Holzaußenwand

14.08.2005



Hallöchen,

gestern waren wir nochmals in unserem neuen Haus und haben mit einem Baumenschen per Endoskop den Wandaufbau an der Nordseite untersucht. Dieser sieht wie folgt aus:

innen
-> Rigipsplatte, 2cm
-> Luftschicht, 5-10 cm
-> Putz (unbekanntes Material)
-> Schilfrohrmatte
-> Weichholz, 15cm, Hausbock (aktiv?)
außen

Das Holz hatte sich in den letzten 120 Jahren um einige cm gesetzt. Der Prozess dauert wohl noch an, da im Putz (ca 2 Jahre alt) der senkrecht dazu verlaufenden Wand ein etwa 1/2 mm breiter Riss diagonal zur Außenwand ist.

Das Holz klingt beim dagegenklopfen ziemlich dumpf.

An Aktionen hatte ich mir jetzt folgendes überlegt:

* Rigips raus
* Putz runter
* Decke absprießen und etwa 2 cm anheben
* vor die Wand 12er Ziegelwand stellen
* Hohlraum zwischen Holz und Ziegel mit Stroh-Stampflehm verfüllen
* nach Aushärtung Sprieße entfernen

Im Sommer darauf, sollte Hausbock doch noch aktiv sein (es gibt helle Ausfluglöcher, im Balkon (neueres Holz) hatte ich gestern welche gehört), eine Wärmebehandlung und anschließende Behandlung mit Verkieselungsmittel.

Habe ich irgend etwas übersehen und was haltet ihr davon?

Gruß von hier



HAAK



neubauen wird einfacher und billiger



Super Beitrag !!



HAAK, langsam glaube ich, daß Sie hier auf der falschen
Plattform gelandet sind !



prima



@Haak: Auch eine Meinung. Danke dafür.

@Andreas: Bitte den Troll nicht weiter füttern.



nee das würde ich nicht machen


Holzwolle+zementschaden01

Hallo
Wenn sich nach 120 jahren noch ein Holz "setzt" dann meistens wennes einen Schaden abbekommen hat.
so vom Gefühl und dem Aufbau her könnte es sein, dass die unteren Bereiche evtl Feuchtiglkeit abbekommen (haben) und am Verfaulen sind - Sie sollten die unteren Bereiche mal kontrollieren - gerade uach im Sockelbereich

ist der Sockel Zement - verputzt? ist der abgeschrägt nach aussen?

Vorsicht ist die Mutter der Holzbaukunst ...!

Anamnese - Diagnose - Therapie

FK



HAAK



kann sein das ich hier falsch bin.Vielleicht darf ich noch zum Schluß Fragen:Bitte ein vorschlag wie das ganze Saniert werden soll und die kosten(LERNEN WILL ICH AUCH)



?



nee das würde ich nicht machen

Zu aufwändig oder wenig zielführend?

Wenn sich nach 120 jahren noch ein Holz "setzt" dann meistens wennes einen Schaden abbekommen hat.

Halte ich auch für möglich. Wie geschrieben: bei dem dagegenklopfen klingt es ziemlich dumpf. Ich schätze, dass Hausböcke dort mehr gewütet haben, als es von außen den Anschein hat und die Tragfähigkeit ziemlich gelitten hat. Daher der Gedanke eine Ziegelwand auf der Innenseite zur Entlastung dahinterzustellen ohne weiter in die Statik eingreifen zu wollen. Den Lehm für eine dauerhafte Trockenlegung von wegen anfallender Kondensfeuchte und das Verkieselungsmittel gegen Neubefall von Schädlingen.

ist der Sockel Zement - verputzt?

Ich glaube ja. Der unterste Balken ist knapp 25 cm stark und klingt nicht ganz so dumpf wie einige andere.

ist der abgeschrägt nach aussen?

Du meinst die horizontale Fläche des vorspringenden Sockels? Ja, die fällt nach vorne hin geschätzte 10-20° ab. Die Holzfassade zeigt ziemlich genau Richtung Norden.

Fußbodenaufbau innen (Oberkante Fußboden ca auf halber Höhe des sichtbaren Sockels) von unten nach oben: Steinschüttung -> Betonplatte -> Balkenlage -> Dielen. Die Betonplatte hat der Höhe des Sockels wegen keinen Kontakt zu den Balken. Vor der Außenwand ist eine Drainage mit ca 30 cm Kiesrand. Feuchte aus dem Erdreich wird das Holz auch kaum erreichen.

Bleibt als Haken der Putz auf den Balken. Ich befürchte, dass der Taupunkt im Winter dort liegen wird. Wie kann man das denn bei diesem Aufbau verhindern? Gleich vor dem Winter die Rigipsplatten raus?

(LERNEN WILL ICH AUCH)

Dann schweig und beschränk dich aufs Lesen und Fragenstellen.



HAAK



WENN EINER GLAUBT SO EINE MARODE BUDE NOCH RETTEN ZU KÖNNEN KANN WEITER TRÄUMEN.



das Dumpfe …



könnte auch vom "Verfaulen" herkommen ...
Wo haben Sie mit dem Endoskop geschaut?
Von innen nach aussen?
oder von aussen nach innen?
Ich würde mal eine Bohrung relativ nah am Sockel vornehmen um zu überprüfen, ob die Fusschwelle angegriffen ist.

So von der Ferne tippe ich auf einen Fecuhteschaden aus 1. Diffusionsfeuchte udn teilweise von aussen kommender ..!

Die Gipskartonplatte ist m.E. nicht so der Hit!
Aber meistens ist es ein Zusammenspiel mehrerer Ursachen.
Um genaueres sagen zu können muß man es sehen!

Was ist den die hellere Holzfläche da auf dem Bild rechts unten?

FK



...



Wo haben Sie mit dem Endoskop geschaut? Von innen nach aussen?

Erst ganz unten. Das war zu tief. Da war dann der mit Bruchsteinen gemauerte Sockel. Danach oben. Von innen nach außen.

Ich würde mal eine Bohrung relativ nah am Sockel vornehmen um zu überprüfen, ob die Fusschwelle angegriffen ist.

Ich werde in ein paar Wochen die Wand etwas größer aufmachen als nur per Endoskop. Unten am Sockel ist notiert.

Die Gipskartonplatte ist m.E. nicht so der Hit!

Die fliegen nächstes Frühjahr/Frühsommer (so es denn wenigstens nächstes Jahr einen gibt) raus. Nur was stattdessen da reinkommen soll... Nur das Holz wäre mir deutlich zu wenig.

Was ist den die hellere Holzfläche da auf dem Bild rechts unten?

Neueres altes Holz, das dort innerhalb der letzten zehn Jahre eingebaut wurde. Auf Bildern von 1995 ist an der Stelle das Regenfallrohr.

Aber meistens ist es ein Zusammenspiel mehrerer Ursachen.

In dem Fall wohl hauptsächlich Wurm & Nordseite.