Holzbalkendecke auf 12'er Wand

27.01.2014 Heiko



Hallo,

in unserem Haus liegt eine Holzbalkendecke auf einer 12'er Ziegelwand auf. Das hat die letzten 80 Jahre offenbar gut gehalten, erscheint uns aber etwas grenzwertig, zumal wir gern unser Wasserbett beim Umzug behalten würden. Gibt es Möglichkeiten so eine Wand zu verstärken, so dass man auch aus heutiger Sicht damit beruhigt leben könnte? Das Haus ist entkernt und momentan noch im Rohbau - an baulichen Maßnahmen ist daher noch Einiges machbar.

Wir würden uns über eventuelle Vorschläge von euch sehr freuen - wenn es noch Fragen zu einzelnen Details gibt, beantworte ich diese sehr gern.

Vorab vielen Dank!



zur



Beurteilung aus der Ferne bitte mehr Infos, Mittelwand, Außenwand, Mauerschwelle ? Wandhöhe? Fotos !!



Beurteilung aus der Ferne



Es handelt sich um eine Mittelwand von zwei etwa 20m² großen Räumen, ca. 5,00m lang und 2,80m hoch. Auf der Wand befindet noch ein Holzbalken, auf dem dann die Deckenbalken versetzt aufliegen.

Fotos könnte ich erst am Wochenende machen, aber dann ist der Thread wohl auch schon wieder untergegangen.



das



geht hier nicht so schnell unter.....
Foto wäre gut und die Zimmerbreite, um für die Statiker eine Vorstellung der Belastung der Wand zu bekommen. Wenn da ein Balken ist - könnte das eine eingezogenen Fachwerktrennwand sein, die in der Wand noch weiter Ständer (ev. überputzt) enthält. So wäre die Wand gefühlsmäßig nicht vertrauenserweckend. Außerdem bitte beschreiben, worauf die 12er Wand steht - EG-Fußboden/Fundament oder durchgende Wand ins EG oder .....





Die beiden Räume sind ca. 4,00m breit, der Vordere ist unterkellert, der hintere nicht. Damit steht die Wand auf der Kellerwand, die doppelt so breit gemauert wurde - als 24cm.

An der Wand ist kein Putz mehr, daher kann ich ein Fachwerk ausschließen. Das Balkenlager kann eigentlich auch keine tragende Funktion haben, da es aus zwei Balken zusammengestückelt wurde, die zudem viel dünner sind, als die Deckenbalken.

Vielleicht hilft das schon, damit man sich ein Bild machen kann. Bilder kann ich dann am Wochenende nachreichen.



wenn



das jetzt bauteschnisch (kein Putz) so einfach darstellt und Du bedenken wegen der Deckenlast hast, dann würde ich (als Maurer) die Decke abstützen (fachgerecht), etwas anheben und dann die Wand abbrechen und neu aufmauern ! Das wäre das einfachste, da Du auch die (wenn überhaupt vorhanden) horiz. Sperrung gleich erneuern könntest. Aber das nur so als Idee ohne es gesehen zu haben. 17er Wand würde dann reichen mit neuen Ziegel oder 24er unter Verwendung der alten "gesunden" Steine und Zukauf für den Rest.



Wand abbrechen und neu aufmauern



Ok, dass solche radikalen Vorschläge kommen, damit hätte ich jetzt nicht gerechnet, aber wenn sich keine bessere Lösung findet, ist das vielleicht der einzigste Weg. Ich werde am Wochenende mal Bilder einstellen - mal sehen, was ihr dann dazu sagt.

Bis hierher schon mal vielen Dank!



das



radikalste ist manchmal das schnellste - so eine Wand steht mit neuen Ziegel an einem Tag. Wenn Schallschutz eine Rolle spielt, dann nimm Kalksandstein, sonst HLZ, jeweils 17 (Mindestmaß für tragend)oder 24 cm breit.
Alles andere wird wohl nur ein Provisorium oder steht vor (Stützen, Pfeiler....) . Ansonsten einen Statiker vor Ort kommen lassen. Hier im Forum nur grundsätzliche Gedanken.



Bild von der Wand



Ok, hier mal eine Bil von der Wand. Die Tür rechts haben wir zugemauert. Beim Durchbruch haben wir einen vorhandene Durchgang verbreitert und mit einem T-Träger abgefangen. Offenbar kann man jur ein Bild im Beitrag posten. Soll ich noch weiter einstellen?



wenn



Du die Frage eher gestellt hättest .....
Also ich hätte vorher die 17er Wand gleich gemauert. Wie Du die Wand anders ertüchtigen könntest ohne viele Aufwand - keine Idee - hier eine 17er ider 24er neu aufmauern - 1 Tag Arbeit.
PS: je Textbeitrag ein Bild - kannst aber mehrere Beiträge mit "weiteres Bild" einstellen - kein Problem.
Was Du nun machst - Deine Entscheidung.



wenn du die Frage eher gestellt hättest .....



:-)

Mir war das von Anfang an gar nicht bewußt, dass die Wand eventuell problematisch sein könnte und so haben wir eben erstmal losgebaut.

Nachdem man nun einige Gespräche mit verschiedenen Handwerkern geführt hat und die Wand immer wieder ungefragt zum Thema wurde, fängt man schon mal an nachzudenken.

@ Olaf: Ab und an mal in Berlin zu tun?



ne



die Sachsen meiden Berlin so gut es geht, ich bin sehr bodenständig. Du brauchst dabei wohl Hilfe ?



Du brauchst dabei wohl Hilfe?



Oh ja, das übersteigt ein wenig mein Selbsvertrauen ;-)



dann



stell doch eine Bitte um Hilfe hier ein - vielleicht meldet sich jemand, mit dem Du zusammen das bewerkstelligen kannst.
Wichtig sind eine gute Vorbereitung (Schwerlaststützen, Wagenheber, Kantholz, das Freimachen der Wand sollte auf alle Fälle ein Fachmann machen (Zimmermann).



Bitte um Hilfe hier einstellen



Du meinst hier im Forum - als ganz normalen Beitrag?

Die Stützen haben wir schon mal bei Boels gemietet und Holz ist noch jede Menge da. Wagenheber hab ich sicher auch noch 2 oder 3 Stück, aber dafür sind doch die Stützen da, oder?



man



kann - aber es geht auch der Wagenheber (1er) und dann erst die Stütze drunter. gestoßene Balken oben mit Bauklammer oder Knagge (kurzes Brett) fest miteinander verbinden - die könnten Schubkräfte über das Auflager abgeleitet haben.