Hausbock in Dachstuhl und Fellboden




Hallo,
wir wollten unser Dach nachträglich dämmen lassen.
Bei der Besichtigung durch den Zimmerman wurde festgestellt das der Hausbock im Dachstuhl ziemlich aktiv ist, vermutlich ist er auch im Holzzwischenboden vom EG zu Dachgeschoß (Fellboden?).
Das Dachgeschoß ist ausgebaut, nur der Dachstuhl im Spitzboden ist frei zugänglich.
Welche Möglichkeiten gäbe es um den Holzbock rauszubekommen ohne das ganze Haus zu begasen oder abzureissen??
Wir sind ganz verzweifelt, denn das ganze abzutragen und die Holzdecke auzubauen kommt ja schon fast einem Neubau gleich!
Danke für Eure Tipps!



Holzbock mit seinem Lieblingsessen entfernen



vor einigen Jahren hatte ich an einem meier Lehmbauseminare einen Förster begrüßen dürfen. Dieser hatte ein ähnliches Problem ganz einfach gelöst: er ging in den Wald mit einigen großen Plastiksäcken,füllte diese mit richtig schön vermodertem Holz, legte die Säcke auf den Boden des mit Holzbock befallenen Dachstuhls und ging 1 Woche in Urlaub. Nach der Rückkehr war der Holzbock nicht mehr im Gebälk tätig, sondern schlemmte sein Lieblingsessen, vermodertes Holz. Der Förster machte die Säcke mit dem Holzbock zu und verfrachtete diese wieder im fernen Wald. So kam der Förster zu einem Holzbockfreien Dachstuhl ohne 1 gramm Gift.
Vielleicht wäre auch das eine passable Lösung Ihres
Holzbockproblems?
mfg
Klaus Schillberg, www.texbis.de



Genial



Hallo Herr Schillberg,

ich bin das Problem bisher imer mit frischen Eicheln angegangen. Diese Lösung ist ja richtig unabhängig von den Jahreszeiten

Danke und Gruß aus BS

Bernd Froehlich



Mit Holzböcken kann das vielleicht möglich sein



aber könnten mir die Vorschreiber bitte mal erklären, wie eine lebende "Hausbocklarve", und die kann immerhin zwischen 6 und 15 Jahren im Holz nagen, aus ihrem Holz dann in den Mulm oder die Eichel hineinkommen soll? Können schon die Hausbocklarven fliegen? Soweit mir bekannt, handelt es sich beim Hausbock auch um ein sogenanntes Trockenholzinsekt - seit wann bevorzugt diese Spezies vermodertes Holz?
mit biologisch interessierten Grüßen

Holger Schmidt-Schuchardt



@ Holger Schmidt-Schuchardt



Wissen Sie nun etwas, oder ist das jetzt eine rethorische Oberleerer-Frage?



@ Bernd Froehlich



Sie wissen offensichtlich mehr als ich und ich wollte deshalb lediglich wissen, wie die lebenden Hausbocklarven, von denen Lutz Parisek immer so schöne Bilder in das Forum stellt, nun vom Holz in die Eichel bzw das vermulmte pilzbefallene Altholz kommen. Auch für eine "oberleererhafte" aber schlüssige Antwort wäre ich dankbar.

Danke und Grüße aus Weimar
Holger Schmidt-Schuchardt



wenn es so einfach wäre



Guten Tag, wen es so einfach wäre mal eben ein Fangholz auszulegen und eine Woche später ist der Befall beseitigt, dann müsste ich mir wohl einen neuen Job suchen. Herr Schmidt-Schuchardt hat schon die richtigen, zweifelnden Fragen zu den Vorschlägen gestellt. Die Larven können sich doch wirklich nicht in ein paar Tagen aus der gesamten Konstruktion in das Fangholz bewegen. Und warum sollten sie auch, sie haben ja zu fressen. Wenn das Holz des Daches bereits so alt ist, dass es weniger Eiweiß, Zucker und Stärke enthält wird eben mehr zernagt um die erforderliche Nahrung aufzunehmen. Es ist durchaus wahrscheinlich dass ein einige Jahre altes Nadelholzstück für neu ausgeschlüpfte Käfer zur Eiablage attraktiver ist, als das verbaute Holz. Das heißt aber nicht, dass Sie den Befall damit los sind. Kurz: Das Holz als Rettung auszulegen ist unseriös.
Ein Sanierungsvorschlag von einem Fachmann, der sich die Situation angesehen hat ist erforderlich. Außerdem sollte überprüft werden, ob die Tragfähigkeit bereits vermindert ist und Verstärkungen usw. erforderlich sind.
Mit freundlichen Grüßen aus Castrop-Rauxel Ulrich Arnold





Danke erstmal für die Antworten!

Herr Arnold wissen Sie vielleicht einen kompetenten Ansprechpartner in Bayern oder Postleitzahlengebiet 923..
In den gelben Seiten besteht jeder darauf gut zu sein;-)

MfG
Claudia Braun



nicht ganz die richtige PLZ



Guten Tag,
ich kenne zwei Gutachter die im Fränkischen Raum angesiedelt sind. Wie weit das von Ihnen ist kann ich nicht beurteilen. Diese beiden könen mit sicherheit erst einmal die grundsätzlichen fragen klären.
1:
Büro f. Architektur u. Tragwerksplanung
W. Schwarz
Birkenweg 1
91438 Bad Windsheim
09841-3113
2:
Hans-Rolf Körner
ö b u v Sachverst. für Desinfektion und Schädlingsbekämpfung,
biologische Schäden am Holz
Baustr. 2
91522 Ansbach
Vielleicht hilft Ihnen das weiter.
Mit freundlichen Grüßen
Ulrich Arnold



Ungereimtheiten


Hausbock (Hylotrupes bajulus)  hier die Larve

@ Claudia
Bei einem flächigen , aktiven Hausbockbefall hat sich die sachgerechte Bekämpfung mit Heißluft durch ihre gründliche und giftfreie Vorgehensweise meiner Meinung nach noch am besten bewährt.

@Klaus
Meinen Respekt vor den alten Oberförstern, aber hier irrt der gute Mann leider. Oder er hat den Teilnehmern einen "Holzbock-Bären" aufgebunden.
Die geschilderte Vorgehensweise ist rein biologisch nicht möglich.

@ Bernd
Ich schätze deine Beiträge, aber diese Strategie widerspricht leider den Möglichkeiten und Regeln dieses metamorphosichen Zykluses. Tut mir leid aber so "genial" ist der Trick nicht und Holgers "oberleererhafte" Frage zielt hier in die richtige Richtung.

Gruß

L. Parisek





Hallo L. Parisek,
ich sehe das schon auch so, das die Heißluftbehandlung vermutlich die verträglichste Lösung wäre. Ich kann mir allerdings irgendwie nicht vorstellen ob und wie das bei der Zwischendecke funktionieren soll (Etage darunter und darüber ist bewohnt)?? Können Sie vielleicht beschreiben wie das gemacht wird oder gemacht werden könnte!
Wie lange wäre das Haus nicht bewohnbar und müssen die ganzen Möbel (Teppiche usw. raus)?
Sind Sie evtl auch in Bayern tätig:-))
Über eine Antwort würde ich mich freuen!



Wie geht es weiter?



Leider kann ich immer noch keine Antwort auf die alles entscheidenede Frage finden: Wie geht es nun weiter? Wir haben das gleiche Problem - ein ausgebauter Dachstuhl mit Möbeln, Teppichen etc...Was kann ich konkret tun um diese "Tierchen" ohne großen Gifteinsatz nun loswerden?

Wir suchen auch einen kompetenten Betrieb in Bayern, Nähe Erding!!!

Wer kann konkret helfen????



Details



Hallo Kerstin

Ich hatte Claudia per Email gebeten, sich mit uns in Verbindung zu setzen, da die Detailerörterungen den Rahmen dieses Forums sprengt.

Gruß


L. Parisek





Hallo Kerstin und Lutz Parisek,
nachdem der Zimmerer noch einmal hier war und ein Aufmaß machte, warten wir noch auf das Angebot!
Der Zimmerer meinte allerdings das mit dem Heißluftverfahren bei uns vermutlich nix zu machen wäre weil die Balken des Dachstuhls teilweise nicht so toll zugänglich sind.
Auf den Zwischenboden (Feihl- oder Fellboden oder wie auch immer??) ist er nicht so konkret eingegangen, vermutlich will er es so lassen wie es ist.
Die Balken des Dachstuhls würde er nach entfernen der Eindeckung mit einem flüssigen Bekämpfungsmittel (angeblich für Menschen so gut wie unbedenklich "aber es ist halt schon ein Gift") einstreichen und danach eben die neue Dampfsperre, Dämmung mit Schalung und Eindeckung aufbringen.
Ich befürchte das die Dachstuhlsanierung keine schnelle Lösung finden wird und wir auch den nächsten Winter wieder ohne Dämmung das Heizöl zum Dach rauspusten und hoffen das der Wind uns nicht die Bude wegbläst.
Bei der Geschwindigkeit des Zimmerers dauert das Ganze vermutlich Jahre!

@L. Parisek, danke für Ihr Angebot mich telefonisch mit Ihnen in Verbindung zu setzen, aber die ganze Sache gestaltet sich weit schwieriger als ich mir das vorgestellt hatte! Wir wollten eigentlich nur eine Dämmung und ein sturmsicheres Dach haben und nicht das ganze Haus einreißen oder mit Gift vollpumpen!

Nachdenkliche Grüße
Claudia Braun



Sachkunde



Liebe Claudia

Die Aussagen hören sich, zumindest was den Holzschutz betrifft, nicht unbedingt sachkundig an. (Übrigens sollte der ausführende Betrieb zumindest einen entsprechenden Sachkundenachweis "Holzschutz" besitzen.)

Gruß

L. Parisek



Eine Lösung?



Liebe Claudia,
wir hatten heute einen unabhängigen Sachverständigen da (Adressen findest du bei Fachverbänden wie z.B. DHBV).
Er hat uns das Heißluftverfahren empfohlen. Wir holen uns jetzt Angebote ein. Die Sache passiert an einem Tag, vorausgestzt alle brennbaren Sachen werden entfernt. Holzmöbel kannst Du stehenlassen, empfindliche Bilder etc. aber raus. Schnell, sauber und ohne Gift, vorallem aber ohne das Haus gleich einzureißen...

Ein Zimmerer o.ä. kann nie unabhängig beurteilen, da er gewerbliche Interessen hat.....

Alles Gute
Kerstin





Hallo,
ich würde mich freuen wenn man mir noch eine Frage beantworten könnte.
Was haltet Ihr von dem Mittel "Holzbau B" (Hersteller weiß ich leider nicht, oder ist das nur eine allgemeine Bezeichnung??!)
Evtl. dieses hier:
http://www.wolman.de/de/preservation/bekaempfung/diffusit_holzbau_b.php
Schädlingsbekämpfung auf Borsalzbasis?!?
Würdet Ihr eine Behandlung von mit Hausbocklarven befallenem Holz mit diesem Mittel für sinnvoll und ausreichend erachten??
Die Balken würden von den erreichbaren Seiten gestrichen und nicht mit Hochdruck injiziert.
Bestehen bei dem Mittel gesundheitsgefährdende Bedenken, durch Ausdünstungen o.ä.?
Vielleicht hat das schon jemand angewendet und kann einen kurzen Erfahrungsbericht abgeben!

Danke!
MfG
Claudia Braun



Ernüchterndes



@Claudia Braun

Ein oberflächliches Einstreichen mit borathaltigen Mittel (wie z.B.Holzbau B) ist als Bekämpfungsverfahren ungeeignet. Selbst eine Druckinjektage hat nur eine begrenzte Wirkung.

Gruß

L. Parisek





Hallo Herr Parisek,
Danke für die Info!!

Ratlose Grüße
Claudia Braun





Hallo, auch ich habe das gleiche Problem mit dem Hausbock. Er hat sich in einigen Balken häuslich eingerichtet. Ich habe schon einen Kostenvoranschlag von einem Schädlingsbekämpfer eingeholt.Aber ist sehr teuer und was ist besser, herkömmliche Schädlingsbekämpfung oder Heißluft? Und wie bekomme ich Kontakt zu einer Firma, die in meiner Region arbeitet? Gaby



Fragen


DHBV

Hallo Gaby v. Massow


a) Grundsätzlich hat sich auch der Schädlingsbekämpfer bei der Holzschädlingsbekämpfung nach der DIN 68800/4 zu richten. Insofern muß auch der Schädlingsbekämpfer das für die Situation geeignete Verfahren empfehlen und ausführen. Hierbei ist er immer gehalten, möglichst Verfahren ohne Verbleib persistenter Wirkstoffe zu bevorzugen.

b)Um ihre letzte Frage beantworten zu können, müsste ihre Region bekannt sein. Sie können aber gerne mit der Maus über das rechte Bild fahren, dabei finden sie Adressen eines kompetenden Fachverbandes der entsprechende Fachfirmen empfiehlt.

Mit Besten Grüßen

L. Parisek





Hallo, danke für die Antwort. Ich wohne in der Lüneburger Heide und möchte gern wissen, ob ein Heißluftverfahren wirklich sinnvoll und effektiv ist? Es sind noch nicht alle tragenden Balken betroffen. Kann man nicht mit einem Holzmittel gegen Hausböcke etwas ausrichten?



Widerspruch - Euer Ehren



Hallo Lutz,

m.E. muss sich hier niemand nach irgendeiner DIN richten.

Der Erfolg oder Miß-Erfolg einer Behandlung wäre hier Kriterium eines Vertrages. Die Viecher scheren sich nämlich einen Dreck danach, nach welcher DIN sie gerade behandelt werden.

Ich glaube (!, hoffe, ?), mit Deiner WTA-Mitarbeit bist Du auch schon deutlich über die konsumenten-verachtende DIN hinausgewachsen.

Liebe Grüße

Bernd





Hallo Bernd

Ich halte die Holzschutz DIN nicht per se für "konsumenten-verachtend".
Und natürlich hast du auch recht damit, dass die ausführende Firma primär den Erfolg schuldet und die lieben Viecher eine ganz andere und sehr selektive Wahrnehmung haben.
Ob die WTA Mitarbeit nun ein Garant für ein "über die DIN hinauswachsen" ist möchte ich bezweifeln.

Aber vielen Dank, für deinen schönen Gruß bin im Moment ein wenig überlastet


Lutz


@ Gaby
Nur auf die Schnelle:
Ich halte die Heißluft bei sachgerechter Ausführung für eines der sichersten und erfolgreichsten Verfahren. Die erfolgreiche Bekämpfung des Hausbocks mit chemischen Mitteln ist eine äußerst schwierige Sache.
Leider fehlt mir im Moment die Zeit dies näher zu erläutern.

Sei auch du gegrüßt

Lutz



Nachbemerkung



Hallo Bernd

Noch einmal kurz zu meiner DIN Bemerkung.
Was ich damit sagen wollte ist, dass der Schädlingsbekämpfer nicht anders arbeiten sollte als ein versierter Holzschützer.

Der Satz von Gaby: "Ich habe schon einen Kostenvoranschlag von einem Schädlingsbekämpfer eingeholt,.......was ist besser, herkömmliche Schädlingsbekämpfung oder Heißluft?" hörte sich so an als ob in der Vorgehensweise grundsätzlich ein Unterschied bestehen müsste .

Gruß

Lutz



Noch mal DIN



Hallo, sicher ist der geschuldete Erfolg das Hauptkriterium nach Werkvertragsrecht.
Auch wenn die DIN von "interessierten Kreisen" gemacht wird und DIN 68800-4 schon einige Jahre auf dem Buckel hat, ist es nicht so, dass nur überflüssiger Schwachsinn darin stehet. Man muss immer sachkundig im Einzelfall prüfen wie weit man einer Richtschnur wie DIN, WTA usw. folgt. Viele grundsätzliche Dinge sind in DIN 68800-4 richtig angegeben und nur die Berücksichtigung grundsätzlicher Sachverhalte kann eine erfolgreiche Bekämpfung bewirken. Weiterhin ist der Ausführende gehalten sich an die "allgemein anerkannten Regeln der Technik" zu halten. Sonst hat er auch schnell Probleme, paradoxer Weise sogar wenn sich der eigentlich geschuldete Bekämpfungserfolg auch mit anderen Mitteln einstellte. Man muss also zu DIN 68800 den aktuellen Stand der Technik mit Blick auf die Wissenschaft und Lehre hinzuziehen um eine sinnvolle Lösung zu finden. Wen wir die Normung als ganzes verteufeln, haben wir nur einen dürftigen Maßstab, was den eine richtige Planung und Ausführung ist. Eine noch größere Flut von Auseinandersetzungen wäre die Folge.
Zusammenfassung: Normen kritisch hinterfragen aber nicht gleich pauschel ablehnen, sondern mit anderen Erfahrungen usw. ergänzt an den konkreten Fall anwenden.
Mit freundlichen grüßen Ulrich Arnold



Schwarz - Weiss



Vielen Dank Ulli, ich zucke bei pauschalisierenden Aussagen immer ein wenig zusammen. Daher bin ich dir für deine Worte dankbar.

Lutz



Die gemeinsame Schnittmenge ...



... ist wohl größer, als nach DIN zu erwarten wäre ;-)

Na ja - DIN/ EN ist doch ein vorzügliches Informationsmittel - aber leider eine sehr viel größere Abzock- und Blender-Institution.

In Eile mit Gruß in die Runde

Bernd



Dann sind wir ja doch nah beieinander...



... mit unseren Ansichten. Das Leben muss immer differenziert betrachtet werden. Dennoch brauchen wir Regeln als Richtschnur und als wichtigstes Werkzeug unseren Verstand zur Anwendung.
bis demnächst Euer Uli



Hausbock im Dachgeschoss und Zwischendecken



Hallo

Wir haben leider auch ein großes Problem mit dem Hausbock. Wir haben eine Doppelhaushälfte. Im Dachgeschoss unserer Haushälfte ist es offensichtlich, dieser ist nicht ausgebaut. Die Dachbalken sind nach erstem Augenschein nicht masiv befallen, jedoch die Deckenbalken der Decke im Obergeschoss. Wir haben verschiedene Meinungen eingeholt und natürlich auch genausoviel verschiedene Antworten bekommen. Wir haben vor die Deckenbalken abzubeilen und Borsalzlösung aufzubringen. Da der Hausbock fast "nur" im Splintholz sitzen soll wäre das wohl eine Möglichkeit, jedoch wenn von den Balken dann nicht mehr viel übrig ist stellt sich natürlich die Frage nach der Tragfähigkeit. Eine andere Meinung ist den kompletten Dachstuhl und Zwischendecke erneuern. Was ist eine Lösung die auch den besten Erfolg hat? Die nächste Frage ist wie ich einen Neubefall verhindern kann, da wir ja wie schon gesagt eine Doppelhaushälfte haben hat sich dieser Schädling mit Sicherheit auch in der Nachbarschaft angesiedelt. Es sind alte Leute die ihr Haus in Ordnung haben und den Dachboden ausgebaut und verkleidet haben. Diese fangen nicht mehr an noch irgendetwas umzuschuppen. Wenn wir aber unsere Seite erneuern kann ich da irgeneine Sprerre setzen was den Übergriff von nebenan verhindert? Für einen guten Rat wäre ich sehr dankbar.



Einzelfall prüfen



Sehr geehrte Frau Boas,
wie aus der Diskussion, unter die Sie Ihre Frage gestellt haben hervorgeht, ist in der Regel jeder Einzelfall sachkundig zu bewerten. Heißluft erscheint mir (an einigen Stellen flankiert von Chemie) oft die bessere Bekämpfungsvariante als chemische Bekämpfungsmittel allein. Sollte die Tragfähigkeit durch den Befall so weit gelitten haben, dass aufwendige Verstärkungen notwendig werden, dann ist oft ein Erneuern von Bauteilen sinnvoller als zu bekämpfen und dann Reparaturstücke statisch wirksam anzuarbeiten. Vorbeugung ist mit ANSTÄNDIG AUSGEFÜHRTEN vorbeugenden chemischen Holzschutzmaßnahmen möglich. Wohl eher theoretisch auch wenn z. B. Eichenholz verbaut wird, da Hausbock nur Nadelhölzer befällt. Gemäß DIN 68800 Teil 2 kann als Vorbeugung auch eine Konstruktion der "Gefährdungsklasse 0" ausgeführt werden. Dazu muss das Holz dauerhaft trocken sein und "insektensicher bekleidt". Eine insektensichere Bekleidung plant und baut man jedoch nicht mal eben so. Also: Den Fachmann des Vertrauens zur Einschätzung heranholen. Tiefgreifende Informationen zur Heißluftbehandlung aus der Praxis kann Lutz Parisek hier aus dem Forum geben.
Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold