Hausbock




Der Dachstuhl meines Hauses ist stark vom Hausbock befallen.
Nun soll er komplett erneuert werden.
Mein Zimmerer hat nicht viel Erfahrungen mit dem Hausbock.
In Kostenvorschlag für den neuen Dachstuhl steht:

Säulen und Sparren in KvH Holz, 2x imprägniert.

Schützt mich das ausreichend vor einem Neubefall?
Neben dem Haus steht eine Scheune die auch befallen ist.



Kann sein, kann nicht sein...



Hallo retriever,
Wenn der komplette Dachstuhl sowieso schon erneuert wird, dann ist das zumindest der erste Schutz.
Ich stelle mir aber gerade einen Haufen neuer Fragen:
War es ein aktiver Befall mit lebenden Insekten, Larven undso...?
Oder war es nur der hinterlassene Schaden und der Unhold ist lange schon raus? Der Lebendbefall von Hölzern die älter als etwa 60-80 Jahre sind, kann zwar noch möglich sein, geht aber statistisch gesehen stark zurück.
Die Bezeichnung "KVH Holz 2x imprägniert" finde ich schon sehr dünn und schmucklos.
KVH bedeutet bereits Konstruktionsvollholz also gibts eine Doppelung in der Bezeichnung, die Holzart ist nicht erwähnt, KVH lässt sich schlecht imprägnieren, zumindest mit Salzpräparaten, weil zu trocken. Muß es überhaupt imprägniert werden, welche Gefährdungsklasse liegt vor?
2 x mit was imprägnieren? Himbeersaft, Olivenöl, PCP, salzbasierende Holzschutzmittel, lösemittelhaltige Präparate, bekämpfend, vorbeugend oder beides...?
Das darf man von einem Zimmereibetrieb schon ergiebiger und informeller erwarten. Auch ein Zeichen von Seriösität und Professionalität.
Grüße aus Leipzig
Martin Malangeri





Danke für die Antwort !

Der Hausbock hat anscheinend schon mehrere Jahrzehnte seinen Spass im Holz gehabt.
Es sind alte Löcher zu sehen. Und immer wieder neue. (Die typischen ovalen Löcher) Ich wohne seit 3 Jahren im Haus. Habe am Dachboden immer wieder zusammengekehrt und wieder neue Löcher mit frischen Holzmehl entdeckt.
Besonders betroffen sie die Stellen, wo das Dach bei starken Regen tropfenweise Wasser durchgelassen hat (altes Eternitdach, gehört sowieso erneuert), und Balken die stark dem Wetter ausgesetzt sind.
Hausböcke habe ich noch nie gesehen. Auch ist der Dachboden bei den Fenstern nach jedem Winter voll mit toten Fliegen, aber Hausbockleichen habe ich dabei keine entdeckt.

Kann man sich irgendwie absichern bezüglich der Arbeit des Zimmerers? Was ist wenn nach der Sanierung wieder Hausböcke auftreten? (Wie gesagt steht neben dem Haus eine alte Scheune welche auch betroffen ist, ausserdem wohne ich am Waldrand) Wie das Holz imprägniert wird kann ich schwer nachvollziehen, da kann ich nur glauben was der Zimmerer mir erzählt.
Gibt es Normen für Hölzer ? Ich lese überall nur von Kostruktionsvollholz.(Fichte und Kiefer)
Gibt es einen Vertrag, wenn man etwas vom Zimmerer machen lässt? Oder nur einen Kostenvoranschlag und meine Zusage? Habe keine Erfahrung damit!

Im Kostenvoranschlag steht: Säulen und Sparren in KvH Holz, 2x imprägniert.Aber die restlichen Holzteile sollten ja auch behandelt sein?!? (z.B die ganze Dachschalung - Fichtenbretter)
Und wie ist das mit der Gefahrenklasse?



moin,



da darf ich mal wieder Werbung machen für die wunderbar übersichtliche und informative Website zu diesem und angrenzenden Feld/ern :
www.holzfragen.de , hier :
http://www.holzfragen.de/seiten/recht.html
und
http://www.holzfragen.de/seiten/gefaehrdungsklassen.html
Da wird sie geholfen - zumindest der kleine Wissensdurst gestillt !
@ martin : Himbeersaft ?? Ja, gibts da was ich wissen sollte ?? Gruß Jürgen Kube