Luftdichte Gebäudehülle nach DIN 4108-7 bei einem neue Holzskeletthaus

29.04.2005



Wer kann mir sagen wie mann bei einem neuen Holzskeletthaus
mit sichtbarer Tragkonstruktion von Innen und Außen die geforderte Luftdichtigheit ausführt. Für die Gefache siehe ich keine Probleme aber was ist mit den Fugen bei den Pfosten und Pfetten.Das ganze Haus soll in Holzrahmenbaustil
gebaut werden mit einer aüßeren Putzfassade zwischen den Pfosten und Schwellen. Das Haus sollte eine Blower Door - Messung bestehen.



Holzskelettbau oder Holzrahmenbau?



Welcher Wert ist gefordert? 3,0; 1,5; 1,0; 0,6 ... hier sind natürlich auch noch Unterschiede.
Gute Werte beim Blower-Door und eine funktionierende Bauphysik sind nur mit einer durchgängigen Ebene zu erreichen. Die Abdichtung von Verbindungen im Holzwerk halte ich nicht für möglich.
Was sagt der Sachverständige für Schall- und Wärmeschutz dazu?





Sehr geehrter Herr Heim
Da es sich um ein Gebäude ohne raumlufttechnische Anlage
handelt muß mindestens der Wert 3,0 erreicht werden. Der bei einem normalen Holzrahmenbau auch ohne Probleme zu erreichen ist. Wärmeschutztechnisch gibt es auch keine Probleme , über den Schallschutz wurde nicht gesprochen.
Es ist noch zu erwähnen das das Gebäude viele große Fensterelemente erhalten soll.



Ein Holzrahmenbau



hat eine durchgehende luftdichte Ebene, meistens aus OSB-Platten oder aus einer Diagonalschalung mit einem entsprechenden Dampfbremspapier. Hier ist die Anzahl der Anschlüsse und Durchdringungen bei einer geschickten Planung verhältnismäßig gering und "leicht" auszuführen. Bei einem Ständerhaus müssten alle Holzverbindungen unsichtbar abgedichtet werden. Hinzu kommen die Übergänge zu den Gefachen und Fenstern, sowie alle Durchdringungen. Ich halte das für eine mehr als schwierige Arbeit, die noch dazu bei, im Blower-Door festgestellten Mängeln, schwer nachzuarbeiten sind.