Warum dunkelt Fichte nicht immer gleich nach?




Hat von euch jemand eine Ahnung, warum Fichtenholz im Laufe der Jahre oft sehr gelb wird, manchmal aber auch zu einem dunkleren ich sage mal braunton (trifft es aber auch nicht gan z genau) nachdunkelt?

Liegt das am Holz? Oder ob OEl oder Lack verwendet wird?





Das Nachdunkeln von Holz ist eine organische Reaktion. Holz „lebt“ auch wenn es verarbeitet ist. Holz dunkelt durch ultraviolettes Licht nach, dieses kann auch die Holzoberfläche schädigen. Hierbei wird das eingelagerte Lignin umgewandelt. (Wird dieses durch Regen ausgewaschen wirkt das Holz grau und schmutzig, bleibt das Holz geschützt wird die Oberfläche silbrig. Jenes Lignin ist übrigens auch dafür verantwortlich, das holzhaltiges Papier vergilbt.
Nachdunkeln von Hölzern geschieht unterschiedlich und kann sowohl mit der Dichte des Holzes (Früh- und Spätholz) als auch mit den enthaltenen Stoffen zusammenhängen (z.B. Gerbstoffe, Harze, Stoffe aus den Böden). Das Rotbraune Kernholz der Fichte dunkelt nun mal anders nach als das zuweilen hellgelbe Splintholz.
Pigmenthaltige Lasuren/Lacke können den Prozess verlangsamen.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



2 Anmerkungen



Fichte als Reifholzbaum bildet keinen farblich unterschiedenen Kern aus, wenngleich das Kernholz fester als das Splintholz ist.

Gelegentliche ungleichmäßige braune Streifen sind kein Kernholz, sondern ein Holzfehler, der m.E. auf Pilze zurückzuführen ist.

Einen Teil der im Alter anderen Farbigkeit ist auch auf die Oberflächenbehandlung zurückzuführen. Öle und ölhaltige Lacke gilben und dunklen ebenfalls.

Grüße

Thomas