'Baumlängsscheiben' als Diele verlegbar?

08.10.2007



Hi,

sorry wegen dieses seltsamen Ausdrucks. Ich weiß nicht wie man die richtig benennt.

Ist ein Traum von mir schon einige Jahre.
Also, ich fasse die für mich erkennbaren Probleme dabei mal zusammen (weitere könnt ihr mir ja dann nennen :-)

- diese 'Längsscheiben' haben ja eine logischerweise unregelmäßige 'Kante', können also nicht eng gelegt werden wie Dielen mit Nut und Feder. Gibts da die Möglichkeit irgendeine Kunstharzmasse oder so was, dazwischen zu gießen um damit die Verbindung herzustellen? Die müßte natürlich im Gebrauch eine gewisse Flexibilität haben, sonst reißt das, ist klar.
Der Untergrund sind alte Dielen, aber damit ist mein ganzes Haus voll, somit wollte ich mal was anderes.

Das ganze soll in die Schlaf- Badezimmer-Kombination. Ich möchte nämlich auf Duschtassenniveau kommen um ein barrierefreies Bad zu haben. Aber die Trägerbalken kann ich ja nicht ausklinken, so ne Statik sollte man ruhig etwas berücksichtigen :-))

Gibts Ideen Vorschläge oder sonstwas dazu?

Herzlichen Dank

karin



Im Massivaufbau...



...sehe ich keine dauerhafte Lösung. Hirnholz auf Längsholz zu verkleben ist schon problematisch, außerdem wird das Ganze reißen ohne Ende. Wenn dann die alten Dielen etwas schwingen, geht gar nichts mehr.

Etwas einfacher würde es, wenn Aufbauhöhe genug für eine 25er OSB-Platte wäre, auf die das "Baumscheiben-Hirnholzparkett" geklebt werden könnte. Runde Scheiben mit Kunstharzverguss freilich ist wohl eher interessant als machbar. Vielleicht 8-Ecke? Auch dies Variante wird Risse haben bzw. bekommen.

Variante 3: Fertigparkett mit 180x180 großen Hirnholzquadraten aus den ganzen Stamm. Können wir lifern und einbauen.

Problematisch ist die Badnutzung des Raumes wegen des verstärkten Feuchtewechsels. All diesen Varianten ist gemeinsam, daß sie zu den eher deutlich teueren Lösungen gehören.

Vielleicht noch 'mal darüber schlafen?

Grüße

Thomas



kein Hirnholz



Hallo Thomas,

ich spreche nicht von Hirnholz, sondern von Längsholz, d.h. die Fasern liegen gleich wie bei den Dielen. Auch nicht von verkleben, sondern von Schrauben. Mir geht es nur um die Verbindung zwischen den jeweiligen Kanten der einzelnen -wenn du so willst- Holzbohlen. Ich brauch ja im Endeffekt ne ebene Fläche.

Ich hoffe meine beschreibung ist jetzt klarer geworden.

Danke und Gruß
karin



"Längsscheibe"



ist der bisher skurrilste Ausdruck für ein unbesäumtes Brett, der mir untergekommen ist. Dafür 10 Extrapunkte.

Bretter kann man natürlich schrauben, Hirnholz nicht. Die Vergußmasse sollte nicht nur elastisch, sondern auch schleifbar sein, ohne das Holz zu "versauen". Silikon fiele schon mal völlig weg.

Darüber muß ich noch ein Wenig nachdenken.

Grüße

Thomas



nur so ein Gedanke



Hallo, also wenn ich sie richtig verstehe wollen sie statt Dielen (mit Nut und Feder) ungefasste Bretter (quasi wie aus dem Sägegatter) verlegen. Mit den entstehenden Fugen ist natürlich ein Problem, was sicher auch durch zeitaufwendigstes "Puzzeln nicht zu Eliminieren sein wird. Mein Vorschlag wäre vielleicht Epoxidharz, das ist nach dem Aushärten meines Wissens schleifbar. Aber obe elastig genug ist dass Arbeiten der Bretter auszuhalten?
Ein andere Ansatz wäre vielleicht mit Holzmehl und Latexbindemittel eine Fugenmasse anzurühren, bei ausreichendem Holzanteil könnte das ganze auch schleifbar werden.
Aber wie gesagt, da ich so etwas noch nirgendwo gesehen habe, sind das jedoch nur Anregungen, über die Haltbarkeit oder Verarbeitbarkeit kann ich nur spekulieren. Wenn Sie Zeit haben sollten sie vielleicht mal eine Probetafel bauen (Zwei bis drei Bretter auf entsprechend stabile und dem bisherigen Fußboden ähnliche Unterlage schrauben, "verfugen", Schleifen und Oberfläche behandeln und dann eine Weile in dem Raum bei vorgesehenener Nutzung liegen lassen oder zur Überhöhung der Realität zum schnelleren Erkennen von Schwachstellen abwechselnd mal einen leich feuchten Lappen drauflegen und dann wieder in die Nähe einer Heizung oder Ofen stellen



Brett versus 'Längsscheibe'



Hallo Thomas,

auf die 10 Extrapunkte bin ich natürlich stolz! ;-))
Also: dann möcht ich halt unbesäumte Bretter verlegen. Evtl. ist die Idee von Martin nicht schlecht, Holzmehl und Kleber zu verbinden.
Bin auf dein weiteres nachdenken gespannt.

Danke
karin



Der Mischung von Dispersionskleber



und Holzmehl gebe ich wenige Chancen, das ganze wird wohl zu elastisch und ggf. auch weich sein, außerdem befürchte ich stärkere Schmutzbindung. Auch die üblichen Parkettfugendichtmassen erscheinen mir für solche Massenhäufungen ungeeignet.

Meine Gedanken gehen mehr in Richtung eines modifizierten Epoxydharzklebers (2K), oder aber in Richtung des Versuches, Kittstammlösungen mit Holzspänen so einzustellen, daß sie nicht verspröden im Aushärteprozess. Beide Varianten wären auch pigmentierbar, damit könnte man mit der Fuge auch optisch gestalten. Ein paar Versuche später wäre man ggf. weiter.

Grüße

Thomas