wie kann man verfaultes Fichten-Holz reparieren/stabilisieren?




Hallo Leute,

ich habe am meinem Haus einige Pfosten und Balken im Freien, 8 bzw. 16 cm dick, aus nordischem Fichtenleimholz welche vor vielen Jahren durchbohrt wurden um Kabel durchzuführen.
Das Holz ist mit deckender Farbe gestrichen.
Offenbar ist im Laufe der Zeit unbemerkt Wasser eingedrungen und hat das Holz unbemerkt von Innen faulen lassen sodaß es 5..10 cm um die Bohrungen verfault ist.
Durch die Leimungen der Holzschichten beschränkt sich der Bereich größtenteils auf eine Breite von 3 cm.
Das marode Holz herauszupulen und mit sauberen Kanten auszustemmen ist zuviel Arbeit zumal die Stellen teilweise schlecht zugänglich sind.

Ich stelle mir vor die maroden Stellen aussen seitlich wasserdicht abzukeben, von oben schräg ein Loch zu bohren und dort eine stabilisierende Flüssigkeit einzufüllen um das Holz damit zu tränken damit es sowohl nicht weiter fault als auch stabilisiert wird und die Leerräume zwischen den verfaulten Fasern aufgefüllt werden.

Ich weis nur nicht welches Flüssigkeit dafür geeignet ist?

Was hat die Industrie mittlerweile an gut funktionierenden Mitteln dafür entwickelt?

Gruß

Jürgen



Keine!



Gruss, Boris



Nimm doch Zementschlämme.....



..., das machen viele so.



Äh,



wenn der 8er Balken 5cm rund ums Loch weggefault ist, brauchst du neue Kabelhalter.....die dürften nach einem kurzen Tritt wegbrechen. Vom verfüllen wird die statische Funktion nicht wiederhergestellt.

Gruss, Boris



Zementschlämme ? ... nie gehört!



Hallo Ronny,

danke für den Tipp!

Von Zementschlämmen habe ich bisher noch nichts gehört.

Hättest du eventuell einige weiterführende Internetadressen dazu?

Gruß

Jürgen



Die Balken sind zwar nur 8 cm breit ...



Hallo Boris,

... aber 30 cm hoch und haben eigentlich nicht viel auszuhalten (Umwehrung).

Auch ein Loch, 10cm breit und 5cm hoch hat meiner Ansicht nach nur eine vernachlässigbare Schwächung des total überdimensionierten Balkens zur Folge, es sind noch tragende 25 cm übrig.

Gruß

Jürgen



Na dann...



wenns nicht wirklich halten muss, könntest du noch eine "Öko-Variante" probieren:

Leinölkitt/Fensterkitt mit Leinöl zu ner tubengängigen Paste anrühren, in eine leere Silikonkartusche einfüllen (Die alte Presshülse vorher mit nem langen Schraubenzieher o.ä. rausdrücken) Presshülse wieder drauf und die Löcher bis auf einen cm ausspritzen.

Den Rest dann mit "unverdünntem" Kitt zuspachteln, trocknen lassen bis sich ein Häutchen gebildet hat, mit Ölfarbe überlackieren. Das "nährt" das Holz wenigstens, Zement (stark alkalisch) laugts eher aus.

gruss, Boris



Eine



Möglichkeit wär Reaktionsharz. Ob ein druckloses verfüllen ausreicht oder mit Packern injiziert werden muss, richtet sich nach dem Zustand des Holzes.
Holz durch Zementschlämme oder Beton zu ersetzen, wurde zwar schon oft praktiziert, aber das Verfahren ist unter hochrangigem Pfusch einzustufen ;-)).
MfG
dasMaurer



noch nicht das Gelbe vom Ei



Hallo zusammen,

wenn die Reparatur mit Zementschlämmen als Pfusch gilt ist es wohl noch nicht das Pfiffige was ich suche.

Ich suche eigentlich etwas dünnflüssiges das tief in das Holz selbst eindringt und die Hohlräume auffüllt sodaß damit sowohl kein weiteres Wasser von aussen eindringen kann und das Material dabei so stabil wird das man zumindest wieder eine Schraube hineindrehen kann.

Gruß

Jürgen



Porentiefer Käse!



Was unter Vernachlässigung des konstruktiven Holzschutzes gebaut wurde, soll die Chemie retten. Das klingt so wie der kettenrauchende Alkoholiker, der mit ein paar Arztbesuchen im Jahr auf 120 Lebensjahre kommen will :-(

Stell doch 'mal Foto's ein, vielleicht lässt sich konstruktiv etwas verbessern.

Grüße

Thomas



kein porentiefer Käse



das Problem wurde durch Bohrungen durch das Holz verursacht um elektrische Kabel durchzuführen.

Das hätte der Elektriker das wohl gleich mit irgendetwas beidseitig Abdichten sollen; ein Elektriker kennt sich mit solchen Problematiken aber fpr gewöhnlich nicht aus.

Ist aber nun mal nicht geschehen.

Womit hätte man das Kabel (NYM, wahrscheinlich PCV) denn am Gescheitesten wasserdicht abdichten sollen:
Acryl, Silikon, oder gibt es was Geeigneteres?

Gruß

Jürgen



Pfusch?



Guten Tag, das hört sich alles im Prinzip nach Pfusch an. Angenommen die Tragfähigkeit reicht noch aus, dann werden Reaktionsharze vermutlich mittelfristig dadurch scheitern, dass sie hinterfeuchtet werden. Das verstärkt den Schaden im umliegenden Holz noch. man kann unter bestimmten Voraussetzungen Holz mit Ergänzungsmaterialien "ausflicken" dann muss der Feuchtehaushalt aber stimmen. Und der scheint bei der Konstruktion nicht zu stimmen. Übrigens schreibt DIN 68800-4 den Gesundschnitt mit 30 cm über den letzten erkennbaren Befall an tragenden hölzern vor. Für nicht tragende Hölzer gilt die Norm als Empfehlung. Ein unersetzliches Kulturgut werden die Hölzer ja wohl nicht sein. Hr. Böhme hat es schon gesagt. Vermutlich muss die Gesamtkonstruktion verbessert werden.
Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold



Klar ist es Pfusch!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!



Bis´l Ironie schadet nie. Wer meine Einstellung kennt, hätte dies bemerkt. Aber genau solchen Käse wollte man(n) doch hören.Oder?

MfG Ronny