Holzbalkendecke statische Ertüchtigung

21.08.2020 Lucky


Holzbalkendecke statische Ertüchtigung

Hallo zusammen,
Wir haben ein EFH aus den 70er mit ehemals Flachdach, denn 1988 wurde ein Satteldach (Brettbinder) draufgesetzt.
Wir möchten nun ausbauen und haben auch einen Statiker beauftragt, der die Begutachtung der Holzbalkendecke (10/18 Wohnzimmer - Länge 7 Meter, Auflager zu Auflager 5,25 Meter und der Rest ist 8/18) durchführen sollte. Laut seiner Aussage ist eine Verstärkung nicht notwendig.

Da ich eh alles offen habe und neue Dämmung rein soll, habe ich nun, auch wenn es nicht notwendig ist, die Balken über unserem Wohnzimmer seitlich mit KVH 6/18 mit Bauschrauben (M12, 180, Festigkeit 4.6 und 8.8) und Bulldog Verbinder (17x50) mit großen U-Scheiben verschraubt.

Fotos habe ich angehängt.

Fragen:
1. Reicht die Verschraubung in der neutralen Faser?
2. Sollte/kann ich noch versetzt Spax HI Force verwenden?
3. Sollte/kann ich noch mittig (5,25 Meter) querhölzer mit Balkenschuhen einbringen?

Vielen Dank für Eure Meinungen/Tipps.



Holzbalkendecke muß nicht verstärkt werden lt. Statiker



- hm , was an dieser Aussage kann dich denn dazu bringen , da trotzdem einen halben Wald anzubringen , wenn es denn gerechnet ist ?


Ggfls muß der Tragwerksplaner nun die Eigenlast höher ansetzen ?

Nix für ungut



ich möchte nicht am falschen Ende sparen



weil es "nur" ausreicht und das reicht mir nicht, denn sollte ich später doch z.B. Party feiern und dafür noch ein Klavier aufstellen, möchte ich mir nicht ständig Gedanken machen müssen.



Forum/Community



Ich glaube, ich muss "Forum" und "Community" neu definieren ;)

Schade, denn habe mit Antworten/Anmerkungen und Tipps gerechnet.

VG
Bergemann



So ist das mit Erwartungen



Du musst Forum nicht neu definieren, nur weil Du eine Antwort bekommst, die nicht Deinen Erwartungen entspricht. Also, zu Deinen Fragen:
1. Ja , es reicht.
2. Du kannst noch spaxen, musst Du aber nicht.
3. Du kannst Querhölzer anbringen, musst Du aber nicht.
Die Statikerberechnung reicht nicht nur gerade, sondern hat auch Sicherheitsreserven.



Moin,



naja, was heißt hier Tipps? Das Kind liegt doch schon im Brunnen. Wenn doch der Statiker sagt, dass es reicht dann reicht es auch so, dass man eine Party feiern kann, einschl. Klavier, Klavierspieler und Aquarium.
Die Dübelanordnung ist ziemlich sinnfrei da sich für die von Ihnen gewollte Lastableitung keine Kräftepaare ausbilden können.



Noch eine kleine Anmerkung



Bei der Spannweite vermute ich, dass die Decke trotz der brutalen Verstärkungsmaßnahme zum Schwingen neigt. Darum sollte Gewicht in die Decke.



Vielen Dank an alle



der geplante Aufbau sieht wie folgt aus:
100mm Holzfaserdämmung
Hanfstreifen auf die Balken
28,5mm Rauspund
20mm Holzfaser Trittschalldämmung
30mm Trockenestrisch mit Holzerfaser

VG und Danke!



fußbodenaufbau



wenn die Balken 18cm hoch sind und nun 10cm Holzfaserdämmung zwischen die Balken kommen, was passiert dann mit den 8 cm Rest. Oder verstehe ich da was nicht ? Vermutlich sollen die Rauspundbretter auf die Balken geschraubt werden, dann kann der Hanfstreifen entfallen und ist sogar kontraproduktiv.



alles richtig verstanden



Danke für das Feedback.

Mir wurde empfohlen nicht komplett zu dämmen. Ich hatte eigentlich mit 140mm geplant.

Die hanfstreifen wurden mir auch empfohlen... hätte nicht gedacht, dass die kontraproduktiv sind, mache mir darüber nochmal Gedanken.

VG



Hohlraum



Hohlräume unter dem Bodenbelag sind immer ungünstig, weil sie einen Resonanzraum schaffen, der den Boden zu einer Art Trommel macht und der Trittschalldämpfung nicht zuträglich ist. Dann lieber einen Fehlboden mit Hohlraum nach unten einbauen und etwas mehr Masse einbringen z.B. mit einer Lehm-Hanf-Schüttung. Über die Dimensionen des Eigengewichts sollte das Statikgutachten bzw. die Berechnung Auskunft geben.



Statiker vs. Zimmerleute vs Bauherrschaft



Ich kann mein Erstaunen über zusätzlich ausgeführte Balkenergänzungen noch Mal deutlicher machen :
Wir versuchen immer im Sinne unserer Bauleute übertriebene Maßnahmen zu vermeiden .
Es ist halt ein dauernder Clinch mit den Ingenieuren am Taschenrechner ,die oft mehr als notwendige Bauteile anordnen,da lässt sich manchesmal etwas verschlanken oder vereinfachen .

Tragen muss das die Bauherrschaft finanziell und wir als Handwerker ganz physisch ...