Holzwurm/Hausbock im Dachstuhl - Behandlung vor Ausbau




Hallo,

haben vor, demnächst unseren Dachstuhl auszubauen (Haus ca. 100 Jahre alt, Sparren größtenteils entsprechendes Alter). Es gab Befall, ich gehe aber von aus - wenn auch nicht in großer Zahl - dass noch aktiver Befall vorhanden ist (habe typische Fressgeräusche an einer Stelle gehört). Meine Fragen:

Welche Möglichkeiten der Bekämpfung bestehen (bei starkem/bei vereinzeltem Befall und berücksichtig, dass sie verkleidet werden und damit im nachhinein nicht mehr behandelbar/kontrollierbar sind?

Mit welchen Kosten haben wir ungefähr je Methode zu rechnen (Grundfläche Dachstuhl: ca. 60m^2, Sparrenlänge: ca.7m)?

Oder ist vereinzelter Befall zu vernachlässigen - bedenkt man, dass die Sparren durch Dämmmaterial "eingepackt" sind? Wie sollen die Insekten dann ausfliegen und sich vermehren? (natürlich berücksichtigt, dass nur das Spintholz befallen ist!)

Was wäre mit der Möglichkeit, das Holz mir präventiven Mitteln zu behandeln (Borsalz) - und wenn die Larve schlüpft, es zu keinem Neubefall kommen kann, oder falsch gedacht?

Zu guter letzt - welche Kosten müssen wir für eine Begutachtung durch einen Sachverständigen veranschlagen.

Viele Fragen offen - im vorhinein schon mal vielen Dank!

Christoph





Hallo,

Sie haben es ja schon so ziemlich selbst erkannt.

Wenn Sie das Holz verkleiden können die Insekten es zur Eiablage nicht mehr anfliegen.
Das heißt, nach der Generation die jetzt im Holz ist, ist dann Schluss mit dem Befall.

Das wäre dann Bekämpfender- (ganz ohne Chemie) und Konstruktiver Holzschutz in einem.

Die letzten Vollinsekten können aber dennoch, auch durch Dämmung und Gipskarton, ausfliegen sie werden aber wie gesagt das Holz zur Eiablage nicht mehr finden.



Grüße
Oliver Struve



Keine Expertise ohne Analyse



Grüß Gott Christoph,
bevor man über mögliche Verfahren und/oder Kosten spricht, bzw. sich verunsichern lässt (die Kostenspanne kann theoretisch zwischen 50€(Holschutzmittel) und 25.000€(große Hausbegasung) liegen, ist eine Begutachtung durch einen erfahrenen Sachverständigen (Kollegen gibt es in ganz Dt.) zu empfehlen. Da der Automechaniker auch am Telefon nicht sagen kann was es kostet, würde ich auch erst über Kosten sprechen, wenn ich es als Sachverständiger angesehen habe.

Die Kosten können je nach Gebiet/Region bei ca. 70-95 Euro/Std. liegen, zzgl.Fahrtkosten. Es kommt dann darauf an, wie lange u. intensiv man die Untersuchung betreibt.
Es soll auf jeden Fall helfen, ein geeignetes Verfahren zu finden, das wirtschaftlich und langfristig wirkungsvoll ist.
Dabei kann auch konstruktiver Holzschutz (Dämmung) eine Rolle spielen.
Hoffe das hilft soweit.