Holzbalkendecke Isolieren

16.02.2020 Jakumila



Hallo, wir werden im März mit der Sanierung des EG in unserem Häusle beginnen. Im Moment sind wir in der Planungsphase. Hierzu ergeben sich gerade einige Fragen in Bezug auf die Holzbalkendecke.

Vorab ein paar Infos: Das EG mit 70qm Wohnfläche ist voll unterkellert. Der Keller ist nicht beheizt/bewohnt. Deckenhöhe 2,60m. Ca. zwei Drittel der Kellerdecke besteht aus Beton/Kochdecke. Das andere drittel ist eine Holzbalkendecke. In dem Bereich der Holzbalkendecke befindet sich das Wohn-Esszimmer.

Aufbau Momentan: Dielen, Schlacke, Blindboden, Abstand zwischen Balken 70cm


Der Balken zur AUßenwand hat schon viel Feuchtigkeit abbekommen und muss gewechselt werden. Also kommen die Dielen raus und der Balken wird frei gelegt und gewechselt.

In diesem Zusammenhang soll die Schlacke komplett entfernt werden um die Zwischenräume mit Isolation zu befüllen.
Ich frage mich allerdings ob das die beste Methode ist eine Decke zu Isolieren? Oder ob wir die Schlacke dort lassen sollten wo sie ist und besser von unten eine Isolation aufbringen solten?

Zu erwähnen wäre noch das wir auf dem ganzen stockwerk eine Fußbodenheizung installieren werden.

Also wie Isoliert man eine Holzbalkendecke am besten? Schlacke raus, Isolation rein oder besser von unten eine Isoltian aufbringen?



Wenn...



... ich hier im forum nach dem Thema kellerdecke isolieren suche, finde ich nur Einträge wo es darum geht von unten zu isolieren.
Eigentlich ist meiner Meinung nach die Isolation zwischen den Balken einzubringen. Da ich hierzu leider keine Einträge gefunden habe und mich absichern wollte, hatte ich gehofft mir kann jemand weiter helfen.
Ein link zu einem anderen Eintrag wäre schon hilfreich.
Also liebe community, wer kann mir weiter helfen?



Holzbalkendecke über Keller



naja, es fehlen ein paar Angaben, z.B. wie das Klima im Keller ist, ist er trocken? wie hoch ist die rLF, die Wandtemperatur, die Lüftungssituation, die Nutzungsabsichten.
Generell ist eine Dämmung von unten die günstigste. Wie soll denn die Fußbodenheizung aufgebaut sein - Eigenbau oder ein bestimmtes System. Gerade der Aufbau ist ein wichtiger Punkt bei Holzbalkendecken, weil die schwingenUnd dann ist es ratsam, mal ein paar Beiträge vorher zu schauen, da war genau das ein Thema.
Auch oben im Menüpunkt Lesestoff die Dateien von Georg Böttcher ist einiges zum Aufbau einer Holzbalkendecke zu finden. Wenn alles offen ist, wäre zu überlegen, ob die Balken gleich in der Höhe durch Anbringen seitlicher Bohlen ausnivelliert werden und damit auch gefestigt. Generell muss in den Zwischenbalkenraum Masse hinein, um das Schwingungsverhalten zu verringern. Aber dass sollte mal gerechnet werden, wir wissen ja auch garnicht, welche Dimension die Balken jetzt haben.



...



Der Keller hat im Bereich der holzbalkendecke einen naturboden und zwei kleine kippfenster. Er wird momentan und in Zukunft als Lagerraum genutzt (autoreifen usw).
Gelüftet wird sporadisch. Im Winter Kondenswasser an den einfach verglasten kellerfenstern.
Letztes Jahr war ein Herr der Firma isotech bei uns. Wir wollten ein Angebot für eine Abdichtung der kellerwände (feuchter Balken Außenwand, wassereintritt). Er hat dann die Feuchtigkeit in den Wänden/Boden an verschiedenen Stellen gemessen. Seiner Aussage nach waren die Werte nicht besonders hoch. Genaue Zahlen hab ich allerdings keine.
Der Keller wurde dann letzten Sommer freigelegt, 2 Monate getrocknet und abgedichtet. Er ist jetzt "gefühlt" trockener, kein modriger kellergeruch mehr.
Aktuelle Messwerte habe ich leider nicht.

Zur balkendecke.
Die Balken sind im Querschnitt 11x16 oder 18cm stark. Über die raumbreite von 4m liegen 7 Balken im Abstand von ca 60cm. Die raumlänge beträgt 8m. In der raummitte liegen die Balken auf einer betonwand auf (siehe Bild).
Wie in meinem ersten Beitrag bereits beschrieben, muss der verfaulte Balken gewechselt werden. Daher muss auch der Dielenboden raus. In diesem Zuge wird auch die fußbodenhöhe ausgeglichen.
Entweder durch seitliches beilaschen von bohlen. Oder durch ausschiften/hobeln von kanthölzern auf den Balken.
Das hängt aber davon ab wie isoliert wird (von unten oder Zwischenräume).

Ich scheue mich etwas davor die schlacke zu entsorgen. Staubige und ungesunde Angelegenheit, außerdem teuer. Als nächstes müsste ich ja dann wieder Masse in die Zwischenräume bekommen. Welches Material wäre dafür geeignet?
Letzten Endes möchte ich es einfach richtig machen. Es soll also nicht die billigere oder einfachere Lösung werden sonder die bessere.

Daher die Frage wie isoliert man die Balkendecke richtig? Von unten oder die Zwischenräume?

Der neue Aufbau sieht dann so aus :
-Balkenlage
-25mm osb verlegeplatte, verschraubt, nut und feder geklebt
-Fördertherm Holzfaser fußbodenheizung 30mm
-Fermacell Trockenestrich 20mm
-3mm Kork trittschutz
-Bodenbelag, Parkett oder dielen



...



Der Keller hat im Bereich der holzbalkendecke einen naturboden und zwei kleine kippfenster. Er wird momentan und in Zukunft als Lagerraum genutzt (autoreifen usw).
Gelüftet wird sporadisch. Im Winter Kondenswasser an den einfach verglasten kellerfenstern.
Letztes Jahr war ein Herr der Firma isotech bei uns. Wir wollten ein Angebot für eine Abdichtung der kellerwände (feuchter Balken Außenwand, wassereintritt). Er hat dann die Feuchtigkeit in den Wänden/Boden an verschiedenen Stellen gemessen. Seiner Aussage nach waren die Werte nicht besonders hoch. Genaue Zahlen hab ich allerdings keine.
Der Keller wurde dann letzten Sommer freigelegt, 2 Monate getrocknet und abgedichtet. Er ist jetzt "gefühlt" trockener, kein modriger kellergeruch mehr.
Aktuelle Messwerte habe ich leider nicht.

Zur balkendecke.
Die Balken sind im Querschnitt 11x16 oder 18cm stark. Über die raumbreite von 4m liegen 7 Balken im Abstand von ca 60cm. Die raumlänge beträgt 8m. In der raummitte liegen die Balken auf einer betonwand auf (siehe Bild).
Wie in meinem ersten Beitrag bereits beschrieben, muss der verfaulte Balken gewechselt werden. Daher muss auch der dielenboden raus. In diesem Zuge wird auch die fußbodenhöhe ausgeglichen.
Entweder durch seitliches beilaschen von bohlen. Oder durch ausschiften/hobeln von kanthölzern auf den Balken.
Das hängt aber davon ab wie isoliert wird (von unten oder Zwischenräume).

Ich scheue mich etwas davor die schlacke zu entsorgen. Staubige und ungesunde Angelegenheit, außerdem teuer. Als nächstes müsste ich ja dann wieder Masse in die Zwischenräume bekommen. Welches Material wäre dafür geeignet?
Letzten Endes möchte ich es einfach richtig machen. Es soll also nicht die billigere oder einfachere Lösung werden sonder die bessere.

Daher die Frage wie isoliert man die balkendecke richtig? Von unten oder die Zwischenräume?

Der neue Aufbau sieht dann so aus :
-Balkenlage
-25mm osb verlegeplatte, verschraubt, nut und feder geklebt
-Fördertherm holzfaser fußbodenheizung 30mm
-Fermacell trockenestrich 20mm
-3mm Kork trittschutz
-Bodenbelag, parkett oder dielen



Außenwand



Außenwand



Decke



Decke



Balken wechseln



mir ist noch nicht klar, welcher Balken gewechselt werden muss. Aber ich kann mir nicht vorstellen, das deshalb die gesamte Dielung raus muss. Ich würde die Schlacke und den Fehlboden drin lassen und von unten dämmen. Noch eine Frage zum Aufbau FBH: Welche Funktion sollen die 3mm "Trittschutz" aus Kork haben? Kork ist ein Dämmstoff, in der FBH eher kontraproduktiv.



Der...



Balken welcher parallel zur außenwand verläuft muss gewechselt werden. An der Ecke wo der Balken aufliegt gab es über Jahre wassereintritt.
Der trittschutz ist ja eigentlich Nebensache... Aber sie haben wohl recht das Kork nicht das richtige Material ist.

Was wäre dann ihr Vorschlag um den unebenen Fußboden auszugleichen wenn die dielen bleiben könnten ? Eine Trockenschüttung direkt auf die alten dielen?



Entschuldigung



dass der Dielenboden uneben ist, hatte ich überlesen. Also, das mit dem Aufschiften habe ich vor langer Zeit mal in einem Raum gemacht. In der Zeit, wo ich die Kanthölzer und Federn geschnitten, angepaßt, wieder gehobelt, wieder angepaßt habe, hätte ich die Dielen rausgehabt, seitliche Bohlen mit dem Laser angebracht und die Dielung neu verlegt. Unter der Maßgabe würde ich die Dielen aufnehmen, die Schlacke an den Balken etwas entfernen, 60-iger Bohlen beilaschen, Schlacke wieder rein, Rest mit Perlite auffühllen und abziehen, dann OSB und den Rest. Die Dämmung von unten einbringen, UK für Heraklith und spachteln. Und vor allem nicht mehr sporadisch Lüften , sondern mit System, will heißen, wenn absolute Feuchte und Temperatur außen geringer als innen ist. Das funktioniert mit einer autom. Lüftungsanlage für ca.400,00 ( bei Selbsteinbau der Lüfter) ganz gut.



Ist...



... es dringend notwendig die heraklithplatten zu verspachteln? Braucht es die Platten überhaupt?
Eine Unterkonstruktion welche das Dämmmaterial fixiert würde doch reichen!?!?
Der Keller wird ja nicht großartig genutzt.
Angenommen ich Dämme die Unterseite mit gutex thermoflex. Welche Stärke wäre nötig?



Heraklithplatten



müssen natürlich nicht verspachtelt/geputzt werden, das ist Deinem Geschmack überlassen. Bei uns im Dorf ist ein Haus, der hat im EG außen die Hälfte mit Heraklithplatten beklebt, das steht jetzt in der freien Bewitterung seit mind. 5 Jahren. Zur Dämmstärke: Wieviel cm hast Du denn von Unterkante Fehlboden bis UK Balken? Nur die Matten reinzuklemmen - ich weiß nicht. Die verdrecken und so ganz ohne Feuchtepuffer ? also ich würde es nicht machen. Und rolle mal nach oben zu den aktuellen Beiträgen, zum Beitrag mit den rausfallenden Holzfaserplatten aus der Zwischendeckdämmung.



Dämmstärke



Zwischen fehlboden und Unterkante Balken habe ich fünf cm Platz. Das wird wohl nicht ausreichen.
Ich könnte ja seitlich an die Balken Bretter beilaschen, ca 15cm hoch. Und dann mit gutex stopfen. Dann eine Lattung quer zur Balkenlage anbringen. Das sollte ausreichen damit die Dämmung nicht raus fällt.
Oder gibt es da eine Standart Lösung für solche Fälle?



Kannst machen



ich denke aber 120 mm reichen aus. hast du mal den anderen Beitrag gelesen, Holzfaser reagiert mit Luftfeuchte.



Jep



Den anderen Beitrag habe ich gelesen. Ist zwar eine andere Situation aber das Problem mit der feuchten Dämmung kann im Keller ja auch passieren.
Habe deshalb heute mal bei gutex angerufen. Der gute Mann von gutex sagt das gutex thermoflex ohne Bedenken im Keller verwendet werden kann. Allerdings hat er dazu geraten unterhalb der Dämmung eine difusionsoffene "Folie" anzubringen, z. B. von pro clima.
Macht die besagte "Folie" wirklich Sinn?

Ein anderer aktueller Beitrag beschäftigt sich ja auch mit der Dämmung der kellerdecke.
https://community.fachwerk.de/index.cfm/ly/1/0/forum/a/showForum/286987$.cfm
So wie er es macht hatte ich es ursprünglich ja auch geplant. Der Vorteil wäre natürlich das der Höhenunterschied vom fussboden einfacher auszugleichen wäre.
Und ich muss nicht an der kellerdecke um die heizungsrohre und sonstige Hindernisse herum-dämmen.

Wie verhält es sich denn mit der Stabilität der Decke im Bezug auf Schwingung und Schall wenn die schwere schlacke entfernt und dafür ein leichter dåmmstoff eingebracht wird?



Die "Folie" macht Sinn



und über die Masse zur Schwingungsdämpfung habe ich bereits in meinem ersten Beitrag geschrieben. Schallschutz spielt wohl null Rolle, im Keller wollt ihr ja nicht schlafen oder wird das ein Ruheraum. Ich habe dir doch einen Vorschlag gemacht, wo die Schlacke drinne bleibt, in dem Beitrag, der mit Entschuldigung betitelt ist. Übrigens dämmt die Schlacke auch. Es ging mir jetzt nur darum, dass ich die Holzfaserdämmung nicht nacksch in den Keller ragen lassen würde und mit der Heraklith einen Luftfeuchtepuffer hätte.



Schwingungsdämpfung



Ja stimmt, hattest du bereits geschrieben. Vermutlich hab ich in letzter Zeit schon zu viele Beiträge gelesen... Da kommt man schonmal durcheinander.

Also dann Masse in die Decke, Isolation unter die Decke. Genau so wird es wohl werden.
Nochmal zum Ausgleich zur Höhe :
Der Vorschlag wo die schlacke drin bleiben kann hat, wie ich finde, einen Haken.
Die schlacke auf die Seite zu räumen um an den Balken seitlich bohlen zu befestigen kommt für mich nicht in Frage.
Der Grund... Genau so haben wir es 2018 im OG gemacht. Es war ein richtiger Mist!
Wenn ich seitlich bohlen anschrauben möchte brauche ich viel Platz um den akkuschrauber anzusetzen. Also muss die schlacke erst auf eine Seite geschaufelt werden. Anschließend auf die gegenüberliegende seit um den nächsten Balken zu beplanken. Und zu guter letzt wird die schlacke wieder gleichmäßig verteilt.
Wir haben ausgesehen als wären wir gerade aus dem Stollen gekrochen :-)

Deshalb bleibt nur schlacke raus, seitlich beilaschen. Oder schlacke drin lassen und die Balken mit kanthölzern ausgleichen.
Dein Erfahrungsbericht über das aushobeln hat mir nicht gerade Mut gemacht, wegen der letzteren Lösung.
Gibt es denn noch eine andere Methode?



Schöne neue Werkzeugwelt



ich habe einen Schrauber mit Winkelvorsatz verwendet, ok. war auch nicht so viel Schlacke wie bei Dir und wahrscheinlich auch nicht so staubiges Zeug. Als Masseersatz käme dann noch Gehwegplatten +perliteschüttung ( preislich interessant) oder hanf-Lehm-Trockenschüttung in Frage.