Neuer Dachstuhl

09.01.2006



Hallo
Wir hatten bzw haben einen Hausbockbefall in unserem Dachstuhl eines Nebengebäudes .
Nun möchte ich diesen kompl. erneuern , da nur wenig Hoffnung für Diesen besteht.
Nun mal eine Frage vorab.
Welches Holz ist von Natur aus am sichersten gegen Holzzerstörende Insekten !
Tannenholz schließe ich aus .
Dachte eher an Eiche oder Buche .
Und wie schaut eine Beandlung des Holzes vor dem Einbau aus.
Oder besser gesagt , muss Eiche überhaupt behandelt werden ?
Danke
Michael V



Werte?



Eiche ist am widerstandsfähigsten. - wenn man es sich leisten kann.
Trockene Eiche braucht in der Regel nicht behandelt zu werden. Splintholz wird am ehesten angegriffen.

Buche ist für Dachstühle weniger geeignet. (ich kenne auch keinen Dachstuhl aus Buche)

Fichte ist ebenfalls ein geignetes Material.
Man sollte bei der Auswahl den Wert des gesamten Gebäudes beücksichtigen. So wenig sinnvoll es ist, ein wertvolles Denkmal mit "billigen" Materialien zu sanieren, so unsinnig ist es auch, teure Edelmaterialien in einem minderwertigen (?) Nebengebäude zu verbauen.

Die Recourcen sind nicht unendlich. Wertvolles langes, gerade gewachsenes, trockenes Eichenholz wird für wertvolle Gebäude gebraucht. Dies nur als kleines Bedenken...

Gutes Gelingen wünscht,
jh



Trocken trocken trocken und mit wenig Splintholz



sollte das Holz sein. Das zumindest liest man immer wieder in diversen Foren und auch hier.
So betrachtet macht es natürlich auch Sinn. Allerdings weiss ich nicht, was man dann genau beauftragen sollte (S10?).
Wichtig ist m.E. dass der Dachstuhl nach Fertigstellung möglichst schnell geschlossen wird, so, dass die kleinen Insekten gar nicht erst rankommen an das gute Zeugs. Eine Unterdeckung mittels Unterdachplatten lässt sich sehr dicht realisieren. Und das schmeckt denen wohl auch nicht so recht.
Die geforderte Winddichtigkeit aussen bedeutet ja gerade, dass keine Löcher mehr vorhanden sind. Details wie z.B. an der Traufe müssen hier aber genau betrachtet werden.
Wenn der Dachstuhl mittels Dämmung dann mal komplett auch von innen verschlossen ist, darf man die Fenster dann auch sorglos wieder aufmachen ;-)
Wird das Dach später mal beheizt (Wohnraum) sollte es sich in der Regel sowieso mit den kleinen Besuchern erledigt haben, dann sollte das Holz so ausgetrocknet sein, dass es nicht mehr attraktiv ist. Der eventuelle Erstbefall hat an der trockenen Masse ein paar Jahre zu kauen und wenn der dann doch mal schlüpft, kommt er dank allseitiger Umschliessung nicht weit.

Das mit der Eiche schlägt doch wohl sehr aufs Budget, hier stimme ich den Einwänden meines Vorredners zu.

Was mir immer mal wieder durch den Kopf ging, ist die Frage, wann schwärmt unser Hausbock denn so aus? Wenn sich das auf einen Zeitraum eingrenzen liesse, kann man viellicht den Bau des Dachstuhles in seine 'paarungsinaktive' Zeit verlegen?
Was meinen die Holzwürmer hier im Forum zu dieser Frage?



Eigentor...



Schlupfzeiten Hausbock (je nach Witterung und Jahresklima): Juni, Juli, August
optimale Bauzeit Neubau:
Bauantrag vor Weihnachten, Baugenehmigung im Jan./Feb., Rohbau frostfreier März, April, Mai, Dachstuhl Juni, Juli, August, Einzug Weihnachten
Passt doch wunderbar übereinander, oder? *grins*
Grüße aus Leipzig von
Martin Malangeri



Da habe ich ja nochmal Glück gehabt



Mein Dachstuhl wurde Ende Oktober gesetzt. Zum Glück hatte ich das Ganze noch vor Ende November eingedeckt und geschlossen... Puh.