Holzhaus dämmen mit Steinwolle




Mein Haus ist aus Holz (Riegelhaus aus 1943 ) und Mauerwerk (Anbau in 1969).
Holz Teil: Riegelhaus Konstruktion. Von Aussen nach Ihnen: Aussenbelattung ca 2cm (Holz Siding),
noch eine Belatung 2cm, Pape als Windsperre, Kammer mit 12cm Luft (nur Luft), Ihnenbelattung 2cm, Ihenn Gipsplatte.
Alles ca 24cm Dicke. Keine Dämmung

Mauerwerk - Backstein 25cm + Ihnen und Aussen Putz Keine Dämmung alles ca 30cm

Auf beiden Teilen möchten wir jetzt eine 20cm Dämmung aus Steinwolle anbringen und dann alles Verputzen (silikon atmunsgfähiges Putz). Wir sind aber nicht sicher wie man solche Dämmung machen sollte, speziel auf der Holzseite um genug Lüftung zu haben. Wir wollen ja nicht Schimmel und Pilz bekommen. Sollte man die Holzfassade hinterlüften?
Wie mach mam das am besten?
Oder reicht diese 12cm Luftkammer und sollte man nur kleine Lüflungslöche unten und oben einbauen sodas das Kondenswasser trocken kann.
Bitte um Beratung.



Warum darf ein Holzhaus nicht mehr Holzhaus sein ?



Auch ein Haus aus dieser Zeit kann ein Zeitzeuge sein. Ich hatte früher in den USA ein Haus Bj. 1942 in der Nähe der Hendy Iron Works in Sunnyvale CA, wo Dampfmaschinen für Liberty-Schiffe hergestellt wurden.

An das Mauerwerk kann man selbstverständlich aussen Steinwolle oder ein WDVS dranmachen.

Beim Holzständerbau würde ich bei einer Holzfassade bleiben, z.B. so:

https://www.u-wert.net/berechnung/u-wert-rechner/?&d0=1.25&L0=1&mid0=196&d1=0.02&L1=2&mid1=2970&uu1&d2=12&L2=27761&mid2=251&x2=56.5&d3=12&L3=27761&mid3=36&x3=6&d4=6&L4=4&mid4=39114&d5=0.045&L5=5&mid5=234&bt=0&unorm=enev14alt&T_i=20&RH_i=50&Te=-5&RH_e=80&outside=1&cq=257167&name=Holzwand

oder so (OSB als Dampfbremse und Versteifung):

https://www.u-wert.net/berechnung/u-wert-rechner/?&d0=1.25&L0=1&mid0=23879&d1=1.5&L1=2&mid1=71&d2=12&L2=27761&mid2=551&x2=56.5&d3=12&L3=27761&mid3=36&x3=6&d4=6&L4=4&mid4=39114&d5=0.045&L5=5&mid5=234&bt=0&unorm=enev14alt&T_i=20&RH_i=50&Te=-5&RH_e=80&outside=1&cq=257167&name=Holzwand

Elektrik in den Aussenwänden entweder vermeiden, oder sorgfältigst abkleben. Oder eine Installationsebene vorsehen:

https://www.u-wert.net/berechnung/u-wert-rechner/?&d0=1.25&L0=1&mid0=23879&d1=4&L1=3&mid1=251&x1=44&d2=4&L2=3&mid2=36&x2=6&d3=1.5&L3=2&mid3=71&d4=12&L4=27761&mid4=551&x4=56.5&d5=12&L5=27761&mid5=36&x5=6&d6=3.5&L6=4&mid6=39114&d7=0.045&L7=5&mid7=234&bt=0&unorm=enev14alt&T_i=20&RH_i=50&Te=-5&RH_e=80&outside=1&cq=257167&name=Holzwand



Es wird auch Holzhaus bleiben, einfach es wird verputzt



Habt ihr Erfahrung mit der Sanierung von Holzhaus?
Wenn ja, dann bitte um Beratung was soll man tun.
Steinwolle und Verputz ist das Ziel. Es ist sehr schwierig und teuer eine Dampfbremse auf der Wärmeseite von Wänden einzubauen.
Flüssige Dampfbremse?
Hinterlüftung?

Danke



Holzhaus dämmen



Soll innen alles bleiben wie es ist?

Bei einer Außendämmung mit plattenförmigen Dämmstoffen kann es schwierig sein, Hinterströmung zu vermeiden-
die Frage ist wieviel der jetzigen Fassade kann demontiert werden?

Wenn ja sollten möglichst auch die Gefache gedämmt werden, wobei ich für die gesamten Dämmarbeiten Holzfaserdämmung vorziehen würde wegen besserem Hitzeschutz, Schallschutz, höherer Feuchteunempfindlichkeit und kapillaren Eigenschaften.

Die Innenseite muß luftdicht sein- also keine Löcher bohren!

Dampfbremsen sind bei diffusionsoffenem Aufbau mit außenseitig höherem Sd-Wert als innen unnötig.

Außen als Verputz mineralische Putzsysteme mit Reinsilikatfarbe verwenden.

Fotos vom Gebäude helfen weiter

Andreas Teich



Holzhaus dämmen



Danke.
Erste, gelb gestrichene Holz Schichte sollte rausgenommen werden.
Man kann versuchen auch die zweite Holzschickte rausnehmen - kann aber ein Problem mit Haus Stabilität provozieren.
Man kann auch vesuchen die 12cm Luft Kammer auffüllen oder Hinterlüftung einbauen - 2cm ZementPlatten nötig, was macht alles noch dicke...



Aufbaustärke



Wenn man die Gefache ausdämmt, dann braucht es aussen nicht so viel Dämmstoff. Siehe die u-Wert Rechnungen in meinem vorherigen Post, das sollte für die strengen CH Vorschriften ausreichen...



Holzhaus dämmen



Wenn Hinterlüftung darf sich diese nur außenseitig VOR der Dämmebene befinden.
Anderenfalls ist die Dämmung sinnlos.
Die Gefache dämmen macht schon aus dem Grunde Sinn, um Hinterströmung zu vermeiden, die in so einem Gebäude ohnehin schwierig zu vermeiden ist.
Wenn die Lage der Gefache bekannt ist können diese am leichtesten mit Einblasdämmungen wie Zellulose gedämmt werden, da hierbei nur eine kleine Öffnung notwendig ist.
Innenseitig sollte sorgfältig eine Luftdichtigkeitsebebene hergestellt werden.
Aussteifende Bauteile sollten nur partiell herausgenommen und im Zuge nachfolgender Arbeiten laufend ersetzt werden.

Andreas Teich