Holzständer-Wand mit Sichtbalken - Verputzen

04.01.2018 JMenger


Holzständer-Wand mit Sichtbalken - Verputzen

Hallo zusammen,

Wir haben eine alte Scheune erworben, die wir nun nach und nach in ein Wohnhaus umbauen möchten. Im Innenbereich gibt es mehrere Zimmer, deren Wände sichtbare Balken bekommen. Die Vorbesitzer haben hier bereits einige Vorarbeiten gemacht, die ganz gut zu sein scheinen. Noch fehlen mir aber die detaillierten Fachkenntnisse.
Die Innenwände haben meist 12cm KVH mit beidseitiger OSB- und Fermacellbeplankung. Die sichtbaren Balken sind meist mit einem PE-Band getrennt von den Fermacellplatten.

Sehe ich es richtig, dass der Aufbau soweit schonmal korrekt ist? Dann würde ich das auch für die restlichen Wände auch vornehmen bei den Sichtbalken.

Wir würden die Wände Gerne mit einem Kalkputz versehen wollen. Was wären hier dann im Nachgang die nächsten Schritte um einen sauberen Anschluss zum Holz hinzubekommen? Nach welchem Schritt schneidet man dann die PE-Streifen ab? Das kann ich irgendwie noch keiner "Anleitung" entnehmen.

Und nur vorweg: das die Platten auf dem Bild zu nah am Rand befestigt wurden, ist mir schon aufgefallen. Werden wir dann anders machen.

Viele Grüße Julian



Innenwände



Bei dieser Bauart sollten Sie keinen besonderen Wert auf Schallschutz legen.



Dämmung ist auch nicht das Thema



Das Thema Dämmung/Schallschutz ist hier auch nicht das Problem. Dies ist gut gelöst mit einer Cellulose Dämmung. Teilweise wurden die Wände auch ausgemauert mit Lehm.



Schallschutz



Bei durchgehenden Fugen ist es egal mit was die Fächer gefüllt sind.



angetackerte platten?



mag ja heute gängige praxis sein das man so arbeitet, aber in meinen augen is das fusch die platten nur zu tackern.
gehen die schaumstreifen zum balken hin komplett durch oder sind das doppelt geplankte platten? ich wäre mit den platten an die balken ran gegangen und hätte die restfuge dann gespachtelt.





Hallo Julian, die verwendeten Trennstreifen werden üblicherweise als Dichtung gegen Hohlstellen zwischen Bauteilen verwendet, wodurch man einen besseren Schallschutz erreicht. Bevor die GF-Platten weiter beschichtet werden (Putze nicht dicker als 4 mm !), schneidet man zuerst die Trennstreifen mit der Platte bündig ab, dann klebt man ein Klebeband (z.B. Kreppband , Malerabdeckband o.ä.) auf die sichtbar bleibenden Bauteile wie das Holz und nimmt diese gleich nach der Beschichtung, wenn diese noch weich genug ist, wieder ab.Ggf ist ein feiner Kellen- oder Messerschnitt am Anschluss zwischen Putz und Holz anzulegen. Für einen Anstrich nach dem Kalk- oder Lehmputz klebt man ein neues Klebeband und nimmt es gleich nach dem Anstrich wieder ab. Das verhindert Abrisse und unsaubere Kanten.
Für die Putzbeschichtung die Herstellerangaben beachten, Haftgrund nicht vergessen und die Fugen entsprechend ihrer Ausführung (Klebefuge, Spachtelfuge...) behandeln. Dazu gibt es die entsprechenden Arbeitsblätter der GFP-Hersteller.



Pfusch?



Die Fermacellplatten sind nur einlagig. Warum das Tackern Pfusch sein soll, verstehe ich nicht und sehe ich nicht so. Mir geht es jetzt insbesondere über die nächsten Schritte bzgl dem verputzen. Kann mir da jemand ein paar Hinweise Geben? Viele Grüße



Trennstreifen



Als wir heute die Säcke für die HAGA Spachtelmasse abgeholt haben, meinte der Verkäufer, dass wir die Trennstreifen erst im Schritt nach dem verspachteln entfernen sollten und dann Acryl und dann abschließend den deckputz aufbringen sollten. Jetzt bin ich sehr irritiert. Gibt es noch andere Meinungen hier?



Acryl?



Mit einer Haarfuge solltet Ihr leben können. Dann kann das Acryl vollständig in Wegfall geraten...

Grüße

Thomas