Fussboden aus massiven Buchebrettern selbst schneiden

29.01.2006



Meine Frau und ich lieben alte Fussböden, doch ist es nicht so einfach diese zu besorgen. Jetzt habe ich in einem Holzfachmarkt massive Buchenbretter entdeckt, für einen Appel und ein Ei, aus denen man sich tolle Bretter schneiden könnte. Die Bretter sind roh gesägt, Dicke ca. 20-25 mm und 3m lang. Ich weiss allerdings nichts über die Lagerung, Restfeuchte etc. Gestern hatte ich ein Probebrett bearbeitet und es sieht wirklich toll aus. Jetzt der Nachteil: die Dinger sind krumm und schief! Wer kann mir einen Tip geben, wie ich diese händeln kann, ob es überhaupt Sinn macht den Gedanken weiter zu verfolgen und und und....Ich scheue mich nicht vor viel Arbeit sondern habe nur das Ziel vor Augen. Hoffe auf ein paar kluge Anregungen und würde auch für Nachahmer die Bezugsquelle verraten.



mein Parkettleger sagte eimal:



… "Mein Meister sagte mir: Das Buchenholz ist nur einmal gut - nämlich wenn es im Kamin prasselt"
Das Buchenholz - ob nun gedämpft oder ungedämpft - ist ein sehr schwieriges Holz und wäre mir persönlich für einen Fußboden nicht geeignet, da dieses Holz sehr anfällig auf Feuchteschwankungen ist und sich dann auch im "Liegen" verzieht und verdreht!
In Bayern sagt man dazu auch: So ein Glump!
In den 80er und 90er Jahen war es eine Modeholz und alle sind darauf "abgefahren" - ich würde da nicht mit machen! Klassische Bodenhölzer sind : Fichte, Kiefer, Eiche - die sind auch mit Ästen, etc. standhafter als Buche!

FK



Fussboden aus massiven Buchebrettern selbst schneiden



Danke Herrn Florian Kurz !
Die Info dass sich Buche, im Vergleich zu anderen Holzarten, auch im Liegen verdreht etc. war mir nicht bekannt. Ansonsten finde ich, ist doch alles eine Geschmackssache.
Das Holz, was ich gefunden habe hat optisch auch nichts mehr mit dem "Modeholz Buche" zu tun, sondern hat einen antiken Charakter. Ich bin davon überzeugt, dass sogar Fachleute Schwierigkeiten hätten, diese Bretter anhand der Optik genau zu definieren.
Wie dem auch sei. Mein Problem liegt eigentlich nach wie vor darin, dass diese Bretter nicht verlegt werden können, weil sie zu krumm sind.
Frage ist nach wie vor, hat jemand einen TIP wie man das Übel beseitigen kann ?
Zur Info: Ich betreibe den Aufwand, weil mich das Holz keine € 7 pro Quadratmeter kostet und ich die Herausforderung liebe.
Neu kaufen kann doch jeder !!
Danke und Gruß
W. Schmittner



Buchenbretter - Wo?



Hallo
über Jahrhunderte hat es sich herasugestellt, dass Buchenholz sehr sensibel auf Feuchteänderungen reagiert, und deshalb habne die Handwerker es NICHT verwendet!
Wenn Sie das nun als geschmäcklerisch deuten und weils so "billig" hergeht ...

Machen Sies halt so!
Geradezaubern von Brettern kann ich nicht - und auch wenn Sie 40 Bohlen hätten könnten Sie das zwar heraushobeln, was Sie brauchen - aber agieren wird das Holz, wie es halt reagiert!

Viele Überraschungen wünscht

FK



Bearbeitng von Buchendielen



Mit den Mitteln eines Heimwerkers können Sie bei Buchedielen nichts ausrichten - außer sich und die Maschinen zu überlasten.
Zurichten kann Ihnen das Material jeder Tischler auf die gewünschte Dicke und Breite.

Um mich den Warnungen anzuschließen:
Buchenkeile wurden früher benutzt um in Steinrüchen Felsen "abzusprengen". Man hat sie in Löcher geschlagen und mit kochendem Wasser übergossen.

Viel Erfolg

Martin Weishaupt