Neu hier - brauche viele Tips, z.B. Heizungssystem

07.09.2004 Karin P.



Ein freundliches Hallo in die Runde,
wir sind im Begriff, ein älteres Eifelbauernhaus mit Anbauten zu kaufen. Das Baujahr des ursprünglichen Wohnhauses samt Anbauten liegt um 1900. Dazu existiert ein Wohnhausanbau aus den 60ern.

Die Beheizung erfolgte bislang mit Einzelöfen. Wir planen als erste Sanierungsmaßnahme den Einbau eines Heizungssystems. Und sind von der Fülle der unterschiedlichen Möglichkeiten schier erschlagen. Auf Öl als Brennmaterial möchten wir aus Kosten- und absehbaren Endlichkeitsgründen verzichten. Kraft-/Wärmekopplungsanlagen erscheinen wirtschaftlich sinnvoll. Holzpellets brauchen enorm viel Lagerplatz. Sonnenkollektoren für Warmwasseraufbereitung, wirtschaftlich oder nicht? Das Haus verfügt über eine genügend große Dachfläche in Südausrichtung. Ist eine Konvektionsheizung überhaupt angebracht? Wenn nein, sind die Alternativen, z.B. Wandheizung, nicht erheblich teurer?
Fußbodenheizung kommt für uns nicht in Frage, weil wir, wo möglich, die alten Dielenböden erhalten möchten.

Fragen über Fragen, und noch längst nicht alle gestellt.

Ich freue mich auf viele Tips, Infos und Anregungen.

Viele Grüße
Karin



Erfahrungen zu Solarthermie



Hallo Karin Pusch,

zum Thema Heizungssysteme gibt es hier im Forum schon viele gute Beiträge. Ich möchte daher nur kurz etwas über Solarthermie sagen. Wir haben eine Anlage mit ca. 10 qm inkl. Heizungsunterstützung und 500 l Speicher. Seit dem Estrich-Trocknungsprogramm im April haben wir unsere Gastherme ausgeschaltet und immer genug Wärme von der Anlage. Zur schnelleren Amortisation der Anlage kann man noch Waschmaschine und Spülmaschine an Warmwasser anschließen. Damit spart man eine Menge Strom. Man braucht allerdings ein Vorschaltgerät oder Thermostat, was die Vorlauf-Temperatur einstellt.
Wir haben ein Solar-Contracting mit unserem Energieversorger gemacht (Dortmunder Energie und Wasser), d.h. wir haben ein zinsloses Dahlehen bekommen und zahlen die Raten mit der Strom/Gasrechnung. Wir zahlen unwesentlich mehrals ohne die Anlage, da wir viel weniger Gas und Strom brauchen und in 10 Jahren ist die Anlage abgezahlt. Dann wird es richtig preisgünstig. Ähnliche Programme gibt es bei vielen Energieversorgern.
Das einzige Problem, das ich bis jetzt festgestellt habe, ist die Gefahr sich im Hochsommer beim Duschen zu verbrühen, da das Warmwasser teilweise knapp 90° hatte. Vor allem wenn Kinder im Haushalt sind bietet sich ein Thermostat-Mischer für die Dusche an.

Viele Grüße aus Dortmund

Elmar Hugenroth



Eifelhaus



WIE HEISST DENN DAS WUNDERSCHÖNE EIFELDORF?

Es ist sicherlich gut über das Heizsystem nachzudenken. Da aber viele Dinge von dem späteren Ausbau des Hauses abhängen kommt man nicht umhin einiges gleichzeitig zu überdenken.
- die Größe des Pelletsspeichers ist abhängig vom Dämmstandard des fertigen Hauses und in der Regel nicht größer wie ein Öltankraum.
- Wandheizung ist dann interessant, wenn die Oberflächen der Wände incl. Putz neu erstellt werden sollen. Ansonsten sind natürlich auch großflächige Heizkörper denkbar um einen hohen Strahlungsanteil zu erreichen. (Von Fußbodenheizung halte ich persönlich gar nichts, ist ja so wie so nicht gewünscht)
- Die Wahl des Brennmaterials ist sicherlich auch vom Tagesablauf der Bewohner abhängig. Ich kenne Häuser, die komplett mit Stückholz beheizt werden. Soll in der Eifel ganz preiswert sein.
- Kraft-Wärme-Kopplung in Einzelhäusern kenne ich noch nicht. Vermutlich zu teuer.
- Solarunterstützung mindestens für's Brauchwasser sollte eigentlich Standard sein.
...
Es gibt viele Dinge zu berücksichtigen, die in vielen Fällen wieder von einander abhängen. Daher rate ich: Bevor etwas in Angriff genommen wird sollte mann sich kompetente Beratung sichern, man baut oder saniert ja nicht jeden Tag.
Bei Bedarf kann man mich gerne unverbindlich anrufen oder anschreiben.

Grüße
Fred Heim
www.fred-heim.de



Stückholz geht auch.



Hallo Karin
Beim www.BundfürEnergieverbrauer.de ist in der Aktuellen Vereinszeitung ein Artikel uber einen Preisvergleich verschiedener Energieformen. Stückholz ist dort als der billigste Energieträger genannt worden. das Problem mit dem ständigen nachlegen kann man mit einem großen Pufferspeicher umgehen. Als Fausformel cc. 100-125 l pro kw Heizleistung des Holzkessels vorgeschrieben sind 25l. Ein Holzvergaser ist vieleicht besser zu regeln und hat einen besseren Wirkungsgrad kostet aber auch bis das vierfache mehr. Ich bezahle bei unserem Förster 3,5€ pro Ster, natürlich am Stock d.h. der Baum steht noch.Durch den großen Pufferspeicher mache ich auch bei -15 C° einmal am Tag Feuer und zwar Abends. Ich verbuche meinen die Kosten von meinem Traktor, Motorsäge usw. als Heizkosten. Zusammen mit ca. 10m Holz sind das max. um die 250-300€ im Jahr für eine Haus mit 125m² Wohnfläche, wobei der Traktor noch für viele andere Sachen benutz wird. Im Sommer wird mit einer Solaranlage Warmwasser erzeugt. Die Solarwärme kann auch zur Heizungsunterstützung genutzt werden. Das hat nichts mit Wirtschaftslichkeit zu tun, Ich wollte es halt.Eim m² Kollektor hat eine maximalleistung unter Optimalen Bedingungen hat um die 1000W. Man kann sich ausrechnen wieviel davon da ist wenn man die Wärme braucht (kalte Winternacht) selbst mit Röhrenkollektoren. Die bringen zwar im Winter auch noch was , ist aber nie genug und im Sommer kocht die Anlage auch schon mal über.
Nach geltenden Vorschriften ist bei Solaranlagen zur Wamwassergewinnug ein VERBRÜCHSCHUTZ vorgeschrieben, der Regelt die Warmwassertemperatur auf einen fest eingestelletn Wert z.B. 40C°. So ein Ding kostet nicht viel, so um die 50€ und der Junior kann bedenkenlos den Heißwasserhahn aufdrehen.
So und noch viel Spass beim Heizen
mfg Tim



Eifehaus, Heizung und Co.



Danke schon mal für Euren Input.
@Elmar
Die Solartherme ist schon fest eingeplant. Es ist lediglich die Frage, mit welchem Heizsystem wir diese kombinieren werden.

@Fred
Der Ort heißt Wershofen und liegt im Oberahrgebirge.

@Fred und Tim
Dass Holz dort preiswert ist, haben wir auch schon erfahren. Nur ist die Frage, ob wir das so hinkriegen, dass tagsüber die Temperatur gehalten werden kann, wenn wir zur Arbeit sind. Und das ist dann ja im manchmal kalten Eifelwinter ein Thema, das nicht vernachlässigt werden darf. Wir haben uns deswegen auch schon mit dem Thema Grundofen befaßt. Allerdings sieht es so aus, als wenn die Räumlichkeiten das eher nicht zulassen. Dort werden in der Endausbaustufe Schlafzimmer und Bad und davon durch Diele und Treppenhaus getrennt Gästezimmer und Büro angeordnet sein. Diese Räume werden jedoch anfangs eine andere Verwendung haben, weil erst in der zweiten Ausbaustufe der Speicher zum Wohnzimmer werden wird. Dort würde meines Erachtens ein solcher Ofen sinnvoll sein.

Ihr seht schon, das Thema ist noch lange nicht durch.

Es grüßt herzlich
Karin



53520 Wershofen



bei Bad Münstereifel?



Eine Frage der Speichergröße



Hallo,

wenn man einen Kamineinsatz mit Wasserführung nimmt und den Wasserspeicher richtig dimensioniert ist das Heizen mit Stückholz für einen Haushalt eigentlich kein Problem. An den knackig kalten Tagen scheint ja meistens die Sonne und dann kann die Solarthermie ja den Rest erledigen ;-)

Viele Grüße aus dem sonnigen Dortmund

Elmar Hugenrot



53520 Wershofen



@Fred
Ja, genau das ist es.
Ich hab mal ein Foto mit eingestellt. Der neuere Teil befindet sich rechts von der Haustür. Der links gelegene Wohnhausteil wurde vermutlich zu dieser Zeit mit verputzt.
Es wird Fachwerk darunter vermutet. Genau wissen werden wir das in ca. 4-6 Wochen, wenn alles Vertragliche über die Bühne ist.

Jetzt mal ein konkreteres Szenario: In der ersten Ausbaustufe werden wir ca. 150qm Fläche zu beheizen haben, in der 2. 220 und in der letzten (Speicherausbau) ca. 300.
Schafft ein Grundofen, kombiniert mit einer Solartherme, die Beheizung einschl. Brauchwasserversorgung dieser Fläche?
Mein Mann steht der Beheizung mit Stückholz skeptisch gegenüber, obwohl das Material günstig ist. Er sieht einfach die Gefahr, dass z.B. bei anhaltendem Schmuddelwetter die Solartherme nicht genügend "Kompensationsleistung" bringt.

Einen schönen Abend noch
Karin



Ohne Fleiß kein.....Feuer



Hallo an Alle.
Eins ist ganz klar, wenn keiner Feuer macht ist die Bude irgendwann kalt. Aber wenn mann technisch vorsorgt ist das auch kein großes Problem mehr. Ein Grundofen ist ja eine schöne Sache, aber er kostet auch eine Stange Geld. Für das gleiche Geld bekommt man auch einen einfachen Stückholzkessel und einen Öl oder Gaskessel, (wenn nur ein Kamin da ist geht es wahrscheinlich nicht mit Gas).Es muß ja nicht das Topmodel sein, er ist na nur zum überbrücken bei Urlaub, Krankheit oder mal keine Lust da. Nochmal zum Grundofen, Strahlungswärme ist immer besser wie die eines Warmwasseheizkörper. Ich habe in meiner Küche ein Holzherd stehen, macht auch Strahlungswärme. Zwar bei weitem nicht so viel wie ein Grundofen aber dennoch und Kochen kann man damit auch noch. Gibts schöne von der Firma Wamsler, auch mit Warmwasserbereiter.
mfg Tim Strehm



Heizen mit Holz?



In Nettersheim gibt es eine Initiative, Namen habe ich gerade nicht im Kopf, die vernünftige Fachleute zum Thema Holzheizung hat, vom Förster bis zum Stückholzkesselbesitzer.

Zum Fachwerkhaus mit seinen "Unzulänglichkeiten" würde doch ein "unmoderner" Grundofen gut harmonieren.

@ Tim Strehm:
Die Wamsler-Herde sehen gut aus, aber ich habe festgestellt, daß die Außenhaut doppelwandig ist, d.h. die Rauchgase geben die Wärme nur indirekt ans Außenblech weiter, vermutlich um Verbrennungsgefahr zu verringern. Vorkriegsherde gibt es meist mit einfacher Außenwand, heißer, heizen aber besser.
Ansonsten habe ich die Kombination Grundofen und Herd (wird schneller warm) auch selbst gewählt.



Was macht Ihr



mit 300 m² beheizter Fläche?
Wenn ich mir Euren Bau so ansehe scheint doch alles ein klein wenig verwinkelt zu sein. Ich glaube, ich an Eurer Stelle würde mich, ohne dass ich jetzt genau weiß wie die Flächen genutzt werden, aus Kostengründen und Bequemlichkeit, für eine Pellets- Zentralheizung mit Wandheizungen, je nach Raumnutzung vielleicht auch großflächigen Heizkörpern entscheiden. Wenn noch Geld übrig bleibt kann man sich immer noch für einen (Luxus-)Grundofen im Zentrum - Küche/Essen/Wohnen - entscheiden.
Vielleicht ist es sinnvoll einmal den Heizwärmebedarf zu ermitteln oder zu schätzen und sich mit einer entsprechenden Firma in Verbindung zu setzen, damit man mal erfährt, wieviel Raum man für die Lagerung benötigt (ich schätze mal zwischen 15 + 20 m³) und was der Spaß so kostet. Gebietsvertreter der Firma Paradigma ist Herr Kilburg in 52379 Langerwehe-Merode, 02423/902176. Wenn ich mal wieder irgendwo eine Pelletsheizung an den Mann oder an die Frau bringen möchte ist er immer sehr hilfsbereit, auch schon im Vorfeld, bevor eine Entscheidung getroffen wird.

Viele Grüße Fred