Holzhaustür Oberfläche Erfahrungen

23.09.2020 Firla


Hallo miteinander,

wir benötigen mal wieder einen kleinen Rat, der eventuell auf Erfahrungen beruht.

Wir möchten eine Haustür aus Holz. Unser erstes Problem scheint zu sein, dass wir niemanden finden, der uns eine bauen mag ?? Es waren nun schon vier Schreiner vor Ort. Sie haben gemessen, große Töne gehabt und dann haben wir nichts mehr von ihnen gehört. Auch auf Nachfrage hin, werden wir eher hingehalten, als das ein Angebot hereinspaziert.

Meine eigentliche Frage ist jedoch, welche Oberflächenbehandlung sich rentiert. Lack oder Lasierung? Hier bekommen wir immer andere Informationen. Ein Schreiner meinte, dass auf Lack keine Garantie gegeben wird. Ein anderer meint, dass Lack viel besser sei als eine Lasur und nur Lack anbietet. Da ist man als Laie dann schon überfragt.

Wir möchten einen RAL Ton und die Maserung noch sehen. Uns sagte man, dass dies bei einer Lackierung auch der Fall sei.

Ich bedanke mich für alle Infos dazu.



Wetterschutz?



Hallo!
Wie sieht es denn mit dem Wetterschutz aus? Und wie soll die Tür konstruiert werden? Mit Rahmen und Füllungen? Oder als Bretttür? Aus welchem Holz?
Bei einer bewitterten Lage sind Lasuren sehr, sehr pflegeintensiv, da offenporig. Bei Holztüren, die nicht durch einen Vorbau geschützt sind würde ich immer Leinölgrundierungen mit Leinölfarben bevorzugen oder Tungöle. Lasuren wirklich nur, wenn die Tür eine sehr gut geschützte Lage hat und wenig Spritzwasser ausgesetzt ist und das Holz Eiche oder Lärche ist.
Einer unserer Kunden hat sich eine Tür aus Lärchenholz nach neuem Dämm- und Sicherheitsstandards bauen lassen - ich meine mich zu erinnern, dass die Kosten mit Einbau und Zarge bei etwas über 10 000 Euro lagen. Die Tür liegt auf der Südseite, aber unter einem sehr weit vorkragenden Laubenumlauf und spritzwassergeschützt. Wir Ölen die Tür und die Zarge jeden Herbst mit Tungöl nach, da selbst der 2-Jahreszeitraum zu lang war.

Viele Grüße!



Von dieser Behandlung


Von dieser Behandlung

hat uns noch keiner etwas gesagt. Liegt das eventuell am gewünschten RAL Ton?

Bisher wurde uns stets Kiefer oder Meranti angeboten. Auf enorme Sicherheitsstandards lege ich keinen Wert. Die Norm reicht mir. Ebenso muss die Tür auch nicht die Förderungsmerkmale der KfW besitzen. Lasse mich aber gern belehren was das angeht.

Die Tür soll eine Verglasung besitzen. Anbei mal eine Skizze von uns. Die ersten Angebote waren zwischen 3300 für Kiefer und gestaffelt bis 5500 für Meranti netto. Ab 6800 waren die Türen KfW förderbar.

Dann wird ein Aufmaßtermin wahrgenommen und wir erhalten kein Feedback mehr. Natürlich sehr ärgerlich.

Die Tür liegt auf der Nordseite des Hauses und besitzt kein Vordach.



Holzhaustür



Segmentbögen und Sprossen erhöhen die Kosten und den Aufwand- vielleicht haben eure Tischler daher kein Interesse.Aufgesetze Sprossen sind einfacher und wärmetechnisch besser.
Ähnliches kann aber auch fast jeder industrielle Türenbetrieb oder Fensterbauer herstellen.
Wenn die Tür in einem Maueranschlag montiert wird (wie ein Falz) ist die Wetterbelastung des Blendrahmens deutlich geringer.

Farbe mit durchscheinender Holzmaserung ist anstrichtechnisch eine Lasur-
egal ob auf Öl- oder Kunstharzbasis.
Einfacher sind deckende Farben, da die Holzmaserung vermutlich nach dem ersten Renovierungsanstrich kaum noch zu sehen sein wird.
Ölbasierte Farben sind einfacher nachzustreichen, da sie nicht Versprödung wie Kunstharze. Auf Nordseiten ist die Gefahr aber ohnehin viel geringer.



Doppelglas



Solche Glasflächen sind schon eher aufwändig und erfordern bei Sicherheitsglas und Doppelglas sehr tragfähige Konstruktionen und entsprechend breite Sprossen. Das Gewicht muss dann auch bei den Beschlägen berücksichtigt werden. die brauchen dann auch wieder gewisse Holzstärken. Nicht jede Tischlerei hat die entsprechenden Fräswerkzeuge, die man für Bögen benötigt. Am ehesten mal nach Tischlereien schauen, die als Fensterbauer im Denkmalbereich arbeiten.

Wenn die Tür Schlagregen oder Spritzwasser abbekommt, dann kann dieses auf den waagerechten Leisten stehen bleiben - bei Lasuren ist bei Kiefer dann nur sehr wenig Holzschutz vorhanden. Da mag kein Handwerker für Gewährleistung geben. Besonders die untere Füllung bietet durch die waagerechten Flächen - wenn ich die Zeichnung richtig verstehe - auch viel Angriffsfläche für Wasser...
Es hat schon seine Gründe, warum man keine lasierten Haustüren (oder Fenster) standardmäßig sieht oder an historischen Gebäuden vorfindet. Die Pigmente schützen das Holz vor Verwitterung und reduzieren die Wartungsintervalle.



Danke



für die Antworten. Ich entnehme nun einfach mal, dass eine Lackierung dann doch die bessere Alternative wäre. Bisher gab man uns nur die Auswahl: Lasur oder Lackierung

Na ja, kein Interesse kann ich so nicht bestätigen. Wir fragen ja explizit eine Tür mit Segmentbogen und strahlenförmigen Sprossen an. Sollte da kein Interesse bestehen, könnte man uns das schon direkt sagen, anstatt extra Aufmaßtermine zu veranstalten.

Wir haben diese Tür auch bereits als „Katalogtür“ vorgefunden. Natürlich dann ohne Segmentbogen, aber ich schweife vom Thema ab. Ist halt für uns eine sehr nervige und zeitintensive Sache.

Jedoch hätten wir bei einem Schreiner eine Garantie auf die Lasur bekommen und nicht auf Lack, bei einem anderen Schreiner andersherum. Nach dem Aufmaßtermin hat sich jedoch keiner mehr gemeldet. Wir versuchen es halt weiter.