Hausholzbock im dachstuhl bj.1900

12.06.2004



hallo forum,

ich bin das erste mal hier und habe bereits ein wenig gestöbert. möchte mich (uns) kurz vorstellen: wir bewohnen ein altes haus, bj. 1900. holzständerbauweise, so heisst das glaube ich.
wir hatten uns entschlossen, den Anbau (flachdach aus 1970) mit einem Aufbau aus Holz zu erweitern. so weit so gut. gestern sollte dann im Altbau 1. OG eine Wand raus, klaptte auch gut. aber dann legten wir zwei hlozständer frei, einer davon hatte eine ganz brüchige oberfläche, wie papier. beim rumstochern fiel auch holzmehl raus, und wir konnten ovale löcher erkennen, sowie frassgänge. daraufhin sind wir auf den Dachstuhl (nix ausgebaut, alles noch wie um die jahrhundertwende). auch dort zeigen einige, aber nicht alle Balken dieses schadensbild. weder im dachstuhl noch im 1.og konnten wir irgendwelche larven oder Käfer entdecken.
nun stellen sich zwei fragen: kann uns jemand einen sachverständigen aus dem raum mainz/wiesbaden empfehlen, der sich das ganze mal ansieht? und wie bekämpft man die ungebetenen haustiere am besten?

grüße, christina



ergänzung



noch eine ergänzung zu meinem beitrag: auf unserem flachdach läuft seit einer woche die Aufstockung in holzständerbauweise. derzeit stehen die hölzer noch offen da. ich habe etwas bammel, dass jetzt die hausholzböcke das late holz verlassen und sich auf die frischware stürzen. das neue holz ist angeblich behandelt, aber der Zimmermann konnte uns bis jetzt noch keine angaben machen, womit. witerhin zeigen die hölzer einige risse, also ideal für die insekten.
wir denken schon über einen baustop nach, um die frischen hölzer nochmal kräfig, besonders im bereich der risse, mit einem Holzschutzmittel zu tränken.
so, genug für heute, würde mich über antwort freuen.

gute nacht, christina

p.s. werde morgen mal die befallenen balken mit geleertem staubsauger absaugen und nach tieren suchen. bis jetzt noch keine entdeckt, aber mit dem "beil" hab ich mich auch noch nicht herangetraut.



ungebetene Gäste



Hallo liebe Christina

Es scheint sich bei deinem Fund um Fraßspuren der Larven des HAUSBOCKS (hylotrubes bajulus) zu handeln. Wichtig wäre für dich zu klären ob noch eine Aktivität besteht, was selbst für Fachleute manchmal oft schwer festzustellen ist.

Wende dich für die Adresse eines Sachverständigen bitte an die Bundesgeschäftstelle des Deutschen Holz-und Bautenschutzverbandes in Köln (Tel. 02234 48455 /Geschäftsführer Dr. Remes)

Zur Bekämpfung empfiehlt sich nach dem heutigen Stand der Technik, in den meisten Fällen das Heißluftverfahren nach DIN 68800/4

Wenn du mehr Fragen hast, kannst du mich auch gerne anrufen (09549 8266)

Mit besten Grüßen



Lutz Parisek



Gäste



Ach ja, Christina

ich hab ganz vergessen, hier ein kleines Portät unserer Freunde.

Gruß



Lutz



sachverständigen aus dem raum mainz/wiesbaden empfehlen



guten tag christina
zur euerer frage
mann kann sich wie lutz parisek geschrieben hat an die bundesgeschäftstelle des deutschen holz-und bautenschutzverbandes wenden oder an die Handwerkskammer in
mainz oder wiesbaden

mit zimmerlichem gruß
andreas vollack
aus hann.münden





hallo forum,

zwischenzeitlich war ein Sachverständiger da und hat den Schaden als altbefall eingestuft. erleichterung. er wird die maroden stellen abbeilen, danach muss der Statiker die verbleibende Tragfähigkeit abschätzen. wahrscheinlich werden wir einige balken austauschen - leider gegen neue.
nach hartnäckiger nachfrage wissen wir nun, dass die neuen hölzer unseres anbaus mit borsalzen und einem juvenilhormon (farox) getaucht sind. da dürfte nichts reingehen.

grüße, christina