Holzschädlinge in vielen Bereichen des Hauses




Hallo zusammen,
meie Frau und ich haben uns in ein wirklich schönes haus verliebt und haben es, wohl wissend, dass es viel Arbeit ist gekauft. Bei der Herrichtung des Kinderzimmers ist uns dann Schädlingsbefall in einem verkleideten Balken des alten Fachwerks aufgefallen. Wir haben dann weitere Balken kontrolliert und mussten feststellen, der Befall sehr stark ist. Ein Zimmermann sagte, das noch keine statische Beeinträchtigung, aber Handlungsbedarf besteht. Da wir nichtmal einen groben Überblick über sinnvolle Möglichkeiten und vor allem die Kosten haben, sind wir entsprechend angespannt und schlaflos... weiß vielleicht jemand was eine thermische Behandlung kosten kann ? Uns reicht eine grobe Richtung zur Beruhigung der Nerven...

Danke im Voraus!

Phile



Eine...



genauere Benennung des Schädlings wäre schon ganz hilfreich; im übrigen gibt es dafür Holzschutzsachverständige. Am besten sind die, die keine eigene Zimmereifirma hintendran hängen haben.

Grüße

Thomas



Vielleicht...



lockt Ihr Ulrich Arnold 'mal in Euer Heim?

http://www.bauplanungsbuero-arnold.de/index2.html

Das kann Euch viel Geld sparen, gerade beim Holzschutz sind auch Firmen unterwegs, die richtig absahnen wollen. Ich hatte unlängst einen Fall, wo sich die Schadenssumme auf ein fünfzigstel reduziert hatte, nachdem der "optisch einwandfrei" als Echter Hausschwamm identifizierte Besucher im Labor zum Braunen Kellerschwamm "schrumpfte".

Grüße

Thomas



Gründliches



Liebe Familie Lefevre

Kann mich der Empfehlung von Thomas nur anschließen, ind diesem Fall einen qualifizierten Holzschutzsachverständigen zu kontaktieren.
Die Empfehlung des Kollegen Böhme, Herrn Dipl. Ing U. Arnold zu kontaktieren, ist bestimmt eine gute Wahl

Gruß
L. Parisek





Hallo Thomas,

wir hatten schon einen Sachverständigen vor Ort. Der kam von der Firma Preventa. Da wir uns zum ersten Mal mit diesem offensichtlich doch sehr komplexen Thema befassen müssen wissen wir nicht so richtig wer kompetent ist und nicht nur versucht uns über den Tisch zu ziehen. Der Sachverständige war kostenneutral... Die anderen nehmen sicherlich um die 70-120 Eur Stundenlohn... Ich weiß langsam nicht mehr weiter.



Geiz...



...ist nicht geil, sondern teuer.

Sie hatte da keinen Sachverständigen im engeren Sinne bei sich. Sondern den Vertreter einer Firma, die Schädlingsbekämpfungsleistungen anbietet. Sie werden also vermutlich ein Angebot bekommen. Da dieses Angebot die Situation in Ihrem Haus wohl kaum umfangreich oder gar vollständig erfasst, ist völlig belanglos, wie hoch das Angebot ausfällt. Es kann leicht sein, daß zusätzliche Leistungen ("das haben wir nicht gesehen...")ein Mehrfaches des Angebotspreises ausmachen können.

Ein unabhängiger SV wird genauer hinsehen, den Leistungsumfang beschreiben, die Ausführung kontrollieren und Ihnen oft auch gute und realistisch abrechnende Unternehmen Ihrer Umgebung benennen können. Und dafür bezahlen Sie ihn. Ihre Chancen, die erforderliche Ausführungsqualität einzukaufen, steigen dadurch immens. Ihre Gesamtkosten werden gleichzeitig sinken.

Damit behaupte ich nicht, daß immer ein SV zwischen Handwerksbetrieb und Bauherren tätig werden muss. Sie können auch Glück haben - und besonders oft dann, wenn der Chef persönlich greifbar ist und Sie mit Kompetenz und Kundennähe überzeugt. Bei einem Überregional agierenden Unternehmen mit vielen Filialen ist davon nicht unbedingt auszugehen. Es ist aber real doch so, daß Sie von der Sache nichts verstehen. Und gerade in Baubereichen wie Schädlingsbekämpfung oder Trockenlegung gibt es eben auch viele Firmen, die aufgrund des ja vorhandenen Angstpotentials beim Kunden etwas höher in die Sache einsteigen, als es erforderlich wäre. Das basiert auf eigenen Erfahrungen.

Googeln Sie doch mal den Firmennamen. Wenn Sie dann das Gleiche wie ich finden, sind Sie ein Stück weiter.

Grüße

Thomas





Ich habe Herrn Arnold bereits Kontaktiert, leider hatte ich nur die Mailbox dran. Ich bleibe aber am Ball. Der Gute Mann der Fa. Preventa ließ eine Visitenkarte da, die ihn als Sachverständigen auswies. Er wirkte auf auch sehr kompetent. Die Aussagen, dass der Befall in den meisten Fällen schon alt und somit nicht zu behandeln sei und das alles gar nicht so schlimm ist beruhigten mich zwar erst mal, machten mich dann aber auch stutzig. Ich muss mich Ihrer Meinung zum Thema günstig anbieten und dann abräumen leider anschließen.

Es bleibt alles ein Zitterpartie



"Sachverständiger"



Der Begriff "Sachverständiger sollte hier doch noch einmal kurz geklärt werden:

"Die Bezeichnung „Sachverständiger“ ist in Deutschland, Liechtenstein und Österreich nicht geschützt. Jeder darf sich „Sachverständiger“ nennen. Die irreführende Verwendung des Begriffs kann als könnte unter Umständen aber auch als unlauterer Wettbewerb qualifiziert werden. Dies ist dann anzunehmen, wenn eine entsprechende Fachausbildung, sowie mehrjährige fachbezogene Berufspraxis nicht nachgewiesen werden können, damit aber geworben wird.

Im Gegensatz zur allgemeinen Bezeichnung „Sachverständiger“ ist die Bezeichnung „öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger“ (Abkürzung: ö. b. u. v.) nach § 132a StGB gesetzlich geschützt. Die missbräuchliche Verwendung dieses Titels ist strafbar.

Öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige gibt es ausschließlich in Deutschland.

Die Grundpflichten eines öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen sind Objektivität, Unparteilichkeit und Weisungsfreiheit. Hierauf muss er einen Eid leisten. Ein Verstoß gegen diese Pflichten stellt einen Straftatbestand dar.

Die Grundpflichten zur Gutachtenerstattung eines ö. b. u. v. -Sachverständigen ergeben sich aus der Sachverständigenordnung und gelten nicht nur gegenüber Gerichten, sondern auch gegenüber dem privaten Auftraggeber."


Eine "Zitterpartie" wird es also nur, wenn Empfehlungen einen bestimmten eigennützigen Zweck des "Sachverständigen" folgen. Einem ö.b.u.v. Sachverständigen ist es übrigens auch untersagt auf Basis einer Stellungnahme eine Ausführungsleistung zur Beseitigung eines darin festgestellten Mangels anzubieten

Gruß
L.Parisek



Visitenkarte



Auf der Visitenkarte steht ebenfalls, dass er private und auch gerichtliche Gutachten verfasst. Wie ist das dann zu verstehen? Ist das schon unlauterer Wettbewerb?



Sachverständigenwesen



Noch einmal kurz zur Sachverständigenstruktur in Deutschland.

Wie bereits dargestellt, gibt es den ungeschützten Begriff "Sachverständiger" der aber trotzdem von einem gehobenen Sachverstand getragen sein muß. Nach der allgemeinen Definition darf sich also jeder "Sachverständiger" nennen, der in der Lage ist, den "Nachweis der besonderen Sachkunde" zu führen.
Im Gegensatz zur allgemeinen Bezeichnung „Sachverständiger“ ist dagegen die Bezeichnung „öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger“ (Abkürzung: ö. b. u. v.), wie bereits vorher geschrieben, gesetzlich geschützt.
Bei Gerichtsverfahren werden freie Sachverständige grundsätzlich sehr selten beauftragt; in gerichtlichen Verfahren werden im Regelfall öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige nach Zivilprozessordnung ZPO bevorzugt beauftragt.
Allerdings lässt sich die angeführte Formulierung "gerichtliche Gutachten" bei großzügiger Auslegung auch so verstehen, dass hier missverständlicherweise ein "Privatgutachten" in einem gerichtlich anhängenden Streitfall vorgelegt wird.

Da eine Vermengung von Auftragsaquirierung und gutachterliche Stellungnahme nach Sachverständigenrecht nicht zulässig ist, gehe ich im vorliegenden Fall von einem nicht ö.b.u.v. Sachverständigen aus. Ein Verstoß gegen das Sachverständigenrecht kann nämlich zum Entzug der Bestellung führen und ist im Extremfall ein Straftatsbestand.

Entscheidend ist übrigens auch für welchen Fachbereich die Bestellung gilt, diese ist bei einer Stellungnahme klar wiederzugeben.

Mit besten Grüßen

L. Parisek



DANKE !



für die vielen Empfehlungen und Ratschläge! Wir hatten heute Herrn Dipl. Ing U. Arnold in unserem Haus. Wir sind glücklich diesem Ratschlag gefolgt zu sein. Er hat sich wirklich ausgiebig mit den Dingen befasst und konkrete Lösungswege aufgezeigt. Wir haben unsere Motivation zurück und können die Dinge, zwar langsam, aber stetig angehen und einen sicherlich Wunderbaren Wohnraum zaubern.

Herzlichen Dank nochmal an alle Beitragsverfasser!

Philippe