Holzhütte, Bodenfeuchtigkeit reduzieren




Hallo!
Ich bin stolzer Besitzer einer Blockbohlen-Gartenhütte. Messungen ergeben, dass die rel. Luftfeuchtigkeit zZ bei etwa 14 Grad meist um die 80% liegen, in Bodennähe aufgrund eines fehlenden Bodenaufbaus bei bis 90%.
Meine Frage ware nun, ob es Möglichkeiten gibt, die Feuchtigkeit zu reduzieren.

Zunächst aber noch Grundsätzliches zur Situation und den Angaben:
die Hütte steht nun seit etwa 3 Jahren auf einem rundum geschlossenen Srtreifenfundament (ich wollte es eigendlich zur Unterlüftung offenlassen, mein unsicherer Hinweis wurde aber vom Erbauer des Fundaments ignoriert). Die recht dünnen Balken habe ich stellenweise Perforiert, in der Hoffnung, so zu einer Unterlüftung zu kommen.
Der Raum unter den einfach aufgenagelten Dielenbrettern ist zum steinig-sandigen Unterboden offen.

Messungen in diesem Raum haben zuletzt eine rel. LF von 90% gezeigt, (bei ca 14 Grad?)
Das Haus wird nur am WE genutzt und ist unter der Woche geschlossen. Allerdings ist die Hütte sehr undicht. Stellenweise gibt es Spalten, durch die Tageslicht fällt. Abdichten und dämmen möchte die Hütte zunächst nicht. Sie wird sie nur im Sommer wirklich genutzt, in der Nacht tut es auch ein warmer Schlafsack :-), spatter wird ein Holzofen eingebaut.

Die Hütte steht rel. windgeschützt an einem Hang. Ich schätze, dadurch drückt zusätzlich Bodenfeuchtiogkeit (zB nach Regen)nach oben.

zZ gibt es keine sichtbaren Probleme mit Feuchtigkeit/Schimmel,...

Meine Angst ist nun, dass es vorallem im Bodenbereich, auf Grund der hohen Luftfeuchtigkeit irgendwann zu Problemen kommt.

-würde es Sinn machen, den (Erd-)Boden mit einer PE Folie o.a.abzudecken um aufsteigende Feuchtigkeit abzuhalten? Dies ware sicher nicht dicht und nahtlos zu bewerkstelligen.

-gibts es Möglichkeiten, nachträglich das Gebäude weiter zu unterlüften, haben die Bohrungen im Bodenbalken Sinn gemacht oder war das falsch? Bohrunge am Fundament müßte eine Firma machen, da es mir nicht gelungen ist, hier mit einer Bohrmaschine zu Bohren.

-könnte es sein, das es zu keinen nennenswerten Problemen kommt, da der Taupunkt immer am kalten Erdboden liegt, und die Hütte klein und "luftig" ist oder gibt es Möglichkeiten, festzustellen wo und wann das Wasser kondensiert?

-würde es Sinn machen, bei Nichtbenutzung unter der Woche das Gebäude mit gekippten Fenster (+geschl. Fensterläden)dauerzulüften?

-könnte Kalk im Bodenbereich helfen? die betroffene Fläche beträgt etwa 25qm)

Für Hinweise jeder Art ware ich sehr dankbar!

Gruss,
georg.



Vorab wo liegt Ihr Problem konkret ?



Wir haben ca. 85 % Luftfeuchte per Anno die letzten 3 Jahre.
Somit ist dies auch bei Ihnen durchaus Normal.
Wenn alles dicht wäre könnte man die Feuchte mittels Luftentfeuchter reduzieren aber wenn es undicht bleibt ?
Es gäbe auch noch die Möglichkeit mittels Solar die Temperatur zu erhöhen was zu einer Erniedrigung der relativen Feuchte führt.
Aber da die tatsächliche Feuchte dadurch nicht verändert wird - bleibt auch dies eine fragwürdige Angelegenheit.
Das mit der "aufsteigenden" Feuchte vergessen Sie bitte, denn das ist bei Streifenfundamenten aus Beton auszuschließen.



Holzhütte, Bodenfeuchtigkeit reduzieren



Danke für die Antwort!
Ein Abdichten auf zeitgemäßen Niveau würde bei der Hütte nicht funktionieren. Allerdings denke ich doch immer wieder über eine bescheidenen Wärmedämmung nach. dämmen birgt aber Feuchtigkeitsprobleme.
Die Feuchtigkeit unter den Dielen hat zum Tellern derselben geführt und verunsichert mich seitdem. Die Frage, die ich mir stelle ist, ob die Feuchte unterhalb der Dielen zu Schimmel führen kann, da dieser Bereich unter dem Haus zZ nicht gerade windumspült aber bescheiden belüftet ist. Oder wird die Feuchtigkeit sowieso nur am kalten Erdboden auskondensieren.

Für den Hinweis, dass nicht mit aufsteigender Feuchtigkeit im Fundament zu rechen ist, beruhigtt mich sehr. Danke für den Hinweis, dH die Auflagerbalken sollten sicher sein.

Noch eine Frage dazu: Ich plane eventuell eine 2. Dielenebene einzuziehen, um auf Schwellenniveau zu kommen (die Türen sind gegenüber der derzeitgien Dielenebene etwas erhöht konstruiert). Wenn diese Zwischenebene nun gedämmt wird (zB mit Perlit), könnte dass den Taupunkt in eine unerwünschte Ebene verschieben, oder sollte der in Bodennähe bleiben?

Danke!
Georg



Das heißt aber nicht, dass es keine feuchten Balken gibt...



..denn Tauwasser ist nicht auszuschließen.