Holzbalkendecke-Biegung

12.01.2019 PatAltbau



Hallo,

Ich habe eine Altbauwohnung (2ter Stock) in einem Denkmalgeschützten Haus gekauft. Der Zustand des Haus ist grundsätzlich sehr gut, Feuchtigkeit ist kein Thema.

Beim größten Zimmer 6,4m*6,4m biegt sich die Decke in der Mitte im Vergleich zum Rand um gute 25mm durch. Wenn man in der Mitte springt, ist auch eine kurze Schwingung zu spüren.

Meine Fragen:

* Sind 25mm für einen 6,4*6,4 großen Raum in Ordnung?
* Ist ein kurzes Schwingung für so eine Spannweite normal?
* Welche dauerhafte Durchbiegung sollte man in so einem Raum maximal haben in der Mitte?

Frage richtet sich primär an Personen, die beruflich damit zu tun haben und sich wirklich auskennen.
Bitte um seriöse Antworten.

Vielen Dank und lg,

Patrick



Das ist...



...ganz normal. Sowohl das leichte Durchhängen, als auch das Nachschwingen. Im Zuge einer Sanierung könnte man beides verringern, aber dazu müsste das Parkett 'raus - und das wäre wohl nicht angemessen.

Eine leichte Durchbiegung ist bei Balkendecken sogar unvermeidlich, und auch leichtes Schwingen. Es ist kein Hinweis auf Baufehler/ -schäden. Verbindliche pauschale Werte für Altbauten gibt es nicht.

Grüße

Thomas



Parkett



Hallo Thomas,

Vielen Dank. Der Parkett ist nicht mehr zu gebrauchen, wir wollen die Höhenunterschiede mit Perlit ausgleichen, dann V100 Platten darüber und dann einen neuen Parkett legen. Wir durch das Gewicht das Schwingen auch besser? (Der Raum ist zur Zeit völlig leer) Lg Patrick



Mit viel Aufwand...



...nix bewirken? Eine lose Schüttung und schwimmende Verlegeplatten werden eher zusätzliche Probleme schaffen, statt das (nicht wirklich) vorhandene zu lösen. 25mm sind über 6,5m kein beachtenswerter Höhenunterschied - das ist eher unterer Durchschnitt im Altbau. Ich kann nur abraten. Und es kann leicht passieren, daß Ihr mehr rausreissen müsst, als Ihr dachtet. Parkettleger seid Ihr wohl auch nicht...

Jetzt funktioniert der Boden doch, oder, wo ist das Problem am Parkett?

Grüße

Thomas



Boden



Hallo Thomas,

Es sind in allen Zimmern unterschiedliche Böden, gebrochener Parkett, Teppichboden, etc. Wir hätten gerne 1 Parkettyp durch die ganze Wohnung, auf 1 Ebene. Sollen wir den neuen Boden besser direkt mit Trittschalldämmung auf den alten drauflegen und das Durchhängen sein lassen wie es ist?
Danke für deine Hilfe.
Lg Patrick



Ausgleichen



Ich habe bei mir entweder die Böden erhalten oder die Böden neu aufgebaut. Mit Schüttung und Ausgleich wird die Bodenhöhe geändert und erfordert die Anpassung von Türen und Treppen. Im schlimmsten Fall reicht dann nachher die Höhe der Fensterbrüstung nicht mehr aus oder die Raumhöhe entspricht nicht mehr den eigenen Anforderungen.

Ich hatte in meinem Haus schon einige Räume mit entsprechend niedriger Deckenhöhe und habe dann beim Rückbau festgestellt, dass ein Fußbodenaufbau von 5 cm und eine Decke aus Profilbretter zusammen schon eine zusätzliche Raumhöhe von 15 cm ausmachen. Für mich eine bedeutende Verbesserung der Wohnsituation.

Ein durchhängender und schwingender Boden ist nicht unbedingt die ideale Basis für einen neuen Boden. Bei 25 mm auf 6,5 m würde ich mir keine Gedanken machen. Das ist minimal. Ich hatte bei mir 11 cm auf 5 m, da war dann eine Untersuchung notwendig. Trittschalldämmung und Klickparkett sind zusammen etwa 2 cm zusätzlicher Aufbau. Das wäre unproblematisch. Aber zusammen mit einer Schüttung wäre mir das zu viel.