Lärchenzaun

23.09.2004



Hallo Ihr Lieben,
wir wollen unseren Zaun ums Haus herum aus Lärchenlatten bauen.Hat jemand eine Idee,wo wir das Holz günstig herbekommen können(Düsseldorf/Mettmann)?Die Latten sollen ca. 1.60m hoch sein(mit Spitze),10 cm breit und 2,5 cm tief.Die Pfosten ca.2,50m lang und 12x12 cm im Durchschnitt.Die Querlatten 2,50m lang,8cm breit und 4cm tief.Der Zaun soll ca.120m lang werden(ist allerdings nur der Bereich an der Straße).Ein Angebot,daß uns vorliegt beläuft sich dafür auf ca. 3000 Euro.Da der komplette Zaun mindestens dreimal so lang wäre würde ich bei diesem Kurs mindestens so lange stricken,bis ich ne alte Oma geworden bin.Gibts das auch günstiger,zumindest bis ich Mutter geworden bin?Für Tips und Ideen wäre ich sehr dankbar.Liebe Grüße sendet Euch
Christine von der Brücker Mühle



Was kostet ein Auto ?



Hallo Christine Krull,

diese Frage läßt sich ähnlich schwer beantworten wie die Frage nach den Holzkosten - im Prinzip von ... bis ...

Vorab: auch wenn Sie sich auf die Holzart festgelegt haben, sit Holz nicht gleich Holz. Bei Schnittholz müssen Sie erstmal nach Sortierklassen / Qualitätsklassen unterscheiden. M.E. gibt es bei Lärche 4, von A - D.
Damit wird festgelegt, welchen Astanteil das Holz haben darf, Harzgallenanteil, Drehwuchs etc. Dafür gibt es auch eine Europäische Norm.
Für einen Zaun brauchen Sie nicht unbedingt Klasse A. D sollte es aber auch nicht sein - hier sind schon mal angenagte Stücke zulässig.

Die nächste Frage ist die Bearbeitung: sägerauh oder gehobelt (wieviel Seiten), mit/ ohne Fase etc. Jeder Arbeitsschritt kostet natürlich Geld.

Bei Ihrem Vorhanben mit 120 lfd Meter kommen schon mal schnell 5 cbm Holz zusammen. Bei Lärche würde ich im Moment von Kosten von grob geschätzt EUR 400 + /cbm ausgehen.

Also, man kann schnell bei EUR 3.000 landen bevor man Mutter wird. Ein Sonderposten wird sich bei der Menge von 5 cbm auch nicht so schnell finden lassen. Da ist es bei Mengen für ein Laufgitter schon einfacher ;-)

Nennen Sie doch mal Details aus Ihrem Angebot, vielleicht kann man das ganze dann besser beurteilen.

Gruß aus BS



Sägewerk



Hallo,
ich würde mal gucken, ob es in Ihrer Nähe ein Sägewerk gibt.
Falls ja, fragen Sie dort doch mal nach.
Wir für unseren Teil haben unseren Dachstuhl auch aus Lärchenholz beim Sägewerk gekauft. Wie zuvor schon erwähnt ist die Qualität vorher abzuklären.
Harzgallen sind nämlich schon etwas unangenehm, aber bei einem Zaun wohl nicht ganz so dramatisch.
Ach den Transport vom Sägewerk zu Ihnen müßten Sie ggfls. selber organisieren.
Kosten für Lärche lagen bei 305 €/m³ alles inklusive.
Gruß



@ Tanja



Hallo,

danke für den Kostenhinweis von EUR 305,. für Lärche. Das halte ich bei sägerauhen Sparren ab Werk auch für "normal".

Beim vorliegenden Zaun gibt es jedoch viel mehr kleinteiliges und damit auch teureres Holz. Deshalb binich bei meiner Kostenschätzung von mindestens EUR 400,- ausgegangen. Bei Lieferung frei Baustelle und Hobeln etc. kommt man dann auch schnell auf 500,- und mehr.

Gruß aus BS



Also doch stricken



Vielen Dank Tanja und Bernd,
vor allem Dank für den Hinweis der unterschiedlichen Qualitätsklassen,da werde ich noch mal genau nachfragen.Das Angebot war für gehobeltes Holz.Also ist das Angebot,was uns gemacht worden ist,durchaus im Rahmen nach Euren Ausführungen.Holzhändler bei uns in der Nähe habe ich angerufen,zwei schicken ein Angebot,das liegt noch nicht vor und die anderen haben gar keine Lärche.Allerdings ist dabei noch eine Frage aufgetaucht.Ein Holzhändler machte mich darauf aufmerksam,daß es für die Pfosten eine Metallspitze gibt,die in den Boden gerammt wird und das Holz hineingesteckt wird,damit es nicht verfault.Die Spitze ist ca. 70 cm lang und man würde dadurch natürlich auch einiges an Holz sparen.Ist es sinnvoll,darüber nachzudenken,sieht das vielleicht bescheuert aus,wenn man ein schönes altes Fachwerkhaus hat und dann schauen am Zaun ungefähr 10 cm Metall an den Pfosten aus dem Boden,kann man das Holz auch anders behandeln,damit es nicht so schnell verrottet,z.B. mit Pech Streichen oder ankohlen?Es dankt Euch für Eure Hilfe
Christine von der Brücker Mühle



Direktbezug



Hallo Christine,

bei der Menge, die Du benötigst, würde ich auf jeden Fall den Direktbezug vom Sägewerk favorisieren, wie Tanja auch schon vorgeschlagen hat. Warum einen Zwischenhändler einschalten? Mach Dir Gedanken darüber, welche Sortierklasse Du haben willst und dann gib das ganze mit Stückliste ans Sägewerk. Du kannst Dir dort evtl. auch Muster ansehen. 2 oder 3.000 Euro sind nun auch kein kleiner Auftrag.

Die nächste Frage - ob gehobelt oder sägerauh - hängt wieder davon ab, wie Ihr den Zaun zukünftig behandeln wollt.

Lärche legt sich mit der Zeit einen eigenen Holzschutz zu - sie vergraut mit einem Silberton. Wenn Du das haben willst, solltest Du bei sägerauhem Holz bleiben. Dieses Holz kann man auch sehr gut mit einer Emulsionsfarbe (kann man selbst herstellen) streichen oder nur mit einem Schutzanstrich aus Leinöl versehen. Dann behält das ganze einen etwas rustikaleren Charakter.

Wenn Du lackieren willst, sollte das Holz gehobelt sein. Damit kommt aber das nächste Problem. Zum Lackieren sollte das Holz eine Restfeuchte von unter 15% haben, sonst platzt Dir der Lack wieder ab. Dafür mußt Du dann ggf. entsprechend getrocknetes Holz kaufen (Preisfrage) oder nach Anlieferung dann selbst entsprechend trocken lagern, bis es soweit ist.

Zum nächsten Punkt - Befestigung: Der Händler hat natürlich recht mit dem Hinweis des Erdkontaktes, den würde ich auch auf jeden Fall vermeiden wollen. Die von Dir ins Auge gefaßten Möglichkeiten (Pech und Ankohlen) sind m.E. nur halbe Schritte und ggf. ökologisch bedenklich.

Zwei weitere Überlegungen: Beim einfachen Verbuddeln der Pfosten bekommst Du auf Dauer keine genügende Stabilität - irgendwann wird die ganze Konstruktion etwas "windschief". Die Lösung mit den Einschlaghülsen sehe ich auch etwas skeptisch. Einmal bekommst Du die Dinger nie zentimetergenau eingerammt, d.h. Du bist dann beim Anbringen der Querlattung immer am Vermitteln. Außerdem liegen die auch bei ca. EUR 10 /Stück. Hinzu kommt, daß die Einsteckhülsen auch nur eine geringe Höhe haben - ich meine ca. 10 cm - und dann wird das ganze bei einer Höhe von 1,60 m doch oben auch etwas wackelig - abgesehen von Deinen optischen Bedenken.

Zusammenfasend: Ich würde angesichts der Länge und Höhe des Zaunes doch die klassische Variante mit Betonfundamenten bevorzugen, in die T-Eisen eingelassen sind und die Pfosten dann an die T-Eisen schrauben. Macht insgesamt zwar etwas Arbeit, ist aber genauer und dauerhafter.

Jetzt aber erst einmal Schluß.
Gruß aus BS

Bernd



Einschlaghülsen ...



kosten keine 10€/Stück.
Ich habe einen Satz 90cm lang und für einen 70er Querschnitt für 4€/Stück im nächsten Baumarkt bekommen (Globus).

Mein Vorbesitzer hatte die Hülsen für den Zaun in Beton eingelassen. Das ist vielleicht doppelt gemoppelt und mit einem T-Eisen vom Schrott kommst du billiger. Aber bomenfest ists allemahl.

Aber wozu braucht man einen 1.60m hohen Zaun eigentlich? Diverses Viehzeugs im Hof?



@ Jens



Hallo,

der Preis für die 70er mag m.E. i.O. gehen. Hier geht's aber um 120er, und die sind deutlich teurer - vielleicht keine € 10, aber nicht weit davon entfernt.

Gruß aus PS



Zu schnell gewesen ...



tatsächlich 120er ... habe ich wohl überlesen.