Holzschutzmittel




In unserem Haus (Baujahr 1958) wollen wir das Dachgeschoss ausbauen. 2 Kinderzimmer und ein Bad sollen entstehen. Das Dach ist im April neu eingedeckt worden. Im Zuge dessen wurde uns empfohlen den alten Dachstuhl vor dem Dämmen, dem Befestigen einer Dampfbremse und Verkleiden mit Wandheizungselementen sowie GKP mit einem borathaltigem Holzschutzmittel zu besprühen. Auch die Sparren der Zwischendecke sollen wir an den Stellen, wo wir die alte Dielung aufnehmen mussten, behandeln, da dort alte Fraßstellen gesichtet wurden.

Ist das wirklich notwendig?

Die Balken wurden doch sicher bei der Errichtung des Hauses mit einer Chemiekeule behandelt, die eh noch ausdünstet und damit für mich eher ein Problem darstellt, als ein möglicher Insekten- oder Pilzbefall.
Die Balken sind trocken und weisen keinen sichtbaren Pilzbefall auf. Es gibt auch keinen Hinweis auf derzeitigen Insektenbefall.

Können wir auf das Einsprühen verzichten? Wenn nicht, welches Mittel ist bedenkenlos einsetzbar?

LG Nane



Sprühnebel



Hallo Nane

In deinem Fall besteht die grundsätzliche Frage:
Liegt hier ein aktiver Befall durch Holzschädlinge vor?
Diese Frage ist selbst für mich als ein auf Holzschutz spezialisierter Sachverständiger nicht immer einfach zu beantworten aber unbedingte Vorrausetzung um die weitere Vorgehensweise zu klären. Allerdings erscheint mir bei einem aktiven Befall die vorgeschlagene Behandlung nicht ausreichend. Wer hat denn nun die Maßnahme vorgeschlagen? Welche Spuren haben ihn dazu veranlasst? Fotos??

Wenn es nur um eine vorbeugende Behandlung gehen sollte, ist dies angesichts des geplanten Dachausbaues nach meiner Ansicht nicht nötig. Ob das Haus einmal mit einer "Chemiekeule" geschlagen wurde, solltest du allerdings aus Gesundheitsgründen überprüfen lassen.

Mit besten Grüßen

L.Parisek