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... und ohne Wertung:

http://www.oegut.at/downloads/pdf/e_vollkostenvergleich_eb.pdf

MfG,
sh



Interessant ,...



... die Österreicher scheinen auf dem Gebiet der Sanierung und der energetischen Sanierung den Deutschen ein wenig voraus zu sein, was die unparteiische Betrachtung komplexer baulicher Zusammenhänge betrifft.

Ich gehe mal davon aus, das dieser Bericht nicht von der Lobby der Scheitholzkesselbauer großzügig, aber informell unterstützt worden ist...



Scheitholz…



… und andere Heizsysteme, die auf Holz bauen, werden längerfristig genau so wenig eine Alternative zu Erdgas/-öl und Solar (Wind, Wasser) darstellen können, wie Biosprit und seine Derivate, also Palmöl und Jatropha etc. für den Auto- Luft- und Schiffsverkehr. Dazu sind selbst bei intensivster industrieller Wald- und Landwirtschaft die Flächen und Möglichkeiten begrenzt, von den katastrophalen ökologischen Folgen ganz abgesehen.

Im Grunde müsste heute schon sämtlicher geeigneter Müll für Pellets oder Biogas recycelt werden und zwar international, weltweit! Im Rheinland ist RWE heute schon der mit Abstand größte Landwirt und EU-Subventionsempfänger, weil sie auf den riesigen ehemaligen Braunkohleflächen irgendein Grünzeug anpflanzen, was nachher wieder umgepflügt wird. Sollte es sich lohnen, stehen die aber Gewehr bei Fuß um dort auch schnellwachsende Bäume zur Brennholzgewinnung anzupflanzen, wahrscheinlich war die Laufzeit bisher das Hindernis. Mit anderen Worten: Sobald Scheitholzkessel wirklich eine flächendeckende Alternative mit entsprechend höherem Verbreitungsgrad darstellen werden, ist es zumindest preislich Schluss mit lustig.

Wer freilich nur in seiner scheitholzbeheizten Fachwerk-Idylle sitzen will und gegenüber der bösen Welt da draußen die drei Affen spielt, der sollte am besten auch auf TV und Internet oder Zeitungen verzichten, der evtl. schlechten Nachrichten aus der Welt der Pestizide, Monokulturen, Regenwaldrodung und Vertreibung der Ureinwohner woanders, Artenschwund und Dust-Bowl-Effekt bei uns aus dem Weg gehen.

Auf dem freien Markt pendeln sich Preise ein, auf dem regulierten Energiemarkt mit besonderer Protektion der Gewinninteressen der großen Energiekonzerne durch die Regierung dagegen wäre es vermessen, aus irgendwelchen Preisentwicklungen Spekulationen für die einzelnen Brennstoffsysteme anzustellen.

Wer das Glück hat, in einer waldreichen Gegend zu wohnen und sein Brennholz kostengünstig zu beziehen, sollte sich freuen und am besten über sein Glück schweigen, denn sonst läuft er Gefahr, dass es ihm damit so ergeht, wie mit anderen "Geheimtipps", die bald darauf keine mehr waren.



Heizen mit Holz



ist natürlich eine Alternative (von vielen) zu fossilen Energieträgern, inbesondere in einem Land das die größten Holzreserven in Europa hat und bereits mehr als die Hälfte der landwirtschaftlichen Nutzfläche für Energiemais einsetzt, damit in jedem Ort eine subventionerte Biogasanlage sehen kann.

Wenn Energieholz so rasch einen Ertag bringen würde, wie Mais würde es bei uns vielleicht schon ganz anders aussehen.

Es soll ja nicht jeder damit heizen, genausowenig wie jeder Kollektoren auf dem Dach haben soll, oder dämmen soll, wie blöd.
Es ist auch nicht zielführend ganz Bayern mit Windparks vollzupflastern.
Es ist aber auch nicht sinnvoll gleichzeitig gegen alles zu stänkern.

Es kommt doch darauf an, alle Alternativen im Auge zu behalten und mit Augenmaß zu nutzen.

Suum cuique sagt der Lateiner.

Im industriellen Bereich ist bei uns übrigens der Einsatz von Holz zur Energieproduktion bereits höher als im privaten.
Das hat gar nichts mit Fachwerkidylle oder den drei Affen zu tun (dieses Argument finde ich an dieser Stelle irgendwie deplaziert).

Es ist einfach sinnvoll in einem geeigneten Setting mit Holz aus regionaler Produktion zu heizen. Was das mit den vielzitierten Totschlagargumenten zu tun hat (Urwald, Gift, Monokultur, Artenschwund) verstehe ich nicht.

Wie sollte der Einsatz von heimischem Scheitholz zur Feuerung den Einzatz von Pestziden auf Monokulturen fördern oder irgndwelche Ureinwohner vertreiben (ganz im Gegenteil)?

findet Götz, trotz TV, Internet und Zeitung, allerdings in einer schützenden Fachwerkydille wohnhaft mit Ofen.



Immer nur schwarz malen,schade!



Üppig wachsen und gedeihen
Dir im Hause die Kakteen
Und dazwischen eingeschlossen
Halb verdorrt und ungegossen
Eine Blume - nicht zu sehn

Malst du manchmal Frühlingsbilder
Hälst du gänzlich sie in schwarz
Und ich merke mich bedauernd
Oft um deine Leinwand trauern
Weil in ihr mehr Leben lag

Hör ich einmal doch dich lachen
Ist es meinst nur schadenfroh
Kannst du nicht nach Schönem trachten
Öffne dich des Lebens Prachten
Weil sich stets nur Schönes lohnt

Oft erscheint die Welt uns düster
Und wie kann sie düster sein
Sieh nur die, die trotzdem singen
Heiterkeit ins Leben bringen
Wünschend du wärst mit dabei

Öffne deine Schalosien
Dort von draußen kommt das Licht
Lass dich von den Vögeln leiten
Sieh sie 'gen der Sonne gleiten
Wenns in dir zu finster ist.



Ach...



... schade, dass manche einen großen Teil ihrer Energie nur darauf verwenden, negative Äußerungen über andere zu tätigen, denen sie negative Äußerungen nachsagen. Dabei hätte unvoreingenommenes Lesen durchaus geholfen, den Text zu verstehen, statt dessen werden wieder die üblichen Begriffe wie "Stänkern" aus der miefigen Kiste geholt.

Was machen solche Leute eigentlich, wenn sie Zeitung lesen oder die Nachrichten hören? Böse Leserbriefe schreiben, über Caren, Klaus, Marietta und Gundula, die Stänkerer?



@DeMeineweg



ich habe den Text gelesen und verstanden.

Ich bin auch kein putziger Fachwerkonkel, der abgeschieden und selbstzufrieden in seiner holzbeheizten Bude sitzt und von den wirklich weltbewegenden Problemen nichts ahnt.
Diese Darstellung in dem Beitrag hat möglichweise dazu beigetragen, den Begriff "Stänkern" zu wählen, den ich aber gerne zurücknehme, dennoch bin ich inthaltlich entschieden anderer Ansicht.

Ich habe geantwortet, weil ich nicht verstehe, warum man anfangs schreibt:

"Scheitholz und andere Heizsysteme, die auf Holz bauen, werden längerfristig genau so wenig eine Alternative zu Erdgas/-öl und Solar (Wind, Wasser) darstellen können......"

und am Ende:

"Wer das Glück hat, in einer waldreichen Gegend zu wohnen und sein Brennholz kostengünstig zu beziehen, sollte sich freuen und am besten über sein Glück schweigen, denn sonst läuft er Gefahr, dass es ihm damit so ergeht, wie mit anderen "Geheimtipps", die bald darauf keine mehr waren."

Offenbar ist es doch so, dass noch mehr Leute sich aus regionalen Quellen mit Brennholz versorgen könnten,
wenn nicht dauernd der Eindruck verbreitet würde,

dass das niemals für alle reichen wird (soll es ja nicht),
dass es Umweltschäden in sonstwo nach sich zieht (tut es nicht),
dass es "katastrophale ökologische Folgen" nach sich zieht (Welche??).

Als "katastrophale ökologische Folgen" fallen mir eigentlich spontan die diversen Ölkatastrophen, die Nuklearunfälle, die Flächenzertörung bei der Ölsand / -Schiefer Gewinnung und die Rodungen für Biosprit ein.
Der CO2 Ausstoß aus fossilen Brennstoffen ist wahrscheinlich ähnlich zu bewerten.

Ob nebenan Rüben, Energiemais oder Energieholz wächst, hat doch nichts mit einem Katastrophen-Szenario zu tun.
Ich finde, dass die Maisfelder (mehr als 50% der Anbaufläche in Deutschland) inzwischen reichen.

Das Holz teurer wird, ist auch unbestritten (kürzlich sah ich beim Baumarkt einen RM Birke für 129€ !), dass man deswegen von der energetischen Holzverwertung abraten muss, erschließt sich mir aber nicht. Ich finde, man sollte wenn möglich Flächen aufforsten.

G



Ich denke,



den End- und Primärenergiebedarf mit ein, relativiert sich dass der Schlüssel in der Einbeziehnung von End- und Primärenergiebedarf liegt.

Der Endenergiebedarf setzt sich zusammen aus:
Nutzenergiebedarf + Anlagenverluste + Hilfsenergie

Der Primärenegiebedarf setzt sich zusammen aus:
Endenergiebedarf + vorgelagerte Verluste (wie Gewinnung, Produktion, Transportwege)

Den Endenergiebedarf kann man relativ einfach senken, anlehendend an den oben genannten link mit einer besseren und effektiveren Heiztechnik.

Beim Primärenergiebedarf wird es schon schwieriger.
Hier gilt es die Wege so gut wie möglich kurz zu halten.
Sei es nun im Materialbereich oder im Brennstoffbereich.
Selbst im Strombereich ist es möglich die Leitungswege drastisch zu verkürzen, sei durch den Einsatz von Blockheizkraftwerken etc.

Vor all diesem steht natürlich ein vernüftiges Konzept das Zielführend ausgelegt sein muss, da hierbei ja auch Kosten entstehen.
Eine energetische Sanierung kann auch in Teilabschnitten gemacht werden.

Der Artikel zeigt mir nur, dass es sich durchaus lohnt den Einsatz der jeweiligen Heiztechnik genauer abzuwägen, um die Beschaffungswege so kurz wie möglich zu halten.
Dass dies nicht überall Möglich ist, ist mir durchaus bewusst.
Es geht mir hier nicht um das was besser ist oder nicht, denn schlussendlich muss jeder Bau individuell betrachtet werden. Grundlage ist ein gutes und vernünftiges Konzept.

Wie sich die Brennstoffkosten entwickeln werden, wird immer eine Schätzung bleiben und kann keiner definitiv vorraussagen.

Grüsse Thomas



Keine Alternative



Damit meinte ich, dass Scheitholz in Deutschland wohl kaum jemals eine massenkompatible Verbreitung, so wie derzeit mit Gas und Öl, erlangen wird, ohne dass es einerseits zu ökologischen Problemen (welche aber, klug angegangen, wahrscheinlich lösbar wären) anderseits zu marktwirtschaftlichen Entwicklungen führen würde, die dazu führen würden, dass die jetzigen Vorteile der Scheitholzheizung wohl verschwinden würden.

Wie gesagt: Als Alternative, wenn man auf dem Land wohnt, okay, aber flächendeckend???
Wenn ich mir vorstelle, dass irgendwann womöglich containerweise Brennholz per Schiff aus China oder Brasilien kommt, um dann per LKW nach Berlin, Frankfurt etc. geht, um dort in Millionen Haushalten behagliche Öko-Wärme zu erzeugen, frage ich mich, wo die Nachhaltigkeit bleibt, denn aus deutschen Wäldern wird der Bedarf wohl kaum zu decken sein, und wenn, dann nur viel zu teuer oder mit absurden Subventionen à la Mais für Biogasanlagen und Obst/Gemüse dafür billiger aus Übersee...



Alternative?



Manchmal sollte man die Sichtweise etwas verändern.
Dass der Brennstoff Holz nicht zum flächendeckenden Brennmaterial werden kann ist vollkommen klar.
Mehr geht es hier um einen sinnvollen Mix der Technik und der Ressourcen.
Es gibt nicht nur 0 und 1, dawischen gibt es auch noch etwas anderes.

Grüsse Thomas