Eukalyptusfenster

17.11.2009



Hallo liebe Forumsteilnehmer,

wir sind nun endlich soweit, Fenster für unser Massivhaus Baujahr 1925 zu bestellen.
Nachdem meine Frau und ich uns zuerst nicht auf eine Holzart einigenkonnten, haben wir uns für Eukalyptus entschieden.
Fichte/Kiefer fällt weg, da das Holz nicht für WK2 ausreicht (Stichwort Auszugsmoment). Lärche fällt weg, da wir Teaklasur haben wollen und die Gefahr des Ausharzens besteht. Eiche fällt weg, da meiner Frau leider die Maserung/Struktur nicht gefällt (sieht aus wie in einer Dorfkneipe...).

Ist Eukalyptus, die entsprechend ausgewählten Sorte, hier in Deutschland bei unseren Witterungsbedingungen überhaupt ein gutes Fensterholz?

Welche Alternatievn hätten wir überhaupt, wenn Kiefer,Eiche, Lärche ansonsten auch nicht in Betracht kommen würden?

Grüsse
Gerry



Für mich würde Eukalyptus alleine deshalb ausscheiden, weil es



kein heimisches Holz ist.

Zudem gibt es da meines Wissens nach recht starke Qualitätsunterschiede je nach Sorte.

Für den Fensterbau eignet sich auch Douglasie. Die ähnelt sehr stark dem Holz der Lärche, hat aber nach meinem Kenntnisstand nicht den Hang des von Euch genannten Ausharzens (im Vergleich zur Lärche).

Es ist natürlich Geschmacksache, aber das Eiche wie in einer Dorfkneipe aussieht halte ich für etwas unfair dem Holz gegenüber. Man muß Sie ja nicht unbedingt "rustikal" behandeln. Wir haben einen neuen Gesimskasten aus Eiche und viele neue Deckenbalken, aber wie in einer Kneipe fühlen wir uns bislang nicht. Davon abgesehen ist Sie wohl in puncto Haltbarkeit unschlagbar (Allerdings derzeit auch wieder recht teuer geworden)

Viele Grüße
Achim Hecke





Euka-Holz ist ein sehr langsam wachsendes Hartholz, daraus werden sehr viele Gartenmöbel hergestellt, warum soll es da nicht auch für Fenster passend sein. Ich glaube, das es sogar ohne endbehandlung auskommt, es nimmt dann mit der Zeit eine Patina an, ähnlich der von Bankirai-Holz.
Aber auf die bösen Termiten aufpassen :-)



Ich kann Achim Hecke...



...nur zustimmen!

Außer: ..das ist auch unfair der Dorfkneipe gegenüber. (kleiner Scherz).

Ich würde da auch eher zu Eiche tendieren. Es ist das dauerhafteste unserer heimischen Hölzer und durch entsprechende Farbgestaltung, resp. Lasuren mit Pigmentierung, kann ein individuelles Aussehen erzielt werden.

Grüße
Martin



Eiche gefällt mir



persönlich auch sehr gut, aber man(n) organisert und frau entscheidet meistens.

Nach meinen Informationen wächst übrigens Eukalyptus besonders schnell, leider benötigt es auch entsprechend viel Wasser und dies bis in die tieferen Bodenschichten. Da es relativ früh verwertbar ist, wurde es wohl auch gerne in Südeuropa häufig angepflanzt und verdrängte die einheimischen Arten mit all den Negativauswirkungen auf die heimische Flora und Fauna. Das macht mir persönlich ein bißchen Bauchschmerzen. Wenn ich wüßte, ob das Holz, dass ich für die Fenster kaufen lasse, durch einheimische südeuropäische Arten ersetzt werden würde, dann wäre mir wohler. Aber die Profitgier wird wohl dazu, dass wieder Eukalyptus angebaut wird.

Preislich ist es ca. 14 % teurer als Kiefer. Eiche liegt bei unserem Fensterbauer ca. 35 % über Kiefer.


Grüsse
Gerry



Dann organisier...



..mal die Entscheidungen deiner Frau, schmunzel!

Durchaus beachtenswerte Überlegungen die du da anstellst. Finde ich gut.

Ich behaupte mal, ohne es konkret zu wissen, dass Eiche aber auch geschätzt 100 % länger hält als Kiefer.

Kleine Rechenaufgabe am Rande, was nun günstiger ist ;-)

Die Anwort kenne ich auch nicht, aber vieleicht andere hier.



Keine Chance!



Mann denkt, frau lenkt!

Auch ein gutes Kieferfenster sollte m. E. so um 30-40 Jahre halten. Für die Zeit danach bin ich aber dann sehr wahrscheinlich nicht mehr zuständig.

Grüsse
Gerry



Fenster



sollten bei guter Pflege dauerhaft haltbar sein (bleiben)

m.E. ...J.



"Victoria-Eiche" wäre doch ganz nett....



so nennt Vrogum seine Holzauswahl - es ist Eukalyptusholz - schnell wachsend. Im Unterschied zu anderen Lieferanten ist aber Tasmanien, bzw. Victoria in Australien sehr strikt in Sachen Umweltschutz.

Dennoch hat das Holz viel Strecke hinter sich.

Bei allen Vorgaben würde ich mir das mit der Douglasie nochmal überlegen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Robinia pseudoacacia



Das dauerhafteste einheimische Holz ist die Robinie
(Robinia pseudoacacia)
Die technischen Daten sind besser als bei Eiche.
Aus Robinie kann man sehr gut Fenster fertigen.

Bei Kiefernholz würde ich nur das Kernholz verwenden.
Der Splint ist nicht dauerhaft.

Eukalyptus wächst sehr schnell , aus diesem Grund werden
die ganzen Korkeichenwälder gerodet!!!!
Das Holz wird auch unter dem Namen : Galizische Eiche
gehandelt.

Viele Grüße
Holz Pur Manufaktur
Hans-Peter Mast



Zur Ergänzung...



...die Robinie ist zwar die dauerhafteste Holzart die hier wächst, einheimisch ist sie urprünglich jedoch nicht.

Grüße
vom "Korinthenkacker"
Martin



Ist die Scheinakazie - Robinie - wirklich so gut?



@ Hans-Peter Mast

Dein Hinweis überrascht mich etwas. Ich kenne Robinie ja auch im Einsatz bei Gartenmöbel, Spielgeräte für Außen, Dielen, etc.

Aber bei Fenster? - Die Kanteln müssen ja doch sehr maßhaltig bleiben. Bisher war mir Robinie als ein Holz bekannt, das sehr gerne "arbeitet" - Eiche sollte da wesentlich "ruhiger" sein.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



@victoria eiche



wirklich genau so hart und gut wie europäische eiche und aus einem der am besten/nachhaltigst kontrollierten Wuchsgebiete weltweit.
Der Energieverbrauch für den Transport ist nicht höher als der Verbrauch für den Transport nordskandinavischer Kiefer, die wegen Ihrer hohen Festigkeit auch ein sehr gutes Fensterholz ist.
Auch hat VE nichts mit den Eukalyptusbäumen in Südeuropa zu tun.
Aus diesen Gründen kann ich Victoria Eiche nur empfehlen.
Verwende es selber häufig und gerne.
Hier ein Beispiel für unbehandelte Fenster in einem Nebengebäude
Gunther





Hallo Martin Wittwar,
du hast Recht ,Robinie kommt ursprünglich aus Nordamerika
wird aber seit 200 Jahren in Europa kultiviert.
Die "einheimische" Douglasie kommt übrigens auch aus
Nordamerika.
Bei Robinie sollten verleimte Kanteln verwendet werden.

Nochmal zu Kiefer,eigentlich ist nur der Kern dauerhaft
der Splint sollte im Ausenbereich nicht sichtbar sein.

Eiche sollte im Fensterbereich immer eine Beschichtung
erhalten , wegen der Eichenlohe.

Viele Grüße
Holz Pur Manufaktur
Hans-Peter Mast





was meinst Du mit "Eichenlohe" bei verbauten Fenstern?

Eichenlohe ist meines Wissens Rinde oder Rindenbestandteile, die zur Gerbung verwendet wurden.

Rinde sollte bei den Fenstern wohl nicht mehr dran sein.

Gruß
Martin





Hallo Martin,
durch direkten Kontakt mit Regenwasser und der Gerbsäure
vom Eichenholz gibt es schwarze Flecken.
Diese Brühe kenne ich auch unter der Bezeichnung Eichenlohe.
Mein Vater hat früher Eichenrinde an verschiedene Gerber
verkauft. Der Sud daraus wird auch als Eichenlohe bezeichnet.

Viele Grüße
Hans-Peter Mast
Ich bin übrigens Weisstannen Verarbeiter.



Was...



...soll denn auf die Fenster? Die meisten Fenster sterben nicht der falschen Holzwahl wegen.

Das launische Statement "sieht aus wie Dorfkneipe" sollte Mann besser überhören. Es bringt nichts, wenn technische Aspekte ästhetisiert werden. Da würde ich eher bei der Teppichauswahl Freiräume öffnen :-)

Grüße

Thomas



@ Hans-Peter



Als maßhaltiges Bauteil sollte das Fenster immer eine Beschichtung erhalten. Jenseits gängiger Normen wäre das Eichenholz aber noch eines der dauerhaftesten unter den einheimischen Hölzern ohne Schutz.

Darüber hinaus habe ich (in Sachsen) bislang kaum Robinien gesehen, die gerade genug waren, daß ich daraus ein Fenster bauen möchte. Das Holz gilt als zickig, zumindest in der Trocknung.Ferner: Das adulte Kernholz (die ersten 15 Ringe des Kernes) ist deutlich minder resistent (3-4).

Eine eng gewachsene Alpen- oder sibirische Lärche bringt alle Voraussetzungen für ein gutes Fenster(und in guter Qualität auch kaum Harzgallen) mit, Eiche bietet, je nach Qualität, hervorragendes Fensterholz. Douglasie ist in dieser Hinsicht wenig erprobt, engringige astfreie Qualitäten sind sicher gut geeignet.

Vor dem Reichtum einheimischer Rohstoffe sehe ich keinen Grund, dubiose Fremdhölzer einzusetzen. Es gibt hier keine Tradition in der Verarbeitung dafür, vielleicht passt dann einfach der Lack nicht?

Grüße

Thomas



auf dem



Sonnenberg in Chemnitz und anderswo haben wir oftmals Fenster ausgebaut, die waren fast 70 Jahre alt und das Holz tadellos in Ordnung. Waren aber Einfachfenster. Das war "Polnische Kiefer" mit Kern und Splintholz (klar in gelblich und rötlich geteilt), wunderbare Textur und beim Anschnitt stark nach Harz riechend. Was 1918 aber für Farben im Einsatz waren - das können sicher die Profis beantworten. War Deine Frau so oft in der Dorfkneipe, dass sie schlechte Erinnerung hat?
Im übrigen sieht die Hausfrau mehr auf die Scheibe als auf den schmalen Rahmen und der ist eh durch Blumen verdeckt. Als Mann (!) solltes Du schon die techn. Notwendigkeiten durchsetzen und der Frau die Inneneinrichtung überlassen. Vielleicht auch noch das Material der Fensterbank .... Oder darfst Du das Geschirr aussuchen ?



Zurück zur Frage nach Eukalyptus



Guten Tag,
wir müssen differenzieren um welchen Eukalyptus es geht. Es gibt sehr viele unterschiedliche Eukalyptusarten mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften wie z. B. die Dauerhaftigkeit gegen Pilze. Aus Tasmanien wird häufig Eucalyptus delegatensis, E. oblicua und E. regnans für den Fensterbau eingeführt. Diese drei Arten wären nach VFF Merkblatt HO-06.1 zulässig für lamellierte Kanteln. Für Vollprofile aus einen Stück sieht der VFF zu wenig Erfahrung, um eine Eignung auszusprechen. Aus Tasmanien Holz zu holen macht jedoch bestimmt keinen Sinn. Eine Alternative ist E. globulus aus Plantagen -jedoch nur aus galizischen Plantagen!!- Für Plantagenholz aus Galizien ist eine ausreichende Dauerhaftigkeit gegen Pilzbefall nachgewiesen. E. globilus von anderen Standorten ist dagegen nicht hinreichend dauerhaft!!
Auch hier gilt: für lamellierte Kanteln geeignet, nicht für Vollprofile aus einem Stück.
Mögliche Schwierigkeitten können sein: Gummmiadern, Verwerfungen aufgrund hohem Tangentialschwindmaß und Anteile juvenilen, nicht dauerhaften Holzes.
Wenn Eukalyptus, dann also E. globulus nachweislich aus Galizischen Plantagen, weil es Plantagenholz, kein Tropenholz ist, die Einfuhr aus Galizien wohl gerade noch so ökokogisch vertretbar ist und nur E. globulus von diesem Standort wirklich dauerhaft ist.
Mit freundlichen grüßen Ulrich Arnold



Vielen Dank für



die zahlreichen Anmerkungen und Empfehlungen.

Wir wollen eine Lasur (Farbe: Teak) aufbringen lassen, bei der die Holzstruktur/Maserung sichtbar bleibt.

Ein deckende Farbe kommt daher nicht in Betracht. Dachüberstand ist ca. 50 cm. 2 Volgeschosse. Süd/Ost und Nordseite.

Der Fensterbauer wird wohl Sorpetaler werden, der für uns die beste Preis/Leistung bietet.

Da wir WK2-Beschläge haben wollen, wie o. g. bereits gesagt, fällt Kiefer aus der engeren Wahl.

Bei Lärche übernimmt der Fensterbauer keine Gewährleistung, wegen ausharzen. Alpenlärche Verarbeiten die standardmäßig wohl nicht. D.h., nehme ich Lärche, dann übernehmen wir auch das Risiko. Was ist, wenn wir eine Ladung mit viel Harz verarbeitet bekommen?

Eiche und übrigens auch Meranti will meine Frau eben nicht. Da wir versuchen, eine "gleichberechtigte" Ehe zu führen, möchte ich dies nicht durch ein Machtwort untergraben. Vielleicht werde ich sie einfach weich kochen... bis sie keine Lust mehr hat und ihr die Holzwahl dann egal ist.

Geschirr wähle ich übrigens nicht aus, da mir das relativ unwichtig ist. Bei den Fensterbretten sieht es wieder anders aus.

Grüsse
Gerry



Sucht Euch...



...doch einfach einen Tischler, der mit Lärche Erfahrung hat. Gaulhofer z.B.

Euer bisheriger Ansprechpartner hat ein etwas eingeschränktes Spektrum. Das Preis/ Leistungsverhältnis zu bewerten, ist für den Laien schwer. Könnt Ihr die zu erbringende Leistung tatsächlich hinsichtlich der Qualität der verwendeten Materialien und der Wertigkeit der Verarbeitung einschätzen? Dann seind Ihr zumindest gute Tischler.

Für die Oberfläche empfehle ich ich Öllasuren. Diffusionsoffener, leicht zu warten, nicht versprödend.

Hinsichtlich der Holzart: Jenseits der DIN habe ich nicht den Eindruck, daß die Festigkeitsunterschiede zwischen (Gem.)Kiefer und (Eur.)Lärche so gravierend sind, daß das zu einem entscheidendem Kriterium für eine WK2 erhoben werden muß. Die Hölzer differierien in einer Art nach Standort etc. beträchtlich in Ihren Eigenschaften. Den 2 verwendeten Lärchenarten stehen eine Vielzahl von Kiefern gegenüber, von z.T. hoher Festigkeit. Wichtig für die Festigkeit des Fensters ist in erster Hinsicht Beschlags- und Verarbeitungsqualität.

Grüße

Thomas



Die Fenster von Gaulhofer



sahen nicht schlecht aus, jedoch waren die schon deutlich teurer, als eben von Sorpetaler. Ich weis, dass die Alpenlärche verwenden.

Wir haben uns den Betrieb von Sorpetaler angesehen. Wirklich beurteilen, ob die nun hochwertige Qualitätsfenster bauen oder nicht, können wir natürlich nicht. Das könnten wir aber auch bei anderen Firmen nicht, z. B. Unilux und Pax, die auch hier waren. Da müssen wir uns auf die Schreiner und Tischler verlassen, die als Handwerker die Fenster später einbauen.
Unser Eindruck von den Handwerkern ist jedenfalls sehr gut und in unseren Augen haben wir auch kompetente Beratung gefunden.

Öllasuren werden allerdings nicht von der Firma verarbeitet. Sie wenden acrylbasierte Farben und Lasuren an. Auf meinen Frage, warum sie nicht Ölprodukte, wie z. B. Leinöl einsetzten, haben sie mir gesagt, sie hätten über die Jahre die besten Erfahrungen eben mit acrylbasis gemacht.

Grüsse
Gerry



Dann würde ich die Fenster nur farblos grundiert bestellen ----



--- und sie mit Lasuren oder Farben auf Naturölbasis selbst anstreichen.



Klar doch...



"sie hätten über die Jahre die besten Erfahrungen eben mit acrylbasis gemacht."

Für den Verarbeiter ist die Acryllasur ideal, geht schnell, trocknet schnell, jeder Dödel kann's...

Bei wievielen Kunden es schon nach wenigen Jahren in den Rahmenecken anfängt zu faulen, verrät der Schelm nicht. Wenn er die kurze Garantiefrist überstanden hat, ist er aus dem Schneider, der Bauherr auf sich selbst gestellt und die Fenster noch lange nicht abbezahlt und vielleicht schon ein Sanierungsfall.

Pinsel im Handvorschub ist eine Alternative und spart das Geld, das ein "Nichteukalyptustischler" ggf. mehr kostet.

Grüße

Thomas



Nun, ---



--- wer möchte schon wahre Worte hören, wenn schöne Worte
mehr Wahrheit vorgaukeln ???



Ich fasse mal zusammen,,



die Holzfenster werden, falls mit Acryllack gestrichen, nach ein paar Jahren anfangen zu faulen. Bei Leinöl passiert das nicht.

Jetzt gibt der Hersteller allerdings 10 Jahre Garantie, wenn die Fenster 1-2 mal im Jahr mit einem Pflegemittel behandelt werden.

Wie soll man da die richtige Entscheidung treffen?

Grüsse und Gute Nacht für heute
Gerry



Ich habe ja nun nicht behauptet...



daß alle acrylierten Fenster sehr bald gammeln. Habe aber schon viele typische Schäden beobachtet.

Mit der erwähnten "Garantie" können sie in der Praxis selbst dann nicht viel anfangen, wenn's die Firma im Reklamationsfall noch gibt.

Empfohlen hatte ich (pigmentierte) Öllasuren, kein Leinöl.

Grüße

Thomas



Stimmt,



Leinöl war von mir - sorry. Weshalb die Garantie im Falle eines Anspruchs nichts Wert sein soll, verstehe ich allerdings nicht.

Nachdem ich im Internet ein wenig gestöbert habe, bin mich mir nicht mehr sicher, ob Kiefer und WK2-Beschlag unvereinbar sein sollten. Ich werde da mal nachhaken.

Vielen Dank für die bisher erhaltenen Hinweise und Anregungen an alle!

Grüsse
Gerry



10 Jahres Garantie



Bei der erwähnten 10 Jahresgarantie gibt es 2 Möglichkeiten.
1. Möglichkeit : der Fensterbauer gibt die Garantie.
2. Möglichkeit : der Farbenhersteller gibt die Garantie.

Aus diesem Grund wurde von mir schon 2 mal der Hinweis
gebracht dass Kiefer Splintholz nicht dauerhaft ist.
Es gibt nur eine Garantie für Kiefer Kernholz.

Warum sollte man keine WK-2 Beschläge in Kiefer montieren
können ?
Ich habe schon mehrere Kieferfenster mit Roto WK-2 Beschlägen umgerüstet.

Hans-Peter Mast



Die Grantiefrage werde ich dann



noch genauer klären.

Dass WK2-Beschläge auch in Kiefer montierbar sind, dass habe ich nicht bezweifelt. Meine Info bisher war, dass Kiefer und WK2 wenig Sinn machen würden, da die Schrauben bei Kiefer ein niedrigeres Auszugsmoment hätten und das Holz eh schneller reißen würde, als bei anderen, härteren und schwereren Holzarten. Diese Info scheint allerdings nicht unbedingt zu stimmen.

Grüsse
Gerry



Neuigkeiten!



Heute war der Schreiner da und er hat uns ein paar Bestätigungen und Zertifikate vom Fensterhersteller mitgebracht, aus denen hervorgeht, dass PEFC-zertifizierte Eukalyptus Globulus-Holzkanteln verarbeitet werden, die aus nachhaltiger Forstwirtschaft und aus der Region Galizien in Nordwestspanien stammen.

Für die Lasur werden Produkte der Firma Zweihorn eingesetzt. Nach reiflicher Überlegung werden wir wohl die Fenster fertig lasiert bestellen, auch wenn hierzu acrylbasierte Farben zum Einsatz kommen. Neben dem Ausschluß der Gewährleistung für die Oberfläche scheuen wir auch die Arbeit (wir machen nebenbei noch die "sonstige" Haussanierung) und die Zusatzkosten für die Lackierung. Wir hoffen halt, dass die Versprechungen bzgl. der Produktqualität zutreffen und werden die Fenster mit den angebotenen Pflegemitteln jährlich einreiben.

Auf der anderen Seite ist ja auch nicht gesagt, dass die Behandlung mit Öl immer unproblematisch bzw. risikoarm ist. Erstmal muß man eine entsprechendes Produkt finden (was auch eine Vertrauenssache ist), Zeit und Räumlichkeiten haben, die Fenster anzustreichen und schließlich muß dies natürlich mit der notwendigen Sorgfalt ausgeführt werden.
Das packen wir momentan einfach nicht.

Somit werden wir uns wohl doch für Eukalyptus entscheiden, da uns dies nun vertretbar erscheint.

Vielen Dank an Alle für die wertvollen und informativen Beiträge!

Grüsse
Gerry





Guten Tag!!

Wir sind eine Fenstertischlerei aus Österreich und nunmehr 20 Jahre im Fensterbau tätig,ich würde ihnen Mahagoni oder Sen Esche empfehlen,gerne unterbreite ich ihnen ein unverbindliches Angebot,senden Sie mir ihre Emailadressse und ich sende ihnen Fotos von unseren Produkten.Email:kastenfenster@geomix.at oder Tel.0043/681/10500564. Mfg Gider Manfred





Vieln Dank für das Angebot,
aber der Auftrag ist bereits vergeben.

Grüsse
Gerry



@ Manfred Gider



Mahagoni bekommen Sie nicht als Fensterkanteln, wetten? Nicht alles, was rot (oder auch nur rosa) aussieht, ist Mahagoni (Swietenia macrophylla). Auch von den sogenannten afrikanischen Mahagoniarten (meist läuft es denn auf Meranti hinaus) sind gute Qualitäten immer seltener zu bekommen.

Zu Sen-Esche, deren Verwendung im Fensterbau mir fraglich erscheint, kann ich keine Resitenzklasse finden. Wissen Sie da weiter?

Ich halte es nicht für sinnvoll, wahllos mit Tropenhölzern zu hantieren, wenn beste Qualitäten einheimischen Holzes nahezu vor der Haustür stehen. Insofern blicke ich nicht ohne Neid in Richtung Österreich. Ein zur rechten Zeit gefälltes, reifes, mit Sorgfalt getrocknetes und weiterbearbeitetes Holz, hier die Alpenlärche, erfüllt alle Anforderungen, die an ein Fenster gestellt werden können.

Grüße

Thomas





Auch wenn das Thema schon ein paar Wochen alt ist, möchte ich noch was anmerken.

Wenn in Sachen Einbruchschutz die Fenster eine bestimmte Widerstandsklasse haben sollen, dann muss dieses Bauteil komplett nach den Prüfvorgaben hergestellt und eingebaut werden. Natürlich spielt da auch die Holzauswahl, Dimension, Beschlagswahl usw. eine Rolle, die in den Vorgaben festgelegt sind.

Zu der "richtigen" Holzauswahl und deren Oberfläche bei Fenster gibt es viele Meinungen und auch viel Geschriebenes. Die Dauerhatigkeit der verschiedenen Hölzer kann ja ohne weiteres im Internet abgerufen werden. Hier gibt dann auch die Holzschutzdin Vorgaben durch die Einteilung in Gefährdungsklassen an. Meine Erfahrung hier ist, dass bei "Schäden" idR mehrere Probleme zusammen kommen.

Nicht ganz außer Acht darf man heute auch den Wärmedurchgang dieser Bauteile lassen.

Grüße,
Peter