Holz härten

25.07.2020 Raphael



Hallo Community,

auf der Suche gestocktes Holz auszuhärten bin ich lediglich auf das Polycryl Produkt gekommen, um tief in das Holz einzudringen. Anschließend will ich die Oberfläche mit Hartöl versiegeln. ( lebensmittelecht, daher will ich auf Lösemittel verzichten)

https://www.dictum.com/de/synthetische-oberflaechenmaterialien-dbn/polycryl-holz-verfestiger-810049

Gibt es eine biologische Alternative ( außer Verkieselung und verkohlen) zur Synthetik, die tief in die Zellstruktur des Holzes eindringt?

Zudem wollte ich eine Vakuumkammer vermeiden ( zu teuer, aufwendig)
Viele Grüße
Raphael



Von nix...



...kommt nix. Und ohne einen Griff in die chemische Kiste wird das Holz nicht fester / stabilisiert.

Statt selbst das Fahrrad neu zu erfinden...warum kaufst Du Dir nicht einfach stabilisiertes Holz?

Ausserdem: Lösemittel verfliegen, aber das gesamte Holz ist mit Kunstharz getränkt. Dem Anliegen fehlt die Logik.

Grüße

Thomas



... mit Chemie kann man auch viel versauen



Werter Thomas,

bis jetzt habe ich noch garnichts in Kunstharz oder Lösemittel getränkt. Manche Holzarten, ob un-/ oder gestock,t sind nunmal etwas weicher. Zudem sind Lösemittel nach der vollständigen Trocknung noch im Holz enthalten. Das Holz soll im Essbereich eingesetzt werden.( Schneidebrett/ Esstisch)

Da macht sich Chemie garnicht gut, wenn diese in Mikropartikeln im Essen landet. Deshalb will ich auf Lösemittel oder Griff in die Chemiekiste komplett verzichten. Ich habe eine Zwetschgen Bohle mit teilweise gestockten Stellen , bzw Astlöchern. Dies Stellen will ich aus ästhetischen Gründen nicht entfernen.

Gruß nach DD



Mit dem Eisenhut...



...aus dem heimischen Garten kann man sich auch mit "Natur pur" zu Tode bringen. Der ultragesunde Bioyoghurt mit trendig drehender Milchsäure ist aber meistens in Plastikbechern...

Die Kategorien "Chemisch" und "Natürlich" taugen einfach nicht zur Bewertung gleich welchen Vorhabens.

"Zudem sind Lösemittel nach der vollständigen Trocknung noch im Holz enthalten." Tatsächlich? Wissen Sie überhaupt, ob und welche Lösemittel in dem Festiger enthalten sind? Wie tief er eindringt? Und: Hoffentlich entsorgen Sie umgehend alle Kiefermöbel (Verdunstung Kieferterpene) und meiden alle Citrusfrüchte (Citrusterpene). Und sie sollten mit einer Klemme in der Nase tanken.

Aber es ist ganz einfach, jenseits meines milden Spotts: Die Pflaumenbohle ist durch Ihre Verstockungen offenbar partiell zu weich. Hat gar Astlöcher. Ein künstliches Festigungsmittel wollen Sie nicht ("Mikroplastik" ist jetzt wohl der neue "Feinstaub"?), und ich bezweifele, daß mit dem Handauftrag des vorgestellen Mittels überhaupt ein passables Ergebnis erzielbar ist. Ein natürliches Festigungsmittel, daß zu Ihrer Anwendung passt, gibt es nicht. Feuer, verkieseln? Beides ist vollkommen untauglich. Außerdem: von ersterem wird Ihre schöne Pflaume grau, von zweiterem schwarz :-)

Manche Sachen sind halt nicht für jede Anwendung geeignet. Ihre Bohle gibt mit Sicherheit dekorativ Einiges her, werden Sie kreativ! Und nehmen Sie als Schneidebrett ein durchweg intaktes Stück Holz. Es gibt technische Parameter, die sind halt Ausschlusskriterien. Leisten kann ich auch nur aus geeignetem Holz fräsen, an großen Flügelästen oder faulen Ästen ist Schluss...

Grüße

Thomas