Denkmalgeschütztes Fachwerk

07.03.2013 Ayra



Hallo wir überlegen ein altes Fachwerkhaus zu kaufen da wir aber keine Ahnung von der Materie haben bleiben leider einige riesige Fragen nach der Besichtigung. Das Haus würde 1999 kernsaniert, mit unterstützung des Denkmalschutzamtes, was für mich ja sehr gut klingt... nun zu unserem Probelm:
1. einige der Balken haben Risse kleine und auch sehr große (also zumindest an den Riesigen Dachbalken an der Decke)ab wann muss ich mir Sorgen machen oder sind diese überhaut bedenklich?
2. In einem der Zimmer ist an der Decke ein einzelner Balken der kleine Löcher hat.
3. Die Aussenwände sind bis auf eine Seite top in schuss dort müßten ein paar der weißen bereiche neu gestrichen werden weil die Farbe abblättert und weiter oben sehen einige Schwarze Balken nicht mehr ganz Schwarz aus welche Materialien sollte man benutzen? Was müssten wir beachten?

Für alle Tipps und Hilfen wär ich sehr Dankbar :) vieleicht kennt ja auch jemand einen Zimmermann oder Gutachter im Raum Lübbecke der uns vor Ort Helfen könnte und uns Tips geben kann.

Ach ja das Holz soll altes Bootsholz sein??? und das Haus is ca. 160 Jahre alt



Bootsholz??



Hallo Ayra,
Schöne Gegend ;-))

zu Ihren Fragen :
1. Risse in starken Holzbalken sind normal, da meist der Kern noch im Balken ist.

2.Die kleinen Löcher sind wahrscheinlich Holzwurmlöcher.
Ob die Tierchen noch aktiv sind, können Sie erkennen wenn Sie nach Bohrmehl Ausschau halten.

3. Wenn die Farbe abblättert ist das ja ein sichtbarer und eigentlich geringer Mangel.
Anstrichsystem im Fachwerkbereich sind ein sehr komplexes Thema. Man muß es sehen und kratzen dürfen. ;-))

Den Begriff "Bootsholz" kenne ich nicht.
Vielleicht ist der Makler übermotiviert ??

Vielleich ist "geflößtes Holz" gemeint.?

Welcher flößbare Fluss ist den in der Nähe??

Weser , Flöthe , Weser- Elbe- Kanal?

Müsste ich eigentlich wissen --- ich habe mal als "Werkstudent" in Lübbecke beim Hausbau geholfen--- ist aber schon lange her. Ich habe damals in Bielefeld auf der Sparrenburg studiert.

viele Grüße



Eine kleine Ergänzung:



selbst wenn noch Bohrmehl aus den kleinen Löchlein rieselt, kann es sein dass kein Holzwurm mehr drin ist. Holz, das älter als sechzig Jahre und trocken ist, mögen die nicht mehr so gerne. Es gibt aber manchmal "Nachmieter", z.B.: Silberfischchen, die die Gänge bewohnen und saubermachen.
Und: Anobien und Hausbock mögen vor allem den Rand von Kiefer und Lärche. Den Kern lassen die meistens in Ruhe.
Also: Keine Panik auffer Titanic!
Ralph Schneidewind



moin,



das sind slles keine Dinge ,nach denen Ihr gucken und entscheiden solltet .
Wie groß welche kleinen Löcher sind und von wem gemacht ,erfordert mindestens ein Foto , besser eine Inaugenscheinnahme !
(Trocken-)risse in Balken und zu streichende Oberflächen sind nicht Euer Problem .
Zu fragen ist vielmehr ,wie und womit wurde die Sanierung gemacht ?
Daß das Denkmalamt damals mit von der Partie war , gibt höchstens Anlaß zur Hoffnung ,die Sanierung sei ausreichend dokumentiert worden !
Zudem sind die ganz normalen für alle Hauskäufe wichtigen Parameter zu überdenken - Lage , Größe , Energie+Unterhaltskosten,der Rest ist Eure Zuneigung zum Häuschen ..;-)

Gruß
Jürgen Kube
FensterEcke Brüggemann + Kube ZiMMEREi
www.fensterecke.de