Holzfaserdämmplatte innendämmung

12.08.2014 Kain-1984



Hallo zusammen,
ich versuche gerade bei meinem Fachwerkhaus Holzfaserplatten als Innendämmung anzubringen. Ich bin mir aber bei dem Untergrund nicht sicher. Das Fachwerk ist mit Ziegelsteine ausgemauert und sehr uneben.
Ich habe jetzt erst eine Schicht Lehmputz aufgetragen, da diese aber an manchen stellen nur 2 mm und an anderen bis 40 mm dick sein musste bekomme ich schlecht eine Ebene Grundfläche hin.
Meine Frage ist, kann ich trotzdem die Holzfaserdämmplaten anbringen?
Diese sind von clytec pavadentro 60 mm dick, werden mit lehmkleber und pro Platte 3 schrauben befestigt.

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen, danke.

Schöne grüße



Innendämmung



Um den Ausgleichsputz werden Sie nicht herumkommen. Die Fläche als Untergrund für die Verklebeung von Pavadentro-Platten sollte möglichst eben sein. Als Toleranz -aus eigener Erfahrung- lassen sich 10-15mm auf 2m Länge (Wasserwaage oder Fluchtlatte anlegen) mit dem Klebemörtel der Platten ausgleichen, obwohl auch das bereits sehr mühsam wird.

Die Fläche sollte möglichst eben sein, sie muß aber nicht im Lot sein, d.h. sie kann auch "windschief", d.h. geneigt sein. Die Platten brauchen nur eine ebene Fläche für die Verlegung, weil sonst Nut+Feder nicht mehr ineinander greifen oder die Platten bei Gewaltanwendung an der inneren Klebeschicht auseinanderbrechen.

Bei 5cm Ausgleichsputz sollten Sie erst einmal aufhören und ihn durchtrocknen lassen. Das kann mehrere Wochen dauern. Erst dann kann weiter vorgeptuzt oder gedämmt werden.

PS: 3 Schrauben/Platte werden nicht reichen, vor allem nicht, wenn sie in die Gefache schrauben, in denen kein guter Halt zu finden ist.



Holzfaserdämmplatten



Hallo Danke für die schnelle Antwort,
Ich habe mal ein paar platten an die Wand gehalten, diese sind 1 m lang und 0,5 m hoch. Auf der Länge von dem 1 m ist dann z.B. eine Delle zu sehen. Also ein Spalt von ca.15-20 cm lang, an der tiefsten stelle 5 mm tief. Müsste der Spalt nicht von dem Kleber ausgefüllt werden?



Die Dämmplatten ...



... müssen lückenlos und hohlraumfrei in Lehm gesetzt werden. Den Lehmkleber nicht zu steif anmischen. Beim Ausrichten und Anklopfen der Platten sollte er an den beiden freien Seiten etwas herausquellen.

Ich hoffe, Sie haben sich einen Betonmischer besorgt und verwenden BigPacks und keine Sackware mit Rührquirl (Kosten, Zeit, Kraft). Für das Aufbringen der Kleberschicht auf die PLatten mit einer definierten Schichtdicke bauen Sie sich am besten einen passenden Rahmen aus einer Schaltafel und Dachlatten, über die Sie den Kleber abziehen können. Das geht wesentlich schneller.



Holzfaserdämmplatten



Ich werde mal mit einer Wand anfangen und mal schauen wie dass aussieht.

Habe aber noch eine frage, mein Energieberater hat gesagt ich soll die Dämmung möglichst nicht einschneiden, hört sich auch logisch an! Aber eine Lösung wie ich die Elektrik, Steckdosen und Heizungsrohre legen soll hat er auch nicht!

Was gibt es da für Lösungen?
Hab schon über Fußleisten nachgedacht, finde aber keine wo ich Heizung und Elektrik zusammen Verlegen kann.



Fußleisten



http://hz-weitzel.de/produkte-heizung/sockelleisten/sll-2000/



Innendämmung



..gerade bei Innendämmung muss 200% gearbeitet werden. Wenn Sie Hohlräume hinter der Dämmung haben wird es doof.

Wir haben hier alle Wände vorher gerade geputzt mit Claytec Innenputz Mineral 20. Max, Schichtdicke pro Arbeitsgang 10-15mm. Sonst kommt der Kram wieder runter... Teilweise haben wir auch fast 8cm oben und nur 3cm unten auf der Wand. Macht aber nix.

Wenn die Wand gerade ist alles gut durchtrocknen lassen! Bringt man die Platten zu früh auf kann die Wand nicht mehr schnell genug abtrocknen.

Die Platten selbst habe ich dann ebenfalls mit einer Zahnspachtel mit Innenputz versehen und an die Wand geklebt, dann mit zwei Schrauben (Holzschrauben für balken, mit Dübel für Mauerwerk) befestigt, das sollte direkt passieren. Wartet man zu lange ist der Kleber schon angetrocknet und man löst Ihn wieder mit dem Bohren und dübeln. Die Dübel entsprechend der Lehmdicke wählen, so das man noch genug Stein erwischt bzw. eine Schraube in den Balken setzen kann, je nachdem was man dahinter erwischt wo die Schraube rein soll.

Ansonsten empfiehlt es sich immer die entsprechenden Arbeitsblätter, mehrmals und sorgfältig durchzulesen:
http://www.claytec.de/produkte/bautechniken/innendaemmung-mit-lehm/33-innenschale-aus-daemmplatten.html



Natürlich muss



die Innendämmung sogfältig ausgeführt werden, aber:

- Ob es notwendig ist auf den Platten Lehmkleber aufzubringen um diese an die Wand zu Kleben bezweifle ich. Einfacher ist es auf der ebenen Wand Mörtel aufzubringen und diesen mit einer gezahlten Latte abzuziehen.

- Auch denke ich das ein Kalkmörtel als Feuchteverteil und Klebeschicht besser geeignet ist. Gerade bei eine nicht winddichten Fachwerkkonstruktion empfiehlt sich dieser Aufbau.

Grüße aus Koblenz



Haber gerade mit Claytec gesprochen und ..



die Kollegen meinen dass es nicht so schlimm ist wenn eine 5 mm tiefe Delle in der Wand ist.
Diese müsste erstens mit Kleber ausgefüllt werden, und selbst wenn nicht würde da nichts passieren da die Luft eingeschlossen ist. Schlimm wäre es nur wenn eine Hinterströmung der Wand vorhanden wäre.

Übrigens danke für die Antworten.

Die Fußleisten werden mir auf jeden Fall helfen.

Schöne Grüße