das Überkopf nicht ein zweites mal machen möchte, Leinölfirnis schmeckt auch nicht so gut und geht aus den Haaren nur widerwillig raus.

Ich habe schließlich die Auflagen vom Blindboden teilweise abgenommen, so dass man die Bretter herausnehmen konnte,
Habe dann den Lehmschlag, der einem ja dann entgegenkommt, entsorgt (650 kg), abschnittweise von unten eine Riselschutz angebracht und die nun frisch geölten Bretter wieder eingebaut.

Auch eine Arbeit, die ich nicht nochmal machen würde.
(ging aber nicht anders, weil die Decke darüber zum Dachboden schon mit HWF uns Rauspund belegt war) ist.

Das Ergebnis ist aber beeindruckend!

daher mein Rat: solange die Decke von oben irgendwie zu erreichen ist, abschnittsweise Vorgehen:
Aufnehmen der Füllung (zueletzt Staubsauger), Einbringen eines Rieselschutzes und wieder Einbau der Füllung.

Das dürfte auch nicht mehr Arbeit sein als alle Fugen mit Leisten zu verblenden.
Die schiefen Schwarten sehen auch nicht so aus, als ob sich das mit einer glatt gehobelten Leiste lösen ließe, da werden immer noch Ritzen bleiben.

Gruß

GE