Eichenfachwerk frisch geholzt

21.02.2010


Hat jemand Erfahrung,..wie sich frisches Eichenholz als Fachwerk verhällt und ob dies überhaupt geeignet ist, anstelle von abgelagertem Holz???!!





Hallo,

es wird natürlich extrem schwinden und dadurch zu spalten zwischen Holz und Gefachausmauerung führen und das über mehrere Jahre.
Was innen lediglich ein optisches und Schallschutztechnisches Problem ist wird außen bei Bewitterung die Bausubstanz schädigen.

Grüße aus Schönebeck



Frage:



warum wird in keinem Sägewerk frisch geschlagenes Holz verarbeitet. Selbst Stammholz wird abgelagert, um einen Grossteil des Schwindens und vor allem des Verdrehens vor dem Schnitt abzuschliessen. Und nach dem Sägen wird das Holz entweder durch Lagerung weiter getrocknet oder aber Kammergetrocknet. Erst dann ist das Schwinden und Verdrehen auf ein vertretbares Mass gesunken.
Wenn diese Vorgänge im verbauten Zustand erfolgen, bedeutet das schwerwiegende Bauschäden, auch in statischer Hinsicht, da die Holzverbindungen z.B. nicht mehr kraftschlüssig sind.
Man hätte also eine funkelnagelneue, einsturzgefährdete Bauruine erstellt ;-)). Wenn man das vorhat, machts natürlich Sinn.
MfG
dasMaurer



Bauholz



wird zwar erst seit dem 1700 Jahrhundert in Europa vor dem Einbau vorgetrocknet, in China seit dem 12. Jahrhundert. Aber das hat gute Gründe und wird seitdem beibehalten.
Du hast aber nicht geschrieben, ob es sich um einen auszubesserndes Einzelteil oder um ein ganzes neues HAus handelt.



Es wird...



...schwinden, sich drehen und wenden.

Selbst als trocken verkauftes Bauholz schwindet noch ganz gehörig.
Das weiß ich aus eigener Erfahrung.
Ein als 3 Jahre abgelagertes Eichenbauholz deklartierter Balken kann unter Umständen noch einen halben Zentimeter schwinden.

Wer dann nach dem Einbau schnell noch verputzt, hat "gelitten", den die entstehenden Fugen sehen erstens nicht schön aus, zweitens spricht das gegen den konstruktiven Holzschutz.

Ein Eckständer bei mir hat sich, obwohl "trocken", 1 bis 2 Zentimeter gedreht. Nicht im Ganzen, sondern in sich.

Verputzt habe ich noch nicht, Gott sei Dank. Ich warte nun mal bis er sich ausgedreht hat. ;-)

Die vorgesehenen und geplanten Maße würden bei frischem Holz nicht funktionieren, respektive eingehalten werden können.

Grüße
Martin



Antwort



Es handelt sich um ein komplettes HAus!



Wie Martin schon schrieb,---



--- frisches Holz wird sich drehen , schwinden und winden !
-- Grundsätzliche Regel : Pro Zentimeter Dicke muß Hartholz
mindestens 2 Jahre luftgetrocknet werden, damit man es
überhaupt Verarbeiten kann ! (Tischlerregel) --
Bei Balken, die aus einem Rundstamm geschnitten werden,
kann man überhaupt nicht voraussagen, wie Diese nach ein paar Jahrzehnten Trocknung aussehen - Rissbildungen und Verdrehungen.----- Natürlich könnte man Fachwerkbalken auch als
Kreuzholz einscheiden --- welches sich deutlich weniger während der Trocknung und im verbauten Zustand deformiert -
ABER : Es gibt keine Bäume mehr, welche man vierteln könnte,
um daraus 4 vollkantige Balken zu schneiden . ---- So Freunde, jetzt müsst Ihr nur noch argumentieren, daß man für GELD A L L E S bekommen kann.



Naja, Andreas,



vielleicht bist du zu anspruchsvoll, was die Balken betrifft. Für 10x10 werden sich wohl noch ein paar Bäume finden ;-)).
MfG
dasMaurer



Klar Ulrich, ---



Leisten von 10 x 10 mm kann man auch noch aus einem
Säumling herausschneiden ! ;o) -



Ja,



und daraus leimen wir uns dann die Balken zusammen. Da verdreht sich dann nix mehr.



--- und, die "stehen" dann , ---



--- wie " mein Mann Seiner " - Grüße von Andreas, dem halbbösen ;o)



und



nun frage ich wieder mal ketzerisch:
Wenn man sich die wachsende Zahl der Liebhaber für Fachwerk und dann den Vorrat an Holz, trocken oder noch auf dem "Halm" ansieht - kommt doch unweigerlich die Frage nach der Ökologie eines Fachwerkhauses - oder ......
und nun los !





Hallo,

zumindest bei Eiche kann man das so sehen.

Grüße aus Schönebeck



Ökologisch?



Also wir haben einen eigenen Busch aus dem wir die Eichen schlagen und diese sind auch jetzt so alt,dass sie geerntet werden müssen, ansonsten würden sie eh in ein paar Jahren krank oder weiß ich was werden,...:-)



Dann schlagt...



...das Holz im kommenden Winter gegen Neumond, lasst es 2 Jahre im Busch, wenigstens 4 Jahre gegattert und luftig eingestapelt, und findet dann jemanden, der seine Trockenkammer längerfristig blockiert (unwahrscheinlich) oder baut selber eine (das muß nicht unbedingt sehr teuer sein) macht Euch schlau zum Thema Holztrocknen, und berichtet hier zu gegebener Zeit.

Wenn Ihr mehrere fast gleiche Fragen aufmacht, werdet Ihr in diesem Falle wohl doch nicht die Antwort bekommen, die Ihr gerne hören möchtet.

Grüße

Thomas



Eichenfachwerk frisch geholzt



Hallo,

so so, Ihr habt also Bäume. Hiebsreif sind Eichen aber erst mit 90-120 Jahren.
Und ein solches Prachtstück wurde in meiner westfälisch/niederrheinischen Heimat dann gefällt, wenn eine Tochter geboren wurde. Erst bei ihrer Heirat hat man sie auseinandergeschnitten.
Warten Sie doch noch eine wenig !

Grüße vom Niederrhein



Alte Eiche



Die Eichen sind an die 100 Jahre alt undd sind schon um,....
Ja was man hören möchte hört man meistens nicht,...:-)



Was willst du denn hören?



Das frisches Holz für den Fachwerkbau taugt??

Vergiss es!

Oder probier es und mach deine eigenen Erfahrungen.

Du kannst dann ja gerne hier berichten, wie gut es funktioniert hat!



bischen



ohne Konzept, eure Vorbereitung.
Weiter oben schreibst Du, dass erst noch zu ernten ist, nun schreibst Du, dass sie schon um sind.
Wenn das jetzt erst passiert ist, solltest Du die Krone nach Möglichkeit dran lassen und das Laub erst mal "austreiben" lassen. Das verbraucht den Saft und Ihr habe etwas Zeit gewonnen. Aber das wird trotzdem noch Jahre dauern. Stamm auf alle Fälle mit Rinde belassen.



Im allgemeinen...



...käme es auch besser, die Stämme erst abzulängen, wenn klar ist, was am Bau gebraucht wird. Dransägen geht immer noch nicht.

Ich würde empfehlen, das Material für das Fachwerk den Betrieb liefern zu lassen, der es auch einbaut. Alles andere wird vermutlich Murks.

Die schon herumliegenden Eichen solltet Ihr auf 35mm gattern (Raumlängen berücksichtigen!), und sauber stapeln. Das wird eine sehr gute Dielung. Nach 2 Jahren Lufttrocknung wäre eine schonende technische Nachtrocknung einzuplanen, dann können die Dielen hergestellt werden.

Grüße

Thomas





Ich würde für mein Fachwerkhaus nur Halbhölzer oder
Kreuzhölzer verwenden.( Hölzer werden herzgetrennt.)
Bei Schwellen und Pfetten ist das oft nicht möglich.
Aber die Pfosten bekommt man schon herzfrei.
Herzgetrennte Hölzer verdrehen sich weniger und bekommen
weniger Risse.
Fragt einfach einen erfahrenen Bauholzsägewerker in eurer
Umgebung.
Oder wollt ihr das Holz auch selber Sägen ?

Hans-Peter Mast
Holz Pur Manufaktur