Holzbalkendecke oder Betondecke




Hallo,

wir wohnen in einem 3-geschossigem Haus, BJ ~1928. Die Böden sind als (schwere) Holzbalkendecken ausgeführt. Wir möchten den Schallschutz und den Feuerschutz verbessern.
Unsere Idee war, die Decke abzuhängen und auf den Balken eine zusätzliche Lage Trittschalldämmung unter dem neuen Heizestrich einzubauen.
Ein Baumeister hat uns jedoch auch die Option aufgezeigt, die Holzbalkendecke gegen eine Betondecke "zu tauschen".
Seine Argumente waren durchaus schlüssig:
- viel Masse, wenig Schall
- Luftdichte Trennung der Geschosse inkl. Feuerschutz
- geringere Aufbauhöhe

Mich würde interessieren, welche der beiden Optionen hinsichtich Schall- und Feuerschutz und Kosten besser wäre.

Mir persönlich ist die Holzbalkendecke gefühlt sympathischer, weil diese schon seit über 80 Jahren im Haus ist und Holzbalkendecken seit Jahrhunderten verbaut wurden. Auf der anderen Seite wäre unser (geplanter) Deckenaufbau (Gipskarton, Balken mit Dämmung im Zwischenraum, OSB, Trittschall, Heizestrich) weit weg vom tradionellen Aufbau einer Holzbalkendecke.

Ich danke für alle Anregungen.

viele Grüße,
Frederic



Holzbalkendecke



Eine gute Kombination aus Holzbalkendecke und Beton lässt sch mit LEWIS Schwalbenschwanzplatten bewerkstelligen.
Einfach mal danach googeln.

Viele Grüße, Gerhard



HBV-Decke



Wir haben uns mal über eine Holz-Beton-Verbunddecke informiert. Dabei werden spezielle "Dübel" in die Holzbalken gebohrt und das ganze dann mit Beton vergossen. Durch die "Dübel" bilden Holzbalken und Beton einen Verbund, was eine sehr stabile Konstruktion ergibt und hohe Traglasten ermöglicht.

Vielleicht meint euer Baumeister auch dieses System, wobei es vorwiegend industriell eingesetzt wird und für den privaten Bereich offenbar kaum jemanden gibt, der so etwas anbietet. Wir haben nur eine Firma gefunden, die bereit dazu gewesen wäre, aber der werte Herr wirkte auf uns nicht sonderlich vertrauenerweckend, so dass wir schließlich die Finger davon gelassen haben.



schon mal vielen Dank...



...für die beiden Antworten. Hatten wir beides angedacht, wurde aber vom Baumeister wieder verworfen, weil die Aufbauhöhe nicht reicht und die HBV aus seiner Sicht teurer wäre, als eine neue Betondecke (er meinte, das sei sehr viel Arbeitszeit...). Tut mir leid, dass ich die beiden Punkte schon gar nicht mehr erwähnt habe.

viele Grüße,
Frederic



Decken



Den Feuerwiderstand können Sie durch Montage einer unterseitigen Deckenbeplankung mit Brandschutzplatten erhöhen. Mit so einer unterseitigen Nachrüstung lässt sich gleichzeitig auch der Schallschutz erhöhen. Heizestrich empfehle ich ihnen nicht. Es gibt zwar Systeme die im Balkenzwischenraum oder mit minimaler Bauhöhe auf der Decke montiert werden können aber der Aufwand lohnt sich bei einem Mietobjekt nicht. Sie kriegen dafür keinen Cent mehr Miete und eine nennenswerte Gebrauchswerterhöhung ergibt das auch nicht. Dafür sind die Kosten erheblich.
Das trifft auch auf den Austausch der Holzbalkendecken gegen Massivdecken zu. Es käme einem Teilabriss des Gebäudes gleich, mit immensen Kosten und dem ganzen baurechtlichen Procedere eines Neubaues. Für was?