Holzschutz

28.12.2006



Hallo !

Welcher Natürliche Holzschutz ist für den Außenbereich am besten ?

Vielen Dank !
Gruß!
Bert



Man sollte von vorn herein -----



---- auf eine wasserabweisende Konstruktion achten !
- A. Milling



Holzschutz



Dem Tischlermeister Milling schließ ich mich vorbehaltslos an !
Aber dann wirds schwierig- denn es gibt unzählige Möglichkeiten ! Konstruktiver Holzschutz, Auswahl einer Witterungsbeständigen Holzart, Auslaugen, Anbrennen, Leinölanstrich, Chemische Mittel, einfach vergrauen lassen(versilbern hört sich schöner an) usw.usf.!
Was aus Holz wollen sie schützen und welches zukünftige Erscheinungsbild stellen sie sich vor?



Kreidzeit oder Auro



Ich würde Farben der Fa. Kreidezeit oder Auro verwenden.
Schauen Sie einfach mal bei den Hompages vorbei.
www.Kreidezeit.de
www.auro.de Ihr gibt jede Menge Infos dazu (Preise.Anwendungsmöglichkeiten,Bezugsquellen usw.) viel Glück bei weiteren Fragen www.Fachwerk.de
MfG Torsten Selle



Nachtrag



Es ist bereits fast alles gesagt worden, doch zusätzlich kann man noch den Hersteller NATURAL nennen, der sehr hochwertige Holzschutzpräperate anbietet. Oder auch Leinölpro kann genannt werden.

Grüße zum Jahresausgang
Udo Mühle



Natürlicher Holzschutz



Lieber Bert,
in Ergänzung der Beiträge von Herrn Lingl und Herrn Milling:
Konstruktiver Holzschutz sind wasserabweisende und konstruktive Massnahmen, wie z.B.:
Hoher Sockel, um Spritzwasser vom Boden fernzuhalten,
großer Dachüberstand, um Schlagregen zu mindern (Prinzip boots and caps),
Hirnholz nicht beregnen lassen, immer abdecken,
Holz mit natürlicher Dauerhaftigkeit (Klasse 1 - 3 nach DIN EN 350-2)einsetzen,
Da wo Holz beregnet wird, Ablaufnasen ausbilden, damit Wasser schnell ablaufen kann, wie z.B. an den profilierten Balkenköpfen von Fachwerk,
Bei Anschlüssen wie Winkel, Bänder usw. immer versuchen, Kapillarfugen zu vermeiden,
Holzbekleidungen entweder hinterlüftet einbauen oder das Eindringen von Tauwasser aus dem Gebäudeinneren verhindern.

Viele Grüße
Georg



Natürlicher Holzschutz?



Gibt es das überhaupt? Ist es nicht natürlich, dass Holz abgebaut wird und als Humus endet? War es nicht Sinn der Natur, ein funktionierendes Rohstoff-Recycling zu generieren. Wenn ich also das Holz der Natur vorenthalte, dann agiere ich gegen die Natur. Ergo: Natürliche Holzschutzmittel gibt es nicht. Nur kann heute viel unter diesem Begriff verkauft werden.
Wenn Fichtenholz im Freien ohne irgend eine chemische Behandlung oder eine vollständige Abdeckung verbaut ist, kenne ich keine baulichen Maßnahmen, einen Befall durch den Hausbock zu verhindern. Es sei denn, es stellt sich jemand während der Flugzeit der Insekten hin und haut alle anfliegenden Hausböcke tot. Das wäre ein praktisches Verfahren, aber nicht natürlich.
Ohne Angaben zu der Exposition des Holzes sind keine Angaben möglich.
Besonders umweltfreundlich sind Auslaugen und Anbrennen, das kann ich Laien nur empfehlen. Wie soll z. B. gegen den Holzwurm im Freien die Cellulose aus dem Holz ausgelaugt werden? Und was macht Anbrennen bei feuchtem Holz gegen Pilzbefall?
Ich wundere mich schon sehr, wie Handwerker solche Binsenweisheiten vertreten können!! Oder sie sind Handwerker nur hier im Forum.....
Gruß J. Wießner



@J.Wießner



Alles Binsenweisheiten ? Wurden früher nicht manche Holzfassaden mit Sodalauge oder Pottasche behandelt, und wurde damit nicht der Befall mit Pilzen oder Insekten verhindert?
Wurden Holzpfosten nicht angekohlt um die Kapillarität zur Wasseraufnahme einzuschränken?
Läßt man Holz nicht auch vergrauen da durch UV-Licht und Witterung Lignin abgebaut wird?
Ganz klar ist, das von Anfang an das Augenmerk darauf gelegt wird, das Holz vor längerfristiger Feuchteaufnahme zu schützen !
Einen "Guten Rutsch ins Neue Jahr" wünscht Ihnen ein Handwerker aus dem Forum !



was früher alles so war....



An den Handwerker im Forum,
eine Veränderung des pH-Wertes vom Holz bringt nur kurzfristig etwas. Pilze sind da empfindlicher als Insekten. Früher gab es noch mehr Dreck in der Luft als heute. Es wurden Stoffe aus der Luft aufgenommen, die sehr schnell einen relativ ausgewogenen pH-Wert wieder herstellten. Die Insekten hat das nicht interessiert.
Wegen der Probleme mit dem Anbrennen von Holz wurde vor ca. 150 Jahren durch die Firma Avenarius das "Carbolineum" erfunden. Das war notwendig, weil die Hölzer beim Einschlagen der angekohlten Schicht in den Boden die Kohleschicht verloren und innen durch Pilzbefall ausgehöhlt wurden.
Was soll der Hinweis auf Ligninabbau? Die wohl schädlichsten Insekten, die Gewöhnlichen Nagekäfer alias "Holzwürmer", fressen Cellulose und interessieren sich nicht für Lignin. Solange Holz Cellulose aufweist, ist es durch diese Insekten gefährdet.
Ich denke, man sollte schon abwägen, was was verursacht. Früher wusste z. B. jeder damit befasste Handwerker, dass bei einem Fachwerkhaus und "normaler" Bauwerksunterhaltung die Fachwerkschwelle nur 30 bis 50 Jahre hält und dann ausgetauscht werden muss. Nach ca. 150 Jahren wurden "normale" Fachwerkhäuser auseinander genommen und neu zusammengesetzt, um die schadhaften Hölzer zu ersetzen.
Wer hatte früher schon das Geld für Anstriche? Und wie war das Holz früher beschaffen (Beispiel Eichenholz!!)? Wenn das Holz wie früher noch vorhanden wäre und das Verständnis wie früher noch vorherrschte, dann könnte man sich darauf einigen, dass es einen natürlichen Zerfallsprozess gibt, den niemand aufhalten kann.
Wenn aber heutiges Wertdenken auch in den Gerichten Einzug gehalten hat, kann niemand mehr ruhigen Gewissens sich auf solche Experimente einlassen. Gerade Handwerker werden doch dann in die Haftung gezwungen, wenn die Wertvorstellung eines Laien nicht erfüllt wird.
Gruß und Guten Rutsch von einem Sachverständigen, der sich mit solchen Binsenweisheiten vor Gericht auseinander setzen muss.
Joachim Wießner



Grübel ----



---- wer war zuerst da ??? --- das Ei oder die Henne ?



ob Ei oder Henne...



das ist nicht die Frage, weil hier ja nach natürlichem Holzschutz gefragt wurde. Und den gibt es nun mal nicht. Auch nicht mit Soda oder Pottasche. Das Holz soll halten und dem natürlichen Kreislauf entzogen werden.
Erwartet wird haltbares Holz im Freien. Wenn die Holzart nicht mehr gewählt werden kann, weil z. B. die Konstruktion steht, dann hat man kaum Chancen, etwas "natürlich" zu erhalten.
Ohne genaue Angaben zu der zu schützenden Konstruktion kann hier auch nicht weiter geholfen werden.
Oder anders ausgedrückt, sowohl Ei und Henne haben sich aus anderen Formen entwickelt, ebenso hat sich der Holzschutz entwickelt. Das Bessere ist des Guten Feind.....
Gruß Joachim Wießner



Was früher...



Danke für Ihren informativen Beitrag !
Was ich mich aber immer noch frage ist-worauf wollen sie hinaus? Keiner der am Thread Beteiligten gab ein Zauberholzschutzrezept an und versprach die Alleinseligmachung durch dieses !



Natürlicher Holzschutz



Ich will darauf hinaus, dass es keinen natürlichen Holzschutz gibt, denn die Frage von Herrn Daske zielt nach meinem Empfinden auf ein Mittel, das nachträglich angewendet werden kann.
Gruß Joachim Wießner



Wenn unsere Welt nur noch aus ----



Sachverständigen Gutachtern bestünde, -----------
--- wer würde es dann noch wagen, überhaupt noch einem
Mitmenschen eine ehrliche Handwerkerleistung anzubieten ??



der Schuss geht in die falsche Richtung,



vielleicht schaffen Sie die RA's ab. Dann gilt noch eine Vereinbarung mit dem Kunden.



Huch, Herr Wießner,



--- Andreas Milling schießt doch nicht.
Angesichts ausbleibender Aufträge könnte ich mir allerdings schon vorstellen, auch einen Gutachter - Lehrgang
zu absolvieren.
Guten Rutsch !



Holzschutz zum ...



Ich weis nicht wie sie darauf kommen das Herr Daske nach einen nachträglich aufzubringenden Mittel sucht? Ich kann da gar nichts rauslesen-handelt es sich um einen unbehandelten Leiterwagen in dem die winterharten Opuntien stehn,einen Jägerzaun, oder um ein erst nächstes Jahr zu erstellendes Holzhaus aus 50cm dicken Stämmen mit einem 180cm überstehenden Dachvorsprung?
Und eins ist gewiß Herr Daske, auf Experimente bei Kunden laß ich mich nicht ein,und wenn jemand diesen oder jenen Ausführungswunsch hat soll er mal ein Zettelchen unterschreiben !



Gutachter-Job



Hört sich erst mal gut an, sind bei mir aber auch schon 31 Jahre Berufserfahrung, davon 20 Jahre als Gutachter. Wird heute ziemlich schwer, Fuß zu fassen. Es gibt genügend junge Kollegen, die wie im Handwerk Leistung und Preise deutlich nach unten verändern....
Auch einen Guten Rutsch und viel Gesundheit und Erfolg im Neuen Jahr, Ihnen und allen Forumsteilnehmern



@ Malermeister Lingl,



ein Zettelchen unterschreiben nutzt Ihnen gar nichts. Wenn Sie vorher nicht nachweislich ausreichend aufgeklärt haben, was Sie machen und was das alles bewirken kann, ziehen Sie heute (leider) vor Gericht den Kürzeren.
Wenn denn für einen Laien aus dem Privatvertrag bei juristischer Betrachtungsweise auch noch eindeutig Nachteile entstehen, dann freut sich ein RA auf den gewonnen Prozess.
Denken Sie bitte dran, Sie gehen einen Werkvertrag ein. Sie schulden den Erfolg. Ohne Erfolg kein Geld. Das können Sie durch Verträge auch nicht abfangen. (Das ist jetzt keine Rechtsberatung!!)
Gruß Joachim Wießner



Zettelchen



Das ohne ausreichende Aufklärung nichts geht is doch klar Herr Wießner !
Aber jetzt genug palavert-wir verlieren uns bei diesem Thread im Unendlichen wie nachher die Böller!
Allen einen Guten Rutsch ins Neue Jahr !
Ich hol mir jetzt ein kleines,kühles Pils !



Prosit



usw. mein Wein schmeckt auch



Zu viel Zeit...



...ist offenbar ein echtes Problem!

Da disputiert hier ein Haufen Leute über einen völlig allgemein gehaltenen Einzeiler von Herrn Daske. Als hätten Sie nichts anderes zu tun...

Wollen wir nicht vielleicht erst dann zur Brille greifen und mit "Also..." beginnend aus dem Hort unserer Erfahrungen schöpfen, wenn uns Herr Daske verraten hat, was er eigentlich will?

Zur Zeit lese ich zum wiederholten Male "Per Anhalter durch die Galaxis" von Douglas Adams. Dort hat ein einzigartiger Computer namens "Deep Thought" zur Beantwortung der "großen Frage nach dem Leben, dem Universum und allem Übrigen" nach 7,5 Millionen Jahren die Antwort "42" errechnet. Anschließend errechnete er die Parameter eines neuen Computers, der herausfinden sollte, wie denn nun die Frage eigentlich laute. Wie dieser Computer genannt wurde und was es mit dem "Totalen Durchblicksstrudel" auf sich hat, lest bitte selbst. Spontane Heiterkeitsausbrüche werden sich freilich nicht vermeiden lassen...

Ein erfolgreiches 2007, Zeit für manch gutes Buch und interessante Themen hier im Forum wünscht Euch (und sich selbst)

Thomas W. Böhme



Mein lieber Thomas W. Böhme-



haben auch sie nichts besseres zu tun ?
Aber schön das sie die Bücher in meine Erinnerung bringen, könnt ich mal vom Dachboden holen und nach Jahren mal wieder lesen ! Obwohl - von "Pangalaktischen Donnergurgler" bin ich für ne Zeitlang mal wieder geheilt ! :-)



Lieber Thomas Lingl,



ich fühle mich ertappt...

Grüße

Thomas