Luftschalldämmung in Holzbalkendecke

25.05.2005


Hallo !

Ich suche verzweifelt im Internet nach einem Vergleich zwischen Schüttungen aus Naturbaustoffen bezüglich ihrer schalldämmenden Eigenschaften.

Wir haben in unserer Holzbalkendecke einen Blindboden eingezogen auf dem eine Lehmtrockenschüttung (5-10 cm) aufgebracht wird. Unter dem Blindboden habe ich aber bedingt durch die Lattenhöhe (habe den Boden auf Dachlatten mit 3x5 cm) nun eben die 5 cm Luft. Diese 5 cm wollte ich mit einer leichten aber wirkungsvollen Schüttung auffüllen, um den auftretenden Luftschall zu dämmen (unter uns wohnen die Schwiegereltern).

Mich würde nun zum Einen interessieren, ob es überhaupt unbedingt notwendig ist diese 5 cm aufzufüllen und zum Anderen mal ein Vergleich bzw. eine Informationsquelle zu den Schalldämmenden Eigenschaften von z.B. Korkschrot, Zelluloseflocke, Roggengranulat, Blähton usw. oder auch von Matten aus solchen Stoffen.

Danke schon mal.

Gerd Kohlstedt



www.meha.de



Hallo Gerd,
auf der Seite gibt es Informationen zu verschiedenen Hanfschüttungen. Wenn diese nicht ausreichen, dort einfach mal anrufen. Die rücken bestimmt die gewünschten Infos raus, wie warscheinlich die anderen in Frage kommenden Hersteller auch.
Grüße Lukas



Leicht aber wirkungsvoll...



geht nicht. Da ist ein Bergersches Massegesetz vor: Abhängigkeit des Schalldämm-Maßes von der Masse des Baustoffes.
Sand geht, hat aber viel Masse. Geht sogar verblüffend gut.



Luchtschall ist nicht nur Masse



Vorsicht mit solchen Behauptungen. Die Schalldämmung ist ein Produkt (mathematisch) aus der materialspezifischer Schalldämmeigenschaft und der Masse: also D = c*m . Also Materialien, die schwer sind aber eine schlechte spezifische Schalldämmung haben, dämmen nicht besser als relativ leichte mit höher spezifischer Schalldämmung. Meha ist o.k. aber noch besser ist die Leichtlehmschüttung von der Firma www.hanffaser.de .
Gruß Felix



Öfter mal was Neues



Bisher hab ich ja nicht gewagt, an Naturgesetzen zu zweifeln. Bergersches Massegesetz schien mir seit der ersten Übungsstunde Bauphysik 3. Semester ein solches zu sein. Sie indes , Herr Neumann, lehren mich Skepsis. Hätte ich mir ja schon nach Lesen von Stanislaw Lem (Nacht und Schimmel) irgendwie denken können.
Dieselbe Skepsis veranlaßt mich jetzt nachzufragen: was ist das, die spezifische Schalldämmeigenschaft ? Etwa das, was Wissenschaftstheoretiker ein "Konstrukt" nennen, oder ist sie vielmehr firmenspezifisch zu sehen ?

mit freundlichen Güßen



Danke für die Antworten !



Werde mich an die jeweiligen Hersteller wenden um die technischen Spezifikationen in Erfahrung zu bringen.

Danke für die Antworten.

MfG
Gerd Kohlstedt