Holzauswahl Fachwerk Konstruktion

24.02.2020 August


Hallo Menschen mit Fachwissen! Das Internet macht mich fertig, Unmengen von gebalten Halbwissen oder Werbung Also ich habe ein sehr stark sanierungsbedürftiges Fachwerkhaus ca 1890. Das Gebälk ist/ war aus Kiefer.
Bei beiden Trauf-Seiten Ist das Fachwerk im Untergeschoss nur noch im Fragmenten erhalten, muss also erneuert werden. Meine Frage wäre ob jemand Informationen über Fachliteratur hat, in der ich etwas über die Holzauswahl und die verwendeten Einschnitt arten der Bau-Teile finde Also zu Beispiel Schwelle Herz-freier Einschnitt oder Vollstamm Kern nach oben oder unten ? Liebe Leidensgenossen ich wäre sehr Dankbar über eine Information im voraus vielen Dank für die Mühe.



Ein Buch, ohne es zu kennen:



"Das Fachwerkhaus
Restaurierung, Sanierung, Modernisierung
Verfahren, Materialien, Konstruktionen"
Wolfgang Lenze, Selbstverlag 1999

wurde hier im Forum schon öfters empfohlen.
Meine Beobachtung ist, dass bei herzgetrenntem Einschnitt bei neuem Holz die markabgewandte Seite, also die linke Seite reißt. Ich habe da aber nie genau drauf geachtet, weil ich meist Altbalken genommen habe, was auch empfohlen wird. Man müßte mal in einem bestehenden Haus an die Stirnseiten schauen, wie die früher mit dem Einschnitt verfahren sind.



Holzauswahl Fachwerk Konstruktion



vielen dank, das Buch kenne Ich ist auch, ein tolles Buch aber zu meiner Frage steht da leider auch nichts. beste Grüße



Holzauswahl



Wäre es nicht sinnvoller- zumindest wenn es um eine konkrete Sanierung geht-
sich die beim konkreten Objekt sinnvoll einzusetzenden Materialien zu überlegen?

Fachbücher sind interessant, kosten aber jede Menge Zeit zum Durcharbeiten und hinterlassen hinterher evt ähnlich viele Fragen wie das Stöbern in Bauforen.
Und auch in Fachbüchern gibts unterschiedliche Meinungen.

Es gibt div Reprint-Holzbaubücher zum Thema.
Für Schwellen würde ich ohnehin besser Eiche verwenden,
ggf Lärche, wenn’s ein Nadelholz sein soll.

Ich würde in der Regel die rechte (Kern)Seite der Schwelle nach unten legen, aber auch abhängig von der Situation.
Bei nicht so trockenem Holz auf der linken Seite (Splintseite) ca 1/3 tief einen Längsschnitt machen, um einen kontrollierten Rißverlauf zu bekommen und diese Seite so legen, dass weder Wasser eindringen kann noch der Schnitt optisch stört.



Holzauswahl Fachwerk Konstruktion



Vielen Danke für die Antwort. ich bin kein unbedachter Bastler ,ich bin Tischlermeister und Restaurator nur leider ist es mein erstes Fachwerkhaus und es ja auch Zimmermanns-Handwerk. Ich kann mir ja nicht alle Bücher kaufen in der Hoffnung etwas zu finden.
Und die meisten Bücher sind, finde ich mehr, eine Erlebnis Beschreibung ich und meine Fachwerkhaus Sanierung und bieten oft keine Fachliche Orientierung. Der Werkstoff Holz ist mir ein sehr vertrauter Werkstoff und seine Verhaltens- Weisen sind mir Bekannt.Das Haus ist von ca. 1880 und dessen Fachwerkkonstruktion ist komplett aus Kiefer, dabei werde ich auch bleiben. hält bei richtiger Verarbeitung auch ewig.( und unsere Wälder sind voll damit und Eichen seltener und für unsere Wälder und Natur sehr wichtig sind)
Als erstes habe ich erst mal gecheckt was für Holz überhaut zu bekommen. das Format ist 24*18 cm.
Kreuzhölzer in diesem Format sind nur schwer zu bekommen,so werden es Wohl Herz-getrennte Halbhölzer mit einer Festigkeitsprüfung C24 werden.Kern nach unten hört sich erst mal vernünftig an,
Aber dann läuft das Spritz und Regen-Wasser immer auf die Splint- Seite und die ganze Last der Ständer drückt sich in das weichere Splintholz. Wenn ich die Kernseite (rechte) nach außen mache denke ich,, ist es auch protoplasmatisch für Konstruktion wenn es arbeitet wir es sich ja etwas vordrehen und alle Ständer mit. Splint nach unten finde ich auch kritisch eventuell mit Blech-Sperre. Also ich weis es nich,t es gibt wohl keine optimale Lösung, ist halt Holz. ich hätte trotzdem gerne die Lösung nach anerkannten Regel der Technik. ich Danke für die Hilfe und würde mich freuen wenn jemand diese für mich hat.



nochmal der Hinweis



wie haben es die Erbauer denn gemacht? Ich habe mal bei uns und den Nachbarn geschaut. Der Kern liegt in den Schwellen bei beiden Häusern in der Balkenmitte, also einstieliger Einschnitt. Sicher ist das auch eine Kostenfrage früher gewesen. Im Dorf haben wir einen denkmalspezialisierten Zimmermann, wenn ich den erwische , kann ich ihn ja mal fragen. Aber ich weiß, dass er Unmengen von alten Balken in seinem Hof sammelt, weil er für Reparaturarbeiten nur altes Holz nimmt.
Hier fand ich hilfreiche Infos: https://www.joda.de/Infos/Fachwissen-Holz/Holz-Verformung-und-Einschnittarten/



Holzauswahl Fachwerk Konstruktion



Danke wäre toll wenn du mal fragen würdest. Früher gibt es nicht mehr alles Weg und mit Klinkersteinen aufgefüllt und Mega dilettantisch. Die Bewohner haben zu DDR Zeiten versucht das Haus bewohnbar zu halten
aber alles was sie gemacht haben, hat dem Haus nur geschadet alles mit Blechen zu getackert und Beton war die Lösung, alles konnte schön vor sich hin rotten. Es ist noch gerade so viel vorhanden das man an Hand des Rähmholz und den Rest Streben, es Rekonstruieren kann.



Zimmermann noch nicht erreicht



aber vielleicht ein hilfreicher Link, interessant im mittleren Bereich mit den Tabellen.
https://slideplayer.org/slide/852972/



Noch ein Tip



suche mal oben rechts mit der Lupe nach dem Forumsmitglied Holzbau Gerhard Schobig. Vielleicht kann er Dir weiterhelfen.



Holzauswahl Fachwerk Konstruktion



Vielen Dank ich schau mal rein.




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