trockenes Holz

24.06.2012



Hallo liebes Forum,

ich bin bei der Suche im Fachwerkbau immer wieder auf die Frage nach der Holzqualität den Begriffen Holzfeuchte und " trockenes Bauholz" gestoßen und würde jetzt gerne hier die kompetenten Teilnehmer fragen was damit gemeint ist und worauf ich beim Fachwerkbau diesbezüglich achten sollte?



Geht es...



... um Neubau oder Sanierung/Erhalt...



Um es auf den Punkt...



zu bringen: Holz entwickelt ein (relativ) stark unterschiedliches Volumen und Gewicht, abhängig von seiner Feuchte, also dem Wassergehalt der Holzfasern...

Als "trockenes Holz" im Baubereich wird i.d.R. ein Holz bezeichnet, welches im Rahmen der Umgebungsbedingungen seine "Ausgleichsfeuchte" angenommen hat oder im Rahmen der Erfahrungen, Normen und sonstigen Vorschriften künstlich auf diese Ausgleichsfeuchte heruntergetrocknet wurde. Das hängt natürlich von der Holzart ab.

Der Begriff Holzfeuchte an sich in Prozent wird definiert als das Verhältnis der Masse des Wassers in einem gegebenen Stück Holz zur Masse des vollständig getrockneten Holzes. Die wasserfreie Masse des Holzes wird üblicherweise als darrtrockene Masse bezeichnet, da das Trocknen in einem Darrofen ein übliches Verfahren zu ihrer Bestimmung ist.

Für den Bau ist "trockenes Holz" insofern wichtig, als dass die Schwind- und Quellmaße sich innerhalb einigermaßen überschaubaren Parametern bewegen.

Verbaut man "zu nasses" Holz, wird es mit der Zeit schwinden, Verbaut man "zu trockenes" Holz, wird es quellen... jeweils abhängig vom Verwendungszweck und den umlegenden Bedingungen...

Fazit: Für Bauholz im Außenbereich sollte auf jeden Fall eine Feuchte unter 20% angestrebt werden, für Konstruktionsholz im Innenbereich um die 10%...

Ich verweise auf:

DIN 52183
www.holzfeuchte.de

Gutes Gelingen,
Sebastian Hausleithner



Wo bekomme ich jetzt die Garantie für trockenes Holz



Vielen Dank für Aufklärung! Es handelt sich um die Planung eines Neubaues. Wo finde ich jetzt den Zimmernann der Firma der dieses trockene Holz verbaut, oder ist es da nicht so wichtig? Wäre über einen Rat und Hinweis sehr dankbar!



Da



wirst Du wohl zum Zimmermann Deines Vertraues gehen müssen und Deine Forderung klar in den Vertrag nehmen. Wenn Du dazu fachlich zu ängstlich bist - bezahl einen Bauleiter/Baubetreuer, der Deine Interessen vertritt und für das was auf der Baustelle trotzdem schief läuft, auch haftet. Auf höhere Preise und längere Wartezeiten solltest Du Dich aber einrichten, sonst geht es la zu wie auf den öffentlichen Baustellen .... hinterher wird alles teurer, weil der billigste den Auftrag bekommt .....



Genau!



Aus diesem Grund habe ich ja gedacht hier würden sich die Fachleute aufhalten und könnten mir dem entsprechend einen Tipp geben damit ich nicht die Nadel im Heuhaufen suchen muss !



Dann



habe etwas Geduld, wobei hier eher fachliche als organisatorische Fragen behandelt werden. manchaml ist auch etwas Philosophie dabei - Aber um Preis und Qualität muß man sich meist selber kümmern. Wer heute gutes Holz liefert - kann morgen aus anderen Gründen schon nachlassen. Frage doch mal bei Bauherren und Planern in Deiner Nähe, wer in letzter Zeit sich durch Qualität und Zuverlässigkeit ausgezeichnet hat. Geht vielleicht schneller .......