Parkett auf Holzestrich?

26.03.2012



Hallo zusammen,

wir haben uns eine Echtholzdiele Eiche weiß geölt,weiß gebürstet ausgesucht. Nun sagt uns der Parkettverleger, dass der Untergrund unserer Altbauwohnung nicht geeignet sei für das direkte Verkleben. Es handelt sich um einen Holzestrich, der wahrscheinlich Anfang des 20. Jahrhunderts gegossen wurde. Er ist äusserlich in einem Topzustand. Nun die Frage: Stimmt es, dass man Echtholzparkett nicht auf Holzestrich verkleben kann? Man hat dies doch früher auch gemacht und die Parktette sehen doch super aus in den Altbauwohnungen. Danke für Rückmeldung





Ich habe es selber nie gemacht aber mir hat mal ein erfahrener Parketleger gesagt, das es geht.
1. Grundieren und verfestigen mit Primer auf PU-Basis
2. Kleben mit 1K oder 2K-PU Parkettkleber

Spachteln durch 2K-PU Parkettkleber, der mit Füllstoffen (Schleifstaub) angereichert wird.



Moin Vanessa,



Dielen und Parkett sind zwei paar Schuhe, werden anders verlegt und verhalten sich auch unterschiedlich.

Gruss, Boris



Massivholzdielenparkett



Geht angeblich vollflächig verklebt, mit dafür freigegebenen Klebern des Herstellers/Anbieters.

HAlte ich aber für nicht unproblematisch, da das Massivholzparkett bei Feuchteeintrag stärker rissanfällig ist und sich aufbauende Qell- und Schwindspannungen auch zu vermehrter Rissbildung im Holz führen können. Hier wäre eine 2-Schicht- oder 3-Schicht-Massivholzdiele passender.

Wenn der Estrich nicht zuverlässig trocken liegt -mit Feuchteeintrag aus z.B. dem darunter liegenden Keller oder Erdreich unter einer nicht zuverlässig abgeklebten Bodenplatte (alter Verbundestrich) würde ich davon absehen.

Auch muss die Ausgleichsfeuchte des alten Estrichs gemessen werden und dessen Haftzugfestigkeit, damit die Holzbewegungen nicht den Estrich abreissen.

Steinholzestrich / Magnesiaestrich benötigt m. W. nach zur Verklebung von Parkett eine spezielle Vorbehandlung, je nach Zustand, da diese Estriche sehr porös sind. Davon abgesehen sollte der Estrich natürlich möglichst eben sein und muss wahrscheinlich deswegen schon gespachtelt oder mit Nivelliermasse ausgeglichen werden.

Er kann z. B. mit Epoxydharz vorgestrichen, gespachtelt oder/und zusätzlich eine Entkopplungsbahn verwendet werden, (physikalische Trennung vom Unterboden) auf die man im Anschluss das Parkett verkleben kann.

Fragen Sie doch Ihren Parkettverleger, aus welchen Gründen er davon abrät.



Eine Dielung...



...ist grundsätzlich nicht unproblematisch in der Verklebung (und kann beträchtliche Kräfte entwickeln), ein Steinholzestrich kein unproblematischer Untergrund. Der Verleger wird Probleme sehen, seiner Prüffpflicht (z.B. hinsichtlich der Festigkeit) korrekt nachzukommen. Die Konsistenz des Untergrundes kann zudem durchaus schwanken.

Ich würde die Finger davon lassen.

Grüße

Thomas



Holzestrich/ Magnesiaestrich altert



.. und zwar sehr ungleichmäßig. Da der Holzbelag im Sommer wegen der hohen Luftfeuchte - bis ca. 70% , an Volumen zunimmt, kann kein Mensch vorhersagen, ob sich der Holzestrich vom Unterboden löst. Er wird dann vom Unterboden abgezogen. Das Problem ist nicht die Klebeverbindung auf dem Holzestrich nach vorgeschriebener Vorbehandlung.