Holzbalken-Anschluss Trockenbauwand

27.12.2018 dchrist1



Hallo zusammen,

bei uns haben Handwerker eine Vielzahl von Anschlussfugen zwischen Trockenbauwand (120mm KVH, doppelt beplankt mit 15mm OSB und 12,5mm Fermacell) und senkrechten Holzbalken - soweit ich sehe - mehr oder weniger starr verbunden. Es wurden Acrylfugen direkt zwischen Fermacellplatten und Holz gespritzt. Ohne eine Trennung der Bauteile. Demnach gibt es jetzt unschöne Risse zw Fermacell und Acryl.

An den Decken habe ich das Thema jetzt über Schattenfugen lösen lassen. Sodass die potentiellen Risse dezent versteckt sind. Bei den senkrechten Balken sehe ich aber aktuell nicht, wie wir das lösen können. Die Handwerker würden nochmal Acryl drüber machen, was meiner Meinung nach die Ursache aber nicht löst, oder? Habt ihr noch eine Idee, wir ihr dieses Thema angehen würdet?

Viele Grüße
Daniel



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Acryl löst das Problem nicht. Je nach Acryl kann es auch irgendwann gelblich werden und durch die Wandfarbe durchschlagen.
Das Acryl haftet zwischen Putz und KVH besser als der Putz mit sich selbst. Dadurch kommt es zum unschönen Abriss mit Flatterrand.
Grund ist die unterschiedliche Bewegung von Holz und Auskleidung. Es ist ein bekanntes Problem weshalb Dichtstoffe hier immer nur eine schnelle Murkslösung darstellen.
Abhilfe bringt es, die Dichtmasse zu entfernen und auf das KVH eine Trennlage aufzubringen. diese kann z.b. Abklebeband aus Papier sein. Dann gegen die Trennlage putzen oder spachteln und das überstehende Kreppband mit einem Cutter abschneiden. Dadurch bekommt man eine kontrollierte Abrissfuge zwischen Klebeband und Spachtelmasse.