Holzhaus ohne Dämmung / Erfahrung!?

08.10.2019 ulf



Ich baue ein mobiles massives Holzhaus. Wand Decke Boden 120mm massives Holz /Fichte/ Kiefer

Wer rät mir gerne dies ohne jegliche Dämmung zu tun!?

Wer rät mir unbedingt davon ab?
Nach meinen Recherchen ist ein monolitischer Wand und Deckenaufbau(ohne Dämmung) mit sehr vielen Vorteilen besehen.
Insbesondere um ein eindiffundieren von Feuchtigkeit auszuschließen.

Hat Jemand positive Erfahrung mit einem massiven Holz/Hausboden 120mm
Frieren die Füsse ab oder zeigen die historischen Erfahrungen jahrhunderte alter masiver Holzbauten das Gegenteil?

Mein Bodenaufbau: Fahrwerk/chassie - 120mm Kiefer Brettstapel mittels Holzschrauben verbunden.

Vielen dank für eure Meinung..
vg ulf



70mm Blockbohle...



sind für einen Freund in einem 20er-Jahre-Holzhaus genug, um gemütlich zu leben und sich nicht totzuheizen. Die Nordwand hat zusätzlich eine 22er Brettverkleidung innen mit ca 30mm Hohlraum. Soweit, sogut.

Da hat aber niemand Schrauben reingedreht, die das Arbeiten des Holzes im Jahreszeitenwechsel behindern. Davon also rate ich ab. Wenn sich Fugen auftuen, ist die Stärke der Bohlenwand plötzlich zweitrangig. Der Zusammenhalt des mobilen Hauses muss also (bei reiner Bohlenbauweise) über die Eckverbindungen gelöst werden.

Wenn man sich auf jahrhunderte alte Bauweisen berufen will, muß man diese verstehen.

Das Ganze wird als Bohlenwand unnötig kompliziert. Ich würde für diese Bauaufgabe Brettsperrholz einsetzen. Das arbeitet weitaus weniger, steift aus und mann kommt mit geringen Stärken zu einem guten Ergebnis.

Grüße

Thomas

P.S. Eine Bohlenwand ist weder "mono" noch "lith". Und von der Diffusionitis sollte man sich nicht verrückt machen lassen.



Holzmassivwand im mobilen Heim..



..kommt auch auf den Schwerlastunterbau an , den du da brauchen wirst !

Der eine Sinn der leichten Ständerkonstruktionen beim Wagenbau war ja eben deren
geringe Masse , für heutige Anforderungen zudem der vorteil in Wand/Dach/Bodenebene
auch noch Dämmung unterbringen zu können .

trotzdem holzige Grüße



schau mal nach Schweden



die alten schwedischen Häuser haben eine Ständerkonstruktion auf Felssteinen. Von außen zuerst Teerpappe, dann starke Bretter auf Lücke genagelt mit überlappendem schmalen Holz. Innen einfache Platten aus gepresstem Sägemehl und darauf mit Zeitungen und Tapeten tapeziert.

Hält schon 200 Jahre - ist im Winter aber fußkalt und man braucht Teppiche auf dem Boden und nen netten Menschen zum wärmen...



Wandkonstruktion Holzhaus-Neubau



Diffusion ist kein Problem bei Holzbauten, jedoch auch nicht in Verbindung mit kapillaren Dämmstoffen.

Bei entsprechender Holzdicke muß nicht unbedingt gedämmt werden- finnische, traditionelle Blockhäuser fangen ab etwa 30 cm Durchmesser an, wobei der Splintbereich wesentlich besser dämmt als der Kern des Stammes.

Allerdings ist angesichts des Lambda-Wertes von Holzfaserplatten mit ca 0,040 gegenüber dem von Holz mit 0,1 bis 0,13 klar, dass das Holz 2,5 bis 3 x dicker sein muß als Dämmplatten, um eine vergleichbare Dämmwirkung zu bekommen.

Konstruktiv sind KLH/CLT- Holzplatten sicher am einfachsten- die Leimschichten haben nur eine sehr geringe Auswirkung auf den Sd-Wert.
Dämmtechnisch am besten mit außen aufgebrachten Holzfaserdämmplatten und diese entweder Verputzen oder mit einer Holzverkleidung versehen- bauphysikalisch völlig unproblematisch.

Ob Dämmung oder größere Holzstärken vorzuziehen sind hängt u.A. von der Hausgröße, Heizsystem, Ort, Kosten des Heizmaterials ab etc



Um ein MOBILES Konstrukt ging es!



Also weder 30cm Wandstärke, noch Putz.

Die Dichten bei Nadelholz (Fichte bzw. Kiefer) sind zudem zwischen Kern und Splint nicht so unterschieden, daß von einem wesentlich anderem Dämmwert ausgegangen werden kann. In der Praxis ist das irrelevant.

Auch Platten aus Sägemehl dürften wohl kaum 200 Jahre alt sein.

Hier kommen ja echt lustige Auslassungen :-)

Davon abgesehen, lieber Fragesteller, Sie bauen mit dem einzigem statisch tragfägigem natürlichem Dämmstoff - Holz. Die Frage der Dämmung erübrigt sich deshalb, insbesondere bei einem mobilen Bauwerk und dessen zwangsläufig begrenzter Wandstärke.

Wenn's fertig ist, vielleicht ein Bild hochladen?

Gutes Gelingen wünscht

Thomas



Mobiles Holzhaus



Wie mobil soll es denn überhaupt sein?
Mit Autokran auf feste Fundamente setzbar oder so mobil, dass es auf einem Fahrgestell transportiert werden kann?
Wie sollen die Außenmaße sein?



da...



...steht ja Einer mächtig auf dem Schlauch :-)

mobil = beweglich