Stakung aus Eichenholz




Hallo Fachwerkfans,

da die bestehende Stakung im Scheunenfachwerk vom gewöhnlichen Nagekäfer (Holzwurm) befallen ist und deshalb ausgetauscht werden muß, habe ich mir aus einer Eiche neue Hölzer hergestellt. Beim entrinden des Stammes fielen mir Spechtspuren im Splintholz und Frasgänge auf der Oberfläche des Splintholzes auf, was auf Schädlinge schließen lässt. Aktivität ist aber nicht mehr zu erkennen.
Besteht die Gefahr, dass ich mir neue Schädlinge in das Gebäude hole, die dann das übrige Altholz befallen? Oder hat ein "Waldschädling" wie z. B. der Borkenkäfer im trockenen Hausbereich keine Überlebenschance? Sollte ich das weichere Splintholz vom unbefallenen Kernholz trennen und nicht einbauen, sondern verheizen?

Schöne Grüsse aus Franken
Rudi Baumeister



Splintkäfer?



Hallo Herr Baumeister,
bei dem Schadbild welches Sie beschreiben, könnte es sich um den Eichensplintkäfer handeln, der, wie der Name schon sagt, im Splintholz von Eichen sein Unwesen treibt. Sofern das "Kernholz" keine Frassgänge von anderen Schädlingen aufweist, würde ich mir aber keine Gedanken machen.
Das Splintholz würde ich übrigens nicht verarbeiten, da es nur wenig dauerhaft ist, und keine ausreichende Festigkeit besitzt.

Grüße aus Nordhessen
M.Wittwar



Gefachestaken



Hallo
wie der Vorschreiber schon geschrieben hat: KEIN Splintholz verarbeiten; ein anderes Holz wäre auch noch Esche als Alternative zur Eiche - und spalten wenns geht und nicht sägen - und dann noch Weidengeflecht ...

und das Splintholz verheizen ...

mfG

FK



Eichenstaken ohne Splintholz



Hallo Florian Kurz,

danke für den Hinweis zur Lehmausfachung ohne Eichen-Splintholz.
Ansonsten habe ich mich mal auf Ihre Internetseiten geklickt. Ich muß sagen, dass diese Seite spannender und fesselnder als ein Bestseller ist.
Weiter so mit den noch in Bearbeitung befindenden Seiten.

Schöne Grüsse,
Rudi Baumeister



Restholzverbau



Wir versuchen Abfall reduzierend zu arbeiten und nutzen für die Wiederverwendung von Stakung Restholzmaterialien, welche am Bau anfallen. Schalbretter, alte Dielung, Dachlattenrester etc., vorausgestzt, es sind keine bösartigen Befallsituationen erkennbar (Schwamm, Pilze, Imprägnierungen). Aufgespalten und passend zugehackt, eingebaut und mit einem Stroh-Lehm-Verflechtmaterial ausgearbeitet. Beidseitig einen Verstrich noch aufgebracht und dann durchtrocknen lassen. Nachher Lehmoberputze aufbringen oder nochmals Ausgleichputz.
Bilder sind in der Plattform einige dazu zu finden.

Lehmbauergrüße aus der Oberlausitz
Udo und Jens