Fichtedielen auf alt trimmen?

04.11.2006


hallo forum!!
Habe grad fichtedielen verlegt und würde sie gerne auf alt trimmen...für tipps wäre ich dankbar!!1



Einfach



drauf leben !Dann kommen die Alters-und Gebrauchsspuren von selber ! Künstlich auf alt getrimmt sieht meiner Meinung nach auch nicht echt aus !



wie alt?



und wird bei tatsächlichen Gebrauchsspuren wie Kratzern, Schlägen usw. immer blöd aussehen, weil die sich dann in der behandelten Oberfläche markieren.

Das beste ist, den Boden unbehandelt zu lassen. Ist fürs Holz am besten und altert am schnellsten.

vie Freude mit dem Boden wünscht
jh



Hallo,



die beste Alterung ist die natürliche. Wenn Du jetzt irgendwas Pigmenthaltiges draufpinselst, wird sich später an abgeriebenen Stellen oder anderen Schäden das hellere Holz markieren - das sieht wirklich unschön aus.

Ich empfehle den Auftrag eines guten Hartöles. Zum einen gilbt das Holz, zum anderen auch das Öl unter normalem Lichteinfluss, in wenigen Monaten schon werden die jetzt ganz hellen Dielen einen angenehmen Ton haben. Ich habe vor ca. 1 Jahr einen 100 Jahre alten Fichenboden mit neuem Holz ausgespänt, der anfängliche Farbunterschied ist völlig weg.

Früher wurde unter der Marke "Lakeone" auch in Deutschland farbiges Bodenwachs verkauft, momentan haben die aber keine Niederlassung in D, also ggf. etwas googeln und aus Frankreich schicken lassen. Farbton Eiche mittel wäre vermutlich das richtige. Helle Schadstellen könnte man dann punktuell damit behandeln. Kennt jemand andere Anbieter für farbiges Bodenwachs? Trotzdem vorher ölen, das härtet das Holz.

Mit farbigen Ölen haben schon viele ihr "blaues Wunder" erlebt, deshalb rate ich da von Eigenleistungen ab.

Gutes Gelingen wünscht

Thomas W. Böhme



@T.W.B.



PNZ führt ein Hartwachs-Öl, frei von bioziden Wirkstoffen und Konservierungsmitteln, farblos und in Weiß .
Desweiteren führen sie auch ein Color-Öl zum einfärben und veredeln von Fußböden und Möbeln .
Zur Verarbeitung der Produkte kann ich aber leider keine Infos beisteuern, da ich bis jetzt nur die Holz-Wachs und Holz-Lasurprodukte der Firma verarbeitet habe .
Infos finden sie unter www. pnz. de



interessante Alternative


Holzboden nach kompletter Sanierungsarbeit

Uns brachte einmal ein Bauherr auf den Gedanken, die neu zu verlegende Dielung am bauanfang zu ordern und in die Baustelle zu legen.
Nachher den gesamten Umbau über diesen Holzboden ergehen zu lassen und danach dann den sogenannten historischen Holzboden zu haben.
Die Komplettverlegung erfolgt nach Fertigstellung der Umbaumaßnahmen, also vorher nur lose aufgelegt.
Dann nur noch überschleifen und mit Öl-/Wachsbehandlung endbeschichten.

Grüße Udo



Ideen muß man haben !



Aber was für einen Boden bekommt man, wenn bei Stinknormalbauweise lösemittelhaltiger Heizkörperlack, Türen- und Fensterlack, Tiefgründe, Latex-oder Dispersionsfarben, Holzlasuren usw. den Boden versauen ? Die Schrauben des Trockenbauers eingetreten, die Flamme des Heizungsbauers sich einbrennt, der Fliesenleger ohne Unterlage seine Platten durchflext, Putz, Bauschaum und Acryl von wem auch immer mit draufkommt, usw.usf. ?
Da leb ich den Boden lieber in aller Ruhe ab, und laß ihn seine Alterserscheinungen und Patina von selber bekommen ! Denn einen "Werkstattboden" möcht ich auch nicht unbedingt in der Wohnung oder im Haus haben !



Lehmbauer



bleib bei Deiner Pampe.

Edith:

Daß der Boden dabei altert ist unbestritten, aber es ist auch eine Tatsache, daß ein Holzboden entsprechende klimatische Bedingungen benötigt und unter solchen Bedingungen akklimatisiert werden muß.

Solche Tips halte ich also für unverantworlich.
Was dabei im Sinne des Forums und dessen Regeln ist, mag jeder für sich selbst entscheiden, auch mehrstimmig, mir ists egal, es hat aber nix mit persönlichen Sympathien oder Antipathien zu tun.

Gruß Lukas



Etwas "altern" ...



... kan man auch mit einer Bürste (Festool oder Makita) mit Messingwalze. Dabei wird das weiche Frühholz mehr als das härtere Spätholz herausgebürstet, das Ganze wirkt dann wie abgelaufen. ABER: Auf den skandinavischen Fichtedielen bringt das u.U. nicht viel, da der Spätholzanteil sehr gering ist, das Holz ist aufgrund schnelleren Wachstums und zu zeitiger Fällung einfach zu weich.

Die Alternative vom LehmHandWerk funktioniert in bestimmten Grenzen durchaus, nämlich immer dann, wenn nur mineralische "Schmirgelstoffe" auf dem Boden unterwegs sind. Die Lösung hat außerdem noch einen Vorteil: Manch einer kauft aus Kostengründen statt Dielung Rauhspund, der zuweilen ganz gut aussieht, aber 14-18% Holzfeuchte haben kann. Während deer Bauzeit trocknet das Ganze etwas nach, und die Fugen werden anschließend nicht so groß. Das ist nicht meine Vorzugsvariante, aber manchmal ist das Geld halt eher alle als der Bau fertig.
Farbkleckse sind natürlich out, und die von Thomas Lingl beschriebenen Vandalen (Fliesen und Heizungsbau) sollte man halt nicht in's Haus lassen. Es gibt neben den gefürchteten Hausmeisterdiensten, die "nebenbei" auch alles am Bau "mitmachen" auch Handwerker, die ohne Schäden fertigwerden.

Und wo finden wir diese: Hier im Forum.

Guten Wochenanfang

wünscht

Thomas W. Böhme



Out?



Warum sind Farbkleckse eigentlich out? können doch auch schön sein, oder? Ein wenig "automatistische Kunst" auf dem Boden wirkt kreativ anregend und nimmt den Kindern die Scheu sich frei zu entfalten. Und enthebt die Hausfrau vom Zorn über das verkippte Rotweinglas oder...
Oder?

Ein Tip zum Verlegen von nicht genügend getrockneten Dielen / Rauhspund:
Erst nur verlegen ohne abzunageln. Ggf. stellenweise mit schrauben fixieren. Nach einem oder zwei Jahren kann man dann den Boden zusammenschieben, es passt noch miondestens eine Diele mehr hinein und abnageln, fertig. Dann bleibt der Boden ein Leben lang dicht.

beste Grüsse,
jh



Jawoll --



-- So lautet auch meine Meinung zu diesem Thema !
- Nur, Jan Hülsemann, ich würde die Dielen annageln --- nicht abnageln !
-
Aber : Beifällig schmunzelnde Grüße aus Nordsachsen. --
A. Milling



ab oder an?



@ Andereas Milling
das "Abnageln" geht auch nur bei den Dielen, die zuvor mit der "Dransäge" verlängert worden sind.
Mag es sein das ich zuviel mit Enländern zu tun habe, die ja auch immer auf der anderen Strassenseite fahren?

Viel Spass beim Sägen und Nageln,
jh



Ja, Jan Hülsemann, --



Natürlich wollte ich mit meinem Beitrag nur ein allgemeines
Schmunzeln provozieren, wobei Deine Ausführungen zu diesem Thema genau meinen Gedanken dazu entsprechen.
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Dransäge und Draufhobel sind wohl Werkzeuge, welche erst noch erfunden werden müssen.
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Grüße - A. Milling



Wer hätte...



... solches Werkzeug nicht gern, hängend am Siemens-Lufthaken, angestrahlt mit der Minus-Watt Lampe in seiner Werkstatt ? Ergänzt vielleicht, damit dieser Beitrag doch noch zum Thema passt, durch einen Alt-Schleifer.

Grüße von

Thomas W. Böhme