Schwarze Punkte auf dem Fachwerk

04.02.2008



Unser Uhlenhorster Fachwerkfertighaus wurde 1987 erstellt.
Die Fassade ist vorgehängt mit 35mm Eiche auf Konterlattung und Ausfachungselementen der Fa. Röben. Bis 2006 haben wir mit einer Gastherme geheizt. Im Herbst 2006 haben wir eine Luft/Wärmepumpe installiert. Im Sommer 2007 entdeckten wir erstmals kleine schwarze Punkte auf dem Fachwerk. Ich habe es zuerst für Farbpigmente gehalten. Kann es sich um Schimmel handeln????



Hallo Herr Carstensen!



Ich muß vorausschicken, dass ich kein Fachmann bin (ambitionierter Laie passt besser) und ihnen zunächst mal meinen Eindruck schildern möchte.
Ich glaube nicht, dass es sich um Schimmel handelt.

Wenn Schimmel aufgrund geänderter Heizsysteme an der Aussenseite sichtbar wird, müsste schon einiges mehr im Argen sein. Auch Innen.

Ich habe seit einigen Jahren einen aufgeschnittenen Eichenstamm im Hof liegen. Hauptsächlich Bohlen.

Diese Bohlen weisen eben solche, punktuellen Verfärbungen auf wie auf ihrem Bild zu sehen ist.

Ich würde es aufgrund dessen möglicherweise für eine "Ausfällung" von Gerbstoffen halten. Vieleicht in Reaktion mit im Holz eingelagerten Mineralien.

Womit ist Ihr Holz behandelt?

Vieleicht hängt es auch mit dem viel diskutierten Klimawandel zusammen.
(Das ist weder als Scherz noch ironisch gemeint).

Denn ich beobachte, das auf unserer Hofläche (Pflaster) seit ein, zwei Jahren Flechten wachsen die es vorher nicht gab. Vieleicht wird es einfach feuchter und auch Hölzer reagieren anders.

Das nur als kleinen Denkanstoß.

Ich werde noch ein Foto meiner Bohlen nachreichen. Dafür ist es gerade zu dunkel ;-)

Die Ähnlichkeit der Verfärbungen ist aber erstaunlich!

Was mich aber wundert, ist die Tatsache, dass es erst nach 20 Jahren auftritt. Da dürften Gerbstoffe eigentlich nicht mehr das Problem sein.

Vieleicht geben ja auch die Fachleute hier einen Tip!

Gruß aus Nordhessen
Martin Wittwar





Hallo

Ich kenne diese Punkte auch, von einer Teakholzgartenbank. Ich war bisher immer der Annahme, dass diese aus Nachbars Schornstein stammen, da sie immer nach dem Winter ins Auge fielen und sich auch runterbürsten liesen. Soviel zum Thema Feinstaub. Seit die gesamte Nachbarschaft einen Kachelofen hat, habe ich im Frühjahr überall eine schöne, schwarze Schicht, auf allem was den Winter über draußen geblieben ist.
Ist nur so ein Gedanke, Fachmann bin ich dafür nicht :)
Gruß
Dorothée



Möglich ist beides



Guten Tag, es kann sein, dass hier Gerbstoffe mit Eisen reagierten. Ist vielleicht vor der Fassade einmal geflext oder geschliffen worden? Genauso ist es aber auch möglich, dass es sich um Schimmelpilz handelt. Es muss auch nicht unbedingt ein Zusammenhang mit dem Wechsel des Heizsystems vorliegen. Oder laufen jetzt vielleicht Luftströme der Wärmepumpenanlage vor der Fassade entlang? Nebenbeibemerkt ist die Konstruktion nicht gerade das was ich mir unter einem Fachwerkhaus vorstelle. Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold



dunkle Flecken auf Fachwerkholz.......



Sehr geehrter Herr Hans-Christian Carstensen,
bei den Flecken handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um einem Pilz.
Um welche Art wäre allerdings spekulativ.
Sie sollten sich schnellstens einem ausgewiesenen Fachmann für Schwamm und Schimmelbekämpfung herranholen um die Sache zu untersuchen.
Der Holzabbau und die Ausbreitung nimmt, je nach Pilzart und vorhandener Feuchte, in den nächsten Wochen rapide zu. Je länger Sie warten um so höher wird der Sanierungsaufwand!!
Zu Beginn ist das ganze relativ Kostengering zu behandeln und einzugrenzen. Sollte es sich um Holzbläue handeln ist das ganze nicht so dramatisch, sollte jedoch dennoch behandelt werden.
Letzte Sicherheit wird Ihnen ein Fachmann nach Laboruntersuchung geben können.
Mein Vorredner wäre da wohl eine gute Wahl, sieht man mal von der Entfernung ab?!



Gruß J.H.Schröters
PS. Die Silikonfuge über dem Holz gehört da so nicht hin!



Anbei das versprochene Bild!



ist nicht das beste, aber ein wenig kann man wohl erkennen.

Die Bohlen liegen übrigens trocken (auch wenn es bei dem Moosbesatz nicht so aussieht), mit Abstandshölzern dazwischen.

Der Moosbesatz ist übrigens auch an anderen Stellen zu finden, Mauern, Tore, Zäune, etc. Aber erst innerhalb der letzten zwei Jahre (Grübel)!

Die Verfärbungen auf den Bohlen sind lediglich oberflächlich. Nach dem Bearbeiten ist nichts mehr zu erkennen.

Gruß
Martin



Danke



Zunächst recht herzlichen Dank für die Antworten und guten Ratschläge. Ich werde einen Fach-(mann)(frau) zu Rate ziehen.
Über das Ergebnis werde ich hier im Forum zu gegebener Zeit berichten.
Übrigens kennt jemand zufälligerweise einen Fachman in S-H??

Gruß von der Ostsee
Hans-Christian Carstensen





Benutz doch mal die Suchfunktion hier im Forum?!



Ostseeraum



Guten Tag, im Ostseeraum kenne ich z. B. die Kollegin Dr. Gesa Haroske aus Gägelow. Ist bestimmt im Internet zu finden. Ich möchte noch nachtragen, dass es mir eher wie Schimmel aussieht, als wie Gerbstoffverfärbungen. das lässt sich aber nur vor Ort (wahrscheinlich mit Probenahme) sicher klären.
Ggf. viele Grüße an Gesa.
Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold