Fussboden

02.01.2008



Hallo,

welches Holz eignet sich qualitativ - ausdehnungsarm, relativ unempfindlich gegen über Feuchte, Pilze, Insekten -am besten für einen Holzfussboden, wenn der Preis nicht bedeutsam ist? Es sollen unbehandelte Landhausdielen zum Einsatz kommen, die nur geölt / gewachst werden sollen , wenn dies überhaupt notwendig ist.

Danke
Thorsten Grundmeier



Warum



soll das Holz gegen Feuchtigkeit, Pilze und Insekten unempfindlich sein. Wollt Ihr die Dielen direkt auf´s Erdreich legen und mit nassen Gummistiefeln drüberlaufen, vielleicht sogar im Aussenbereich? Wenn Holz im Innenbereich verbaut wird, ist im allgemeinen kein besonderer Schutz nötig. Die Abriebfestigkeit und Härte ist bei Laubhölzern in der Regel höher. Und wenn das Holz dann "nur" geölt wird, habt Ihr eigentlich alles an Holzschutz mögliche getan, ausserdem bei entsprechender Pflege einen auf Jahre hinaus optisch ansprechenden Boden. Die grauen Stellen, die man auf den endbehandelten Holzfussböden nach ein paar Jahren sehen kann, gibt´s da nicht.
MfG
dasMaurer



Ich muß Ulrich zustimmen...



...aber eine Frage bleibt unbeantwortet. Es gibt Riesenunterschiede bezüglich "Arbeitsverhalten" der verschiedenen Hölzer. Ziemlich agil ist Buche, sie reagiert stärker auf Luftfeuchtigkeit und Temperatur, Eiche weniger. Den Fugen beim Arbeiten zukucken kann man förmlich bei den weichen Nadelhözern (so ist es zumindest bei meinem Schwager nach meinem Eindruck). Frag mal bei Restauratio/Thomas Böhme nach, der kennt sich aus.

Gruß Patrick.



Welches Holz ?



Ganz einfach: jedes Holz vor dem es einem echten Holzbauer graust: "Totholz", also Tropenholz aus garantiertem Raubbau.

Ich würde es deswegen zu einer Frage der Ästhetik machen: Heimische Laubholzarten bieten reichlich Gestaltungsspielraum und werden Ihre Anforderungen erfüllen:
Birke, Ahorn, Eiche, Erle.

Grüße vom Niederrhein



Wo ist denn der Holzboden"vater"?



Hier gibt es eigentlich die umfassendsten Informationen rund um den Holzboden und dessen Verlegung, Schutz und Pflege.

Communarde:

Restauratio GmbH
Thomas W. Böhme
Pillnitzer Landstraße 124
01326 Dresden
Tel.: 0351 2685949
Fax : 0351 2685948
eMail: mail@restauratio.com
WWW: Homepage

Da kann man "Wurm"löcher in den Bauch fragen und bekommt die entsprechenden parktischen Antworten.

Grüße Udo



Als Landhausdielen



werden meist verblüffenderweise Mehrschichtdielen bezeichnet, das meinten Sie ja wohl nicht, oder?

Als wenig arbeitende Holzarten haben sich traditionell Eiche und neuerdings auch Douglasie bewährt. Auf Birke und Ahorm würde ich eher verzichten, weil sie doch etwas mehr arbeiten, auf Erle, weil das Holz einfach zu weich ist. Auf alle 3 Hölzer ferner, wenn eine gewisse Schädlingsrestistenz gewünscht ist. Erle ist regelrecht das Kompottholz für Anobien.

Wichtig ist aber außerdem unbedingt die Verarbeitung des Holzes vom Wald bis zur Diele - zuviele Komponenten spielen hier eine Rolle, um sie aufzuschreiben.

Wir führen ein sehr großes Sortiment an hochwertigen Dielenböden, auch in besonders großen Dimensionen, und beraten gern ausführlich, zunächst telefonisch, bei forciertem Interesse auch vor Ort.

Auch mich würde interessieren, warum die Schädlingsresistenz wichtig ist - im normal klimatisierten Wohnraum ist die Befallswahrscheinlichkeit sehr gering.

Grüße


Thomas

0177 5333544
0351 2685949