Holzbalkendecke sanieren

10.06.2019 Desu16484



Hallo liebe Forumsmitglieder,

auf der Suche nach Hilfe bei meinem Altbau bin ich auf dieses Forum gestossen und hoffe auf fachkundige Hilfe.

Ich bin dabei im 1. Obergeschoss den Boden zu renovieren. Nach dem Schlacke und Lehm entfernt wurde, bin ich nun dabei die Holzbalkendecke mit seitlich angebrachten 40mm Uk Latten zu begradigen, siehe Bild.
Da die Gesamthöhe des Raumes jetzt schon ziemlich niedrig ist (ca. 220 cm Oberkante Lattung) und der Trittschall durch die entnommene Schlacke höher ist habe ich jedoch noch einige Fragen:

- Wie sollten die Zwischenräume am besten ausgefüllt werden? Vom Boden bis zur Oberkante der angeschraubten Latte sind es maximal 160mm.
- Wie auf dem Bild zu sehen, ist es nicht möglich Randdämmstreifen zu setzen. Bei einer schwimmenden Decke, z.B. mit Knauf GIFAfloor PRESTO ist dies vorgegeben. Was kann man hier tun?
- Wie würde Euer Aufbau aussehen damit der Boden nicht mehr ganz so dolle schwingt und ein annehmbarer Trittschall für die Räume darunter herrscht?

Der Raum (ca. 20qm) wird als Schlaf- und Ankleidezimmer genutzt.

Vielen Dank vorab für Eure Hilfe.

Mit freundlichen Grüßen
Dennis Schüler



Holzbalkendecke sanieren



Bild



Trittschall und Raumschall



Moin,
zwischen deine Balken/Latten gehört eigentlich Masse, die möglichst viel Schall zwischen den Geschossen absorbiert. Z.B. Basalt, Lehm, Sand... Darauf kommt deine Schicht, die den Trittschall-übertrag an die Balkenlage minimieren soll. Z.B. kann das eine dafür vorgesehene Holzweichfaserplatte sein. Wenn diese an allen Wänden anliegt, bzw in dieser Ebene nirgendwo eine starre Verbindung zu den umgebenden Wänden hergestellt wird kannst du wohl auf den Randdämmstreifen verzichten. Danach kommt dann der eigentliche Belag.
Beste Grüße



PS



Wenn deine Decke schwingt, also die Balken sich biegen können, hilft wohl nur diese zu verstärken. Z.B. wenn deine Latten oder dickere Kanthölzer auf die Balken kommen und mit entsprechenden Schrauben diagonal verschraubt werden würden.
Ein bischen Schwingung ist aber vielleicht auch garnicht so schlimm?
Beste Grüße



Holzbalkendecke sanieren



Sand ist zur Schalldämmung gut geeignet-
Gewicht berücksichtigen, ca 16 kg je cm Dicke.
Ca 5 cm genügen.
Evt verbleibenden Hohlraum zB mit Holzfaserplatten, Zellulose, Hanf o.Ä. auffüllen.

Wenn die seitlichen Latten so ausgerichtet werden, das ein zwischen den Balken darauf verlegter tragfähiger Boden bis zur höchstliegenden Oberkante der Deckenbalken reicht ist die geringste Aufbauhöhe möglich.
Die Balken müßten dann bis zur Oberkante des Bodens zB mit Holzspachtelmasse, Holzplatten o.Ä. aufgefüllt werden.

Auf diesen ebenen Boden können dann zB dünne Gummigranulat oder Holzfaserdämmplatten ausgelegt werden.
Darauf Creaton-Tontrockenestrichplatten oder Fertigparkett oder Korkparkett (mit besserer Dämpfung) verlegen.

Diese Konstruktion hat dann einen wesentlich besseren Schalldämmwert



Holzbalkendecke sanieren



Vielen Dank für Eure Hilfe!