Wer hat Erfahrungen mit Stückholzheizungen

13.12.2004



Hallo Gemeinde.
wir planen eine Stückholzheizung einzusetzen. Jetzt habe ich eine Bitte an alle die mit dieser Heizmethode schon Erfahrungen gemacht haben. Dabei geht es mir in der ersten Lienie über den Alltag mit der Heizung, den Aufwand bei der Holzaufbereitung und natürlich die Aussage ob es wieder so gemacht würde oder nicht. Dann interssier nich auch noch die verwendetern Systhem (Grudofen, Naturzugofen, Vergaserofen, ...) mit den Erfahrungen.

Gruß Frank



Glaubensfrage



Wir hatten auch daran gedacht, uns aber nach langen Infos dagegen entschieden. Im Bekanntenkreis haben wir eine Familie, die das ganze Jahr damit heizt. Der Brennraum fasst 1 m lange Stücke und die Zwischenspeicher haben ein Volumen von 8000 Liter. Es werden im Jahr 33 Raummeter Holz verfeuert (Raummeter inkl. Anlieferung ca. 50 €. Im Sommer wird der Ofen aufgrund des großen und gut Isolierten Pufferspeichers nur alle 2 Wochen beschickt. Im Winter wird er alle 1-2 Tage beschickt, jenachdem wie warm man es haben möchte, oder wie gut das Haus isoliert ist.

Diese Familie haben wir als Beispiel für uns genommen.
Selbst wenn wir nur 20 Raummeter (also dicht gestapelte Kubikmeter) verfeuern würden, so kannst Du Dir ausrechnen welche Lagerfläche Du benötigst. Welche Fläche Du auch aufräumen, sauber und TROCKEN halten mußt. Du kannst Dir ganz schnell ausrechnen wieviele Samstage für Hacken und Transport geopfert werden müssen. 20 Kubikmeter !!! Ich kenne kein Einfamilienhaus, daß weniger braucht. Den Ofen früh morgens beschicken, auch wenn man krank oder gebrechlich ist. Nachbarn müssen die Heizung (falls im Pufferspeicher kein Heizstab ist) in deinem Urlaub beschicken. Den Brennrau mußt je nachdem alle 2-4 Wochen reinigen............
Wir waren auch von den Möglichkeiten angetan, da es unserer Art zu leben nahe kommt. Der persönliche Aufwand an Zeit (kostbarstes Gut) und Körperkraft im Alter sind enorm. Bei der Kostenrechnung haben meine Frau und ich uns dabei ertappt, daß wir uns das Stückholz schön rechnen wollten. Als die Angebote eintrafen und die besseren Öfen im Gespräch waren, da wars vorbei mit der Liebe zum Stückholz. Lageraufwand, Beschickung, Nebenkosten und Grundkosten (inkl. Zinsen).......
Du kannst trotzdem damit glücklich werden, wenn die aufgeführten Faktoren unerheblich sind. Also eine Glaubensfrage.
Achso: Wir haben die Ölheizung gelassen. Befüllung und Abluftanlage erneuert. Ölheizung ist lt Gaslieferant immer noch die günstigste Form des Heizens. Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus spart Öl gegen Gas ca 350-500 € per anno. Bei Zeiten werden wir von unserer 44KW Ölheizung auf 22 KW Ölbrennwert gehen und so nochmal versuchen ca 30% Heizölverbrauch zu sparen.



ggf. hilfreicher Link



Erfahrungen habe ich zwar keine, da ich mich ebenfalls erst seit kurzem mit dem Thema beschäftige. Schau mal unter www.hessenenergie.net und dann rechts der link
"Stückholzfeuerung". Da gibts `ne Menge interessante Dinge zu lesen. Auch sonst ist diese Seite sehr interessant.



Heizen mit Holz



Wir haben 1998/99 unser Einfamilienhaus gebaut.
Eine Zentralheizung wurde vorbereitet(Verlegung aller
nötigen Rohre und Leitungen).In jeder Etage steht ein "BULLERJAN" und in den Badezimmer ein kleiner Gussofen.
Warmwasserbereitung durch Durchlauferhitzer.
Im Garten steht ein "Backes" Marke Eigenbau und wird Sommer wie Winter alle zwei Wochen geheizt.
Unser Energieverbrauch bei sechs Personen und 160qm Wohnfläche beträgt ca.6000 KW/h an Strom und min. 20rm Holz!
Für die Lagerung des frischem,abgelagertem und geschnittenem
Holz gehen min.50qm Fläche drauf.
Als Waldbesitzer kostet uns das Holz "nur" Arbeit.
Nichts für "Jedermann"!
Zu empfehlen ist eine Kombination Öl-Zhzg/Kachelofen.

Gruss Thilo



Kommt drauf an



Wir heizen jetzt den 3. Winter mit einer Stückholzheizung (Holzvergaser). Unser Verbrauch liegt bei ca. 30-35 Festmeter Holz / Heizperiode. Im Sommer gewinnen wir unser Warmwasser über 6m² Solarfläche. Geheizt werden ca. 280m² Fläche. Wir haben einen 25kW Kessel und 2000l Pufferspeicher. Bei Temparaturen unter ca. 3-5°C muß ich schon mindestens 2-3mal täglich Holz nachlegen.
Der Zeitaufwand für die Holzheizung liegt in der Heizperiode bei ca. 30-45 Minuten /Pro Tag (Holz holen, heizen, Kessel reinigen). Legt man den Kessel und Puffer deutlich größer aus, kommt man sicher mit weniger Zeitaufwand für das Nachlegen aus, aber der Holzverbrauch dürfte ansteigen.
Wir haben eigenen Wald, so daß ich im Prinzip das Holz selbst schlagen könnte. Jedoch bekomme ich von meinem Holzlieferanten den m³ Holz fertig gesägt und gespalten frei Haus für ca. 35,- €, so daß sich die Arbeit eigentlich nicht wirklich lohnt.
Nicht zu unterschätzen ist auch der Lagerbedarf für das Holz. Man sollte für mindestens 3-4 Heizperioden Holz vorrätig halten, damit dieses ausreichend trocknen kann. Da kommen dann je nach Verbrauch schnell 150m² oder mehr zusammen. Zumal der Holzlagerplatz von der Heizung aus günstig zu erreichen sein sollte.
Als Fazit läßt sich wohl sagen, wenn man die zeitlichen Möglichkeiten hat, den Ofen regelmäßig zu beschicken + genügen eigenen Wald + günstigen Holzlieferanten, dann ist eine Stückholzheizung durchaus eine interessante Alternative. Wer jedoch längere Zeit in der Heizperiode abwesend ist, oder außerhalb sein Geld verdient sollte sich über andere Heizmöglichkeiten Gedanken machen.

Mit besten Grüßen für ein gesundes Jahr 2005



Grundofen



Hallo Frank,
ich habe einen Grundofen mit Warmluftzüge in alle Zimmer. Ich Verbrauche im Winter ca. 20 bis 25 Ster Holz. In der Regel Buchholz mit Nadelholz vermischt. Nadelholz zum Aufheizen und Buchen-/Eichenholz um die Temperatur zu halten. Wasser wird über Sonnenkollektoren erhitzt und im Winter mit Gas.
Da ich im schwarzwald wohne zahle ich für das Holz fast nichts. Seit Lothar(1999) verheize ich nur kostenloses Sturmholz. Das gesparte Geld habe ich in Technik investiert. Zwei gute Kettensägen und dann gibt es einen Holzspalter mit 4 Tonnen Preßdruck, Notstromaggregat und so kostriuert, dass ich diesen an meine anhängerkupplung hängen kann.
Natürlich hat man viel Arbeit mit dem Holz. die Lagerung habe ich so gelöst, dass das Holz im Wald lagert (Rücksprache mit Förster) oder auf einer eigenen Wiese. Das Holz für einen Winter lagere ofenfertig zerkleinert am Haus, sieht gut aus. Seither brauche ich kein Fittnesstudio mehr. Aber das Heizen im Kachelofen ist eben auch ein Stück lebensqualität. Für den Notfall habe ich noch eine Gasheizung.
Gruß Gerd



Stückholzheizung



Hallo Frank,
wir wohnen seit 6 Jahren in einem alten Bauernhof nähe München. Als wir vor 6 Jahren eingezogen sind hatte das Haus nur noch eine Ofenheizung, in jedem Zimmer ein Ofen. Die Besitzer hatten das Haus als Wohnhaus aufgegeben. Also finge wir , damals meine Freundin und ich an, das Haus zu renovieren. Im Wohnzimmer haben wir einen Kachelofen, mit Schamotte und Klinker gemauert, mit vorgeschaltetem Ofeneinsatz und Warmluftheizung in den 1. Stock. Wir brauchen pr Jahr für ca. 100 m² Wohnfläche 10-15 Steer. (1Steer = 1m³ lose gestapeltes ofenfertiges Brennholz)und ca. 7000kwh Nachtstrom für Speicherofen im Bad und Gästezimmer. Im Sommer ziehen wir um. Von dem Cousin meiner Frau haben wir einen Bauernhof in Andechs gemietet für die nächsten 20 Jahre. Dort habe ich eine Zentralheizung mit Radiator, Wand und Fußbodenheizung eingebaut. Die Zentralheizung wird von einem Stückholzbrenner Atmos DC 25 GS Hozvergaserkessel "Generator" neuster Bauform gespeist. Die Energie wird in ca. 2000l Pufferwasser zwischengespeichert, kombiniert mit 17,6 m² thermischer Solaranlage, die direkt in den Puffer mit einspeist. Warmwasser mit Plattenwärmetauscher und Proportionalregler aus dem Pufferwasser. Die Wohnfläche berträagt ca. 120m². Das Haus ist von 1863 mit 40cm starken Gemischwänden. Angenommen der Heizwärmebedarf beträgt ca. 20.000kwh/Jahr. Der Brenner fasst pro Füllung ca. 0.1 m³ das entspricht ca. 30 Kg Holz mit einem Energieinhalt von ca. 120kwh. Diese Menge erwärmt ca 1100 l von 10k auf 80K d.h. 70° Differenzemperatur x 1.06 kwh/m³*K = 82kwh/30kg oder 1/10 Steer Buche. (das ist nicht geschätzt sondern selber beobachtet!!!) Die Solaranlage bring ihrerseits für den Sommer, die Übergangszeit und sogar jetzt im Winter Ihren Anteil. voraussichtlich ca. 7000kwh/jahr. Mir anderen Worten 13.000kwh / 82kwh = 158,5 Füllungen * 1/10 Steer = 15,8 Steer. Wenn Du Dir dieses Holz von Deinem Sägewerk (Buchen- oder Eichenschwartlinge ohne Rinde)anfahren lässt zahlst Du ca. 15,-€/Steer. Du musst sie dann auf Ofenlänge mit der Kettensäge ablängen und Stapeln. ca. 2-3 Wochenenden / Jahr. Brennstoffkosten 20 Steer x 15,-€ = 300,- €. Energie des veranschlagten Holzes für 20.000 kwh entspricht ca. 2500l Öl. Die Heizanlage hat mit Eigenarbeit ca. 25.000,-€ gekostet. Falls weitere Informationen von Interesse sind bite ich um Rückmeldung
Servus
Alex



Danke an euch allen



ich möchte mich für die Antworten bei euch bedanken.
Eine entscheidung ist auch gefallen.
Wir werden einen Holzvergaserkessel von Lopper in Verbindung mit einem 4000l Pufferspeicher einsetzen. Nach den ersten Heizperioden bin ich gespannt welche Erfahrungen wir gemacht haben.
Gruß Frank.





Hallo Alex,

wir interessieren uns auch für eine Stückholzheizung und würden gerne mehr über Deine Anlage erfahren



Stückholzheizung - Carin



Hallo Carin,
ruf mich doch einfach an:
08808/410
Du kannst gerne am Wochenende vorbei schauen.



Scheitholzheizung



Hallo

Interessante Meinungen die ihr zu Holzheizungen habt. Es ist keine Glaubensfrage sondern eine der Machbarkeit. Die Kosten für die Anschaffung, und der Raumverlust für Pufferspeicher, Kessel und Lagerstätte für Brennholz ist enorm, ist aber nicht viel mehr als bei jeder anderen neuen Heizung Kosten (netto 15.000 €)Allerdings würde ich nur zu Holzvergaser raten, wegen Wirkungsgrad von mittlerweile 91%, Brenndauer bei Vollfüllung fast 9 Stunden und der wirklich geringen Aschemenge. Außerdem macht es nicht viel Sinn einen Scheitholzkessel im Stand-Alone System zu nutzen.

Sinnvoller ist die Kombination mit Gas-Brennwertgeräten, falls möglich, oder auch mit BHKW´s z.B. von Sennertec auf Biodiesel/Heizölbasis wobei der Hier anfallende Strom wieder eingespeist werden kann. ( Vergütung momentan 25,9 Cent/kw)
Auch die Kombi-Kessel Scheit/Pellets sind mit Branddauer von über 20 Stunden und länger, je nach Pelletsvorrat, immer richtig. Und bei den Steigenden Heizölpreisen macht sich Holz immer bezahlt. Übrigens gibt es ofenfertiges Scheitholz auch schon für gut 20 € womit das Sägen schon mal entfällt.

und ich kenne bis jetzt noch keinen der sich über seinen Holzofen so ärgern mußte, wie über manche Ölheizung.

mfG Tom



BHKW



Hallo Tom,

was ist ein BHKW??

Gruß Volker



stueckholzheizung



Hallo ;
hier in Canada wird sehr viel mit stueckholz geheizt.
Wir selbst haben unseren hauptofen fuer die kaelteste periode von december bis maerz laufen.
Die gebrauchten holz mengen sind nicht zu gross(4 bis 5 fmtr) und die zentrale luftverteilung bringt ein gute waermeverteilung.
Probleme ist die relative niedrige Luftfeuchte .
Unser haus ist ein altes renoviertes farmhaus mit sehr guter insulierung.
Holz wird im spaet sommer und herbst in den Keller gebracht
und mit einem "dehumidifier" die Feuchte controliert.
Hardholz(ahorn und birke) ist sehr beliebt hier,wir mixen aber genug softwood(tanne,fichte,kiefer)aus unserem forst.
Die Mischung der holz arten verfeuert hilft den energiebedarf and die klimatischen verhaeltnisse anzupassen.
Unser alte oilheizung ist verschrotted.Ein kleiner ofen und ein AC/heatpump anlage sind in den anderen zeiten voellig genug fuer comfort. Gruesse aus Nova Scotia Mike S.



bhkw



bhkw heisst blockheizkraftwerk

bedeutet stromerzeugung mit einem konventionellen motor

die entstehende Abwärme wird nicht über einen kühler in die luft geblasen sondern kann für heizzwecke genutzt werden

da jedoch anschaffung und unterhalt relativ hoch sind lohnen sich solche geräte nur wenn sie lange laufzeiten haben (>6000h/jahr)

also was für häuser mit hohem bedarf an Wärme rund um die uhr (altenheime,schwimmbäder,hotels etc)

bei senertec liegt die wärmeleistung bei 12,5 kw da kann muss schon ganz ordentlich duschen um das wasser verbraucht zu kriegen

gruss aus münster



Holz-stückgutheizung



Hallo, wir haben vor 3 Jahren eine Holzheizung von "Wolf" angeschafft und eine kleine Kettensäge von "Hornbach" und sind begeistert.Nicht nur wegen der ca. 200,00 EUR reine Heizungskosten pro Jahr für ein 250 qm Haus . Die intakte Ölheizung wird überhaupt nicht mehr eingeschaltet und mittlerweile bereits gut 9.000 Liter Heizöl gespart. Funktioniert alles super, auch ohne Speicher und sonstigem Schnick-Schnack.
Fragen über solche gelungene und geldersparnis Projekte werden ausdrücklich gerne beantwortet.





Holz-stückgutheizung

Hallo Elmar
Bin Sehr daran interessiert wie du es machst ein so großes Haus mit so geringen Mitteln ohne Zwischenspeicher zu heizen
Ich habe bald ca 400m² zu heizen.Bisher mit Öl (9000l/jahr)
mit beigestelltem Allesbrenner 45KW für Notfälle. Die ganze Anlage läuft dank riesieger Rohre auch ohne Strom durch Schwerkraft.

Gruss Andreas



Heizen ausschließlich mit Holz?



Wir wollen eine Fläche von max. 150 m2 beheizen, eigentlich nur mit Stückholz. Allerdings nicht im Keller (nicht vorhanden), sondern im Sichtbereich, also muß die Heizung ansatzweise schön sein und wir wollen auch die Strahlungswärme (u.U. Durchbruch zwischen zwei Zimmern, Rest über Heizkörpern). Kann man den Pufferspeicher elktrisch frostsicher machenund vielleicht sogar gleich für den Sommer für das Brauchwasser verwenden (Boilerfunktion). Ist es sinnvoll mit Öl zu kombinieren (Tank und Heizung noch vorhanden)? Wir haben aber leider wenig Platz und die Heizung muß schön sein (Pufferspeicher kannausgelagert werden). Vielen Dank für Eure Antworten.
Margherita





Hallo Magherita,

Frau/Mann kann ein Haus nur mit Holz heizen!

Mit Stückholz bedeutet dies jedoch einen gewissen Zeit- und Kraftaufwand da so mancher Raummeter Holz in den Ofen gebracht werden muss ( 1 Ster Holz entsprechen ca 120 l Heizöl). Jedoch sind die Kosten sehr niedrig.
1 Ster Holz ungehackt 1 Meterstücke = 10 bis 25 Euro
120 l Heizöl x 50 bis 60 cent = 60 bis 72 Euro

Was macht man aber wenn es im Winter in den Urlaub geht:
z.B. Frostschutz durch Elektrofrostwächter im Pufferspeicher
geringe Anschaffungskosten aber Strom teuer:
1 Ster Holz = 1200 kWh
1200 kWh x 15 bis 18 cent = 180 bis 216 Euro

Heizölsystem als Reservesystem
wenn schon vorhanden o.k. dann braucht man aber für den Holzofen eventuel einen zweiten Schornstein
Vorteil: Ölheizung kann z.B. in der Früh das Haus temperieren, sodass beim Aufstehen Badezimmer/Küche angenehm warm ist

wenn es in den Urlaub geht übernimmt Ölheizung den Frostschutz

Will man nur mit Holz heizen so kann nur eine Holzpellet- oder Hackschnitzelheizung mit automatischer Brennstoffzufuhr die nötige Bequemlichkeit auch bei Abwesenheit schaffen, mann braucht jedoch einen trockenen Lagerraum





nachtrag

entschuldigung soll heissen

frau braucht jedoch einen trockenen Lagerraum



Specksteinkaminofen



Hallo,
kann uns jemand raten?? Wir planen, zusätzlich zu unserer Ölheizung für 170 qm, einen Specksteinkaminofen der Fa. Elgato einzubauen, der ohne Pumpe und Ausgleichsgefäß funktionieren soll, da er niemals über 85 Grad heiß wird. Als Heizmaterial sind Holz und Brikett vorgesehen. Hat jemand Erfahrung mit solchen oder ähnlichen Systemen??

Liebe Grüße, Caterine



Holzheizung



Guten Abend Herr Frank,
ich habe vor einigen Jahren einen Feststoffkessel zusätzlich der bestehenden Ölzentralheizung montieren lassen. (Teilweise auch in Eigenleistung) Ich hatte nach 2 Heizperioden bereits die kompletten Kosten hierfür wieder heraus. Bezogen auf meine dafür eingesparte Ölmenge.
Soweit zum Positiven. Dafür aber mußte ich mir einen kleinen Anhänger beim Baumarkt und eine Kettensäge anschaffen. Also weitere Kosten insgesamt. Macht aber nichts, Kettensäge kann man auch immer schon einmal im eigen Garten brauchen, den Anhänger nehme ich häufig mit in Urlaub, sodass sich insgesamt eine Mehrfachnutzung erfreulicherweise ergibt.
Zum Unangenehmen: Öl tanken lassen, geht natürlich komfortabler, schneller und sauberer --, im Gegensatz zu:
1.) Förster aufsuchen, zwecks Absprache
2.) mit dem guten Wagen und Anhänger durch den(teilsbefestigten) Waldweg fahren
3.) vom Förster gekennzeichnete Bäume fällen , portionieren und zum Anhänger tragen.
4.) mit dem vollgepackten Anhänger wieder nachhause und dann mit der Schubkarre alles hinter das Haus fahren.

Es ist jedesmal eine kleine Tourtour, über zumeißt 2 Wochen verteilt.
Ich freue mich ,wenns mal wieder (Herbst)losgeht in den Wald, und später dann, wenn die Sache endlich vorüber ist.
(Rückenschmerzen/kleine Blessuren)
Insgesamt betrachtet aber eine sehr gute und vor allen Dingen interessante Möglichkeit der ständig steigenden Energiepreise zu begegnen.
Trotz vorgenannter Punkte 1-4 , würde ich die Anschaffung dessen jederzeit wieder machen.
Die Kosten für Waldholz, ca. 10,00 EUR pro Raummeter X ca. 35-40 Raummeter pro Winter = 350,00--400,00 EUR .

Ich denke der Preis ist überaus erfreulich und ist auch so.
Gelegentlich , bei ganz kalten Tagen hole ich mir einige Päckchen Brikett aus dem Baumarkt,damit die Ofenwärme auch über Nacht hält.

Anfangs hatten wir "Schwierigkeiten" mit den lieben Nachbarn, Holz und Brikett würden stinken. Das Ordnungsamt hatte den Schornsteinfegermeister hier vorbei geschickt, jedoch gab es keinerlei Beanstandungen, er hatte zuvor den zugelassenen Feststoffkessel, behördlich abgenommen.
Wir durften ganz normal weiterheizen.
Ich wollte sie nur darauf hinweisen, dass ggf. mit solchen Aktionen immer gerechnet werden muß. Sei es Neid oder Mißgunst, wenn man ökologische Seite noch einbezieht, dann muß man über die Vorwurfshaltung doch deutlich relativieren. Tja, Herr Frank, Resümee : jederzeit wieder, aus ökonomischen , ökologischen und sportiven Gesichtspunkten.
Sollten sie sie noch weiterführende Fragen haben, freue ich mich, diese ggf. zu beantworten.
Mit freundlichen Grüßen
E.F.



Na, da kann ich dem Elmar aber voll zustimmen -----



Wer die Möglichkeit hat -- und dazu noch ein Quad ---
der ist auf dem richtigen Weg ein echter Holzmichl
zu werden.
Und, wenn alle freudig mitmachen,die im Winter nicht frieren möchten, dann macht die Sache auch noch richtig Spaß !-
-
Grüße aus Nordsachsen vom Flachland - Tiroler
-
A.Milling
--
--
Brennholzgewinnung in Eigenleistung Brennholzgewinnung in Eigenleistung



Stückholzheizung



Hallo zusammen,
habe am 16.01.05 schon einen Betrag eingestellt. Wir haben den letzten Winter gut überstanden, obwohl er ziemlich lange war. Auch der letzte Sommer mit seinem Sonnenloch im August ist nun vorüber. Jetzt möchte ich ein paar Erfahrungen in dieses Forum einbringen. Wir haben einen 25 KW Holzvergaserkessel von Atmos und eine 17,6 m² Solarkollektoren Ecostar III von UFE Solar. Wir haben im Winter für 120m² unisolierten Altbau mit Gemischtwänden und Kastenfenstern 18 Steer Eichen-Buchen-Fichten Stückholzgemisch verbraucht. Heizperiode von 10-2005 bis 4-2006 also ziemlich 6 Monate Dauerheizen. Bei -15° musste ich meinen Kessel morgens und abends befüllen (eine Ladung sind ca. 20-30kg Holz), da die 2000 l Pufferspeicher nicht ausgereicht haben um die benötigte Energiemenge für einen Tag zu speichern (siehe Beitrag vom 16.01.2005). Die Rücklauftemperatur im Puffer bei gemischter Heizung (Wandheizung , Fußboden und Heizkörper) liegt bei 35°C. Von meinem Stückholzbrenner kommen ca. 85°C mit anderen Worten es sind nur ca. 50° Temperaturdifferenz verwendbar. Das macht bei 2000l Puffer eben nur 2m³ x 1,06 Kwh/m²xK x 50 K = 106 Kwh, die mein Puffer speichern kann. An so kalten Wintertagen habe ich zum Teil 2 Pufferladungen gebraucht um mein altes Haus zu heizen. Also 220 Kwh/24 h= ca 9 KW Dauerleistung für ca. 120 m² macht also ca. 80 W/m². Damit liege ich ohne Isolierung und damit mit gutem Raumklima (Kalkputz, Kalkfarben, Gemischtwände) gar nicht so schlecht. Das nötig Holz bekomme ich in Bündeln (Schwartlinge) vom Sägewerk. Buche/Eiche = 15,-€/Steer, Fichte = 6,-€. Nun zum Sommer: Durch die großzügig dimensionierte Solaranlage, die über einen Wärmetauscher in die 2000 l Pufferwasser einspeist habe ich von Ende April bis Ende Oktober genau 5 x meinen Festbrennstoffkessel eingeheizt. Den Rest, auch Heizung hat die Sonne für uns übernommen. Wer also 2-3 Wochenenden für das Holzkleinmachen und an ca. 180 Tagen 10 Minuten für das Einheizen investiert, das sind zusammen etwa 80 Arbeitsstunden, der kann ca. 4000l Heizöl (3000l für Heizung, 1000l für Warmwasser über das ganze Jahr) einsparen. Wenn man also ca. 2500,-€ für die Solarkollektoren mit Halterung (inklusive Förderung), 2500,-€ für die Puffer, 2900,-€ für den Holzvergaserkessel, 3500,-€ für Rohre, Montage und Temperaturdifferenzregelung addiert und 2000,-€ für ein Öl- oder Gasbrennwertgerät abzieht, bleiben ca. 9400,-€ Mehrkosten. Auf ca. 20 Jahre gerechnet sind das ca. 500,-€/Jahr + 300,-€ für Holz = 800,-€/Jahr. Für die 4000l Öl muß man derzeit ca. 0,60€/l bezahlen, das macht ca. 2400,-€/Jahr - 800,-€ für Heizung und Holz, bleiben 1600,-€ für die Holzarbeit. 1600,-€/80 Std = 20,-€/Stunde. Ich denke dass das keine Glaubensfrage ist, sondern ein absolutes Muß, vor dem Hintergrund, Umwelt CO², Öl-Gasreserven, körperlicher Ausgleich, mit der Seele baumeln und was euch noch so alles einfällt. Die anderen Beiträge in dieser Rubrik bestärken das und Bewahrung der Schöpfung ist schon lange kein Schlagwort mehr nur für Ökos und Kirchengänger. Je mehr mitmachen, desto unabhängiger werden wir vom weltweiten Ölhandel und leisten damit einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz ohne zusätzlichen finanziellen Aufwand. Für mehr Info Tel: 08808/410